gestehen,
1
gesten,
gestan,
V.,
unr. – 1 mit Untergliederungen und den folgenden Ansätzen (bis 7) auf in sich teils mehrfach tropisch gestaffelte statische oder statisch denkbare Verhältnisse, 8-13 auf reziprokes verbales Handeln (im rechtlichen, sozialen Bereich) bezogen; 14-17 zunehmend schwierig zu remotivieren. – Man vgl. generell die Bedeutungsgliederung von
gestehen
im Dwb
4, 1, 2, 4209-4219
sowie im Rwb
4, 573-579
; s. auch in diesem Werk.
1.
a) ›aufrecht stehen (von Sachen); auf den Beinen stehen; wo stehen, wo herumstehen (jeweils von Personen; im Gegensatz zu )‹; hier anschließbar eine Reihe verschiedener, aber bei Voraussetzung hinreichender Assoziationskühnheit als aufrechtes Stehen denkbarer tropischer Verwendungen, z. B.:
b) ›sich wo befinden; wo beschlossen, begriffen sein‹;
c) ›sich, das Gemüt erheben (im ütr. Sinne)‹;
d) ›stehenbleiben (von einer Stadt); still stehen; stehenbleiben, anhalten (von Personen)‹;
e) ›stehen, sich stauen; stehen und sich dabei absetzen (jeweils von Wasser o. ä.)‹; ütr. vom Harnstau gesagt); auch: ›aufhören‹;
f) ›sich aufgezeichnet finden, in einem Buch stehen‹;
g) ›stehen, existieren (von einer Stadt)‹;
h) ›jm. / e. S. beistehen, Hilfe leisten‹;
i) ›jm. als Zeuge beistehen, für jn. als Zeuge auftreten‹ (als Spezialisierung anschließbar an h);
j) ›vor Gericht erscheinen‹;
k) ›sich stellen (dem Gericht)‹;
l) ›vor den Altar treten (vom Priester)‹; vgl. vor allem
stehen
1.
Bedeutungsverwandte
(zu i):
1
 1.

Belegblock:

Zu a):

Helm, H. v. Hesler. Apok.
16073
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Des libes geist von Gote gesant | Kumt in si die der tot e bant, | Und sie gesten mit muzen | Wider uf iren vuzen | Ewic.
Ebd.
21492
:
Daz wir an der stat gesten | Mugen die Got uns buwet.
Quint, Eckharts Pred.
2, 580, 9
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
sô werdent sie sô gar durchgozzen mit leide, daz sie niht ûf in selben gestân enmügen und müezen sitzen.
Froning, Alsf. Passionssp.
7278
(
ohess.
,
1501 ff.
):
die thufel thun uns alßo we, | das mer enkonnen gesiczen adder gesten !
Ebd.
7915
:
Ire menner von Galilee, | was moget ire hye gestehe, | das ire in den hymmel kaffet ?
Primisser, Suchenwirt
22, 25
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Mein phêrt ich snellichleichen pant | Awzzen an der chlosen want, | Ez macht drinn nicht gestan.
Klein, Oswald
2, 63
(
oobd.
,
1421
):
Der baine sterck | spannt si mir herter in wann ainem pferde, | das ich darauf nicht mag gestän.
Ebd.
19, 187
(
1416
):
zu fussen torst ich nicht gestän, | wolt ich ir nahen pagen.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
247, 3
;
Kummer, Erlauer Sp.
6, 122
;
Rwb
4, 573
.

Zu b):

Päpke, Marienl. Wernher
363
(
halem.
,
v. 1382
):
Insiner hant vil gar gestaͮt | Was hymel und erd begriffen haͮt.
Bauer, Geiler. Pred.
91, 21
(
Augsb.
1508
):
so kommpt er ettwan in ain solliches getreng / von innwendig / das er nit waißt [...] was er tuͦn oder angreiffen soll / unnd gesteet gleich in ainem ynnerlichen getrang seines hertzen.

Zu c):

Strauch, Schürebrand
22, 16
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
In allen uwern swermuͤtigen lidenden trücken und getrengen söllent ir úch gesten und uwer gemuͤte uf erheben.

Zu d):

Dierauer, Chron. Zürich
168, 6
(
halem.
,
1415
/
20
):
1405 vor mittem maien, do verbran Bern [...] zwuͦrent uf ainander, das kum der dritte tail gestuͦnd.
Maaler
196v
(
Zürich
1561
):
Jm lauff Gston / Den lauff gstellen.
Fischer, Eunuchus d. Terenz
112, 7
(
Ulm
1486
):
da ich an die wegschaid kam ich gestund.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
15
;
Schwäb. Wb.
3, 552
.

Zu e):

Vetter, Pred. Taulers
55, 16
(
els.
,
14. Jh.
):
rehte also ein wasser daz uf eime ertrich gestunde und insincket in das ertrich.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
135, 11
(
els.
,
1362
):
Do dis beschach do gestunt daz sterben.
Dierauer, Chron. Zürich
44, 8
(
halem.
,
1415
/
20
):
[das wasser] gestuͦnd an der brugg, dú im Hard an dem turn úber gieng.
Maaler
196v
(
Zürich
1561
):
Das brüntzlen ist jm Gstanden oder verschoppet. Iter Urinæ collapsum.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
104, 10
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wenn ez [regenwazzer] in ainer zistern gestêt und lauter wirt, sô sterket ez den magen.
Ebd.
109, 1
(
oobd.
,
1514
):
wann sô der erdisch dunst lang gestêt in der erden beslozzen, sô fault er.

Zu f):

Bindewald, Texte schles. Kanzl.
1, 8
(
schles.
,
1370
):
dy
[Personen]
her noch geschrebin gestehen.
Banz, Christus u. d. minn. Seele
1791
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Und sölt ich diner güttät enklain wissen lon, | Es möcht an ainem büch kum geston.

Zu g):

Chron. Strassb.
1, 246, 7
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
do sü [stat] gestunt 1300 jore, do wart sü zerbrochen von dem künige Cyrus.

Zu h):

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
16750
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
[got] dî sînen nicht vorlât, | sundir in helflîch gestât.
Große, Schwabensp.
235a, 26
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
vnde iz, daz der Richter se [ketzere] beschermet vnde bi in gestet, Man sol in vorbannen.
Karnein, Salm. u. Morolf
736, 3
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
brechtest du in diß lant | drissig dusent helde an diner hant, | die kundent dir zu statten nit gestan.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
63, 14
(
nobd.
,
1486
):
der soll [...] von niemanz [...] beschüzung haben oder gestehen
(subst.).
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
1, 321, 11
(
halem.
,
1508
/
16
):
Das alles nit verfing, dann der gedacht appt den sinen in der sach gestund, hiess si den puren nit nachzelassen.
Maaler
175v
(
Zürich
1561
):
Billichkeit Gestaat vnserm widersaͤcher vñ ist auff seiner seyte͂ [...]. Aequitas cum aduersario stat.
Ebd.
176v
:
Geston / Standhafft sein. Substare. Einem lug wider die warheit gesten.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
150, 6
(
moobd.
,
1478
/
81
):
wann hertzog Hainrich ab dem Norigkaw, [...], torst im auch nicht gestan des kaiser halben.

Zu i):

Schöpper
97a
(
Dortm.
1550
):
Testificare. Gestehen bezeugen.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
659, 17
(
thür.
,
1421
):
uff das man on nicht hilde vor eynen logener, sso gestunt om des eyner von Talwigk.
Ermisch, Freib. Stadtr.
95, 27
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Swelch man sinen koufschatz wil bezugen nach der stat recht, der muz haben sine likouflute, [...], oder lute, di iz gesehn unde gehort haben, [...], vrunt oder vremde, die im gesten wollen.
Ebd.
196, 31
:
Gesten ir also dri, so ist he volkumen an dem geschreie. Gesten ir aber nicht dri uz den sibenen, so ist di klage verlorn zu rechte.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
97, 9
(
mslow. inseldt.
,
1611
):
die śolches alleß geśtanden, vnd Zue becrefftigung dits ein Alldonnach vmb 1 florin Wein getrunken hetten.
Piirainen, Igl. Bergr.
41r, 27
(
slow. inseldt.
,
16. Jh.
):
Es mag auch kain brueder gesteen, mit nichte, noch ain vatterr sein(em) kindt.
Ermisch, a. a. O.
36, 4
;
183, 1
;
212, 3
;
Vock u. a., Urk. Nördl.
2225
.

Zu j):

Leman, Kulm. Recht
2, 3, 23
(
Thorn
1584
):
Ab eyn man beclaget wirt vmme totslag adir vmme wunden. vnd der man borget sich by syme erbe tzu gestene tzu rechte. vnd wirt abetrunnyg. das her nycht gestee. so sal man yn vor heyschen.
Behrend, Magd. Fragen
194, 32
(
omd.
,
um 1400
):
Wirt her abir geborget zcu deme rechte zcu stehende unde bye dren usgelegeten dingen nicht gestunde, man sal yn vorfesten.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
43, 5, 2
(
schles.
,
1385
):
gestandin hat Petir Jekils husfraw vnd her andres vnd han globit, das petir Jekils sal gesten in dem nesten dinge.
Leman, a. a. O.
2, 2, 88
.
k):
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
145, 9
(
schles.
,
1391
):
uff den virden tag gestund tycze von schellendorff vnd sprach, her welde keyne bose helferede nicht brengen.

Zu l):

Helm, H. v. Hesler. Apok.
12900
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz selb ammecht noch beget, | Swenne zum altare gestet | Der priester.
Schwäb. Wb.
3, 553
.
2.
›bei jm. bleiben; bei etw. (einer Aussage) verbleiben; es bei etw. bewenden lassen; bei etw. verharren‹.
Vielfach Texte der Sinnwelt ,Religion‘.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3,  4.

Belegblock:

Luther, WA
30, 3, 233, 10
(
1530
):
Wiltu das gestehen und offentlich fur gericht (wenn ich sie verklage) bekennen und bezeugen?
Helm, H. v. Hesler. Nicod.
977
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Sie sprachen, sie enwolden | an solhen worten niht gestan.
Strauch, Par. anime int.
80, 32
(
thür.
,
14. Jh.
):
alleine si [sele] in der stedikeit alle zit nicht gestein inmac, doch fon zit zu zit, alse Got in si flizin sal, so muz si ruwin.
Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 165, 27
(
obd.
,
1525
):
Wir muͤßen geston bi geistlichem recht.
Adrian, Saelden Hort
23, 51
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
da von du dich zuͦ Got habe ! | mit im din hertz geste !
Maaler
176v
(
Zürich
1561
):
Geston / Still ston [...]. An dem Geston ich / Bey dem bleyb ich.
Wackernell, Adt. Passionssp. H I,
394
(
tir.
,
v. 1496
):
Die zeit ist hie, das ich mues gen, | Ich khan nit mer pey dir gesten.
Große, Schwabensp.
47a, 28
;
Asmussen, Buch d. 7 Grade
1842
;
Anderson u. a., Flugschrr.
18, 7, 11
.
3.
›bestehen, existieren‹;
zu  5.
Älteres und mittleres Frnhd.; Texte der Sinnwelt Religin / Didaxe‘.
Phraseme:
es mag nicht gestehen, das [...]
›es kann nicht sein, daß [...]‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  5.

Belegblock:

Strauch, Par. anime int.
134, 38
(
thür.
,
14. Jh.
):
di gnade mac wol on di werc gestêin, doch flizin di werc uz der gnade.
Jahr, H. v. Mügeln
110, 628
(
omd.
, Hs.
1463
):
die andern künste sint gemacht | von dingen und uß dingen gen, | und möchten ane dink gesten | mit nichte.
Vetter, Pred. Taulers
169, 29
(
els.
,
1359
):
enweren dise [menschen] nút in der heiligen cristenheit, die cristenheit enmoͤchte ein stunde nút geston.
Schmidt, Rud. v. Biberach
97, 15
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Si
[
minne
und
begirde
]
muͥgen beide in einem grunde nuͥt gestan, want einvͥ si denne von gruͥnde vs geruͥt.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
874
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
daz mag nicht gesten, daz ain mensch als czimleich müg die sëlichait begreiffen an anweygung.
4.
›dauern, an-, fortdauern (von der Zeit, von Zuständen); anstehen (von einer Geldschuld)‹;
zu  19.
Wobd. / oobd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,
5
 1,  9.

Belegblock:

Koller, Ref. Siegmunds
58, 38
(Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
soll es nit durch die klainen und das gemein böfel zu recht kommen, so gestunde das unreht.
Bachmann, Haimonsk.
15, 21
(
halem.
,
1530
):
Es gestuond nŭt lang darnach, der hertzog Richart [...] kam mit dryssig tussend strittern.
Wyss, Luz. Ostersp.
10053
(
Luzern
1545
):
es muͦss nit gstan ein lange zyt.
Pfaff, Tristrant
2, 5
(
Augsb.
1498
):
nach ir beyder beyligen gestuͦnd es nitt lang, die fraw warde schwanger.
Auer, Stadtr. München
16, 12
(
moobd.
,
1347
):
gestet aber ez [gelt] über jar, sol er ez war machen mit siben, die mit ihm swern über moltigen munt.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 220, 7
;
Bernoulli, Basler Chron.
5, 173, 25
;
Chron. Augsb.
2, 275, 6
;
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
121, 23
.
5.
›sich zur Wehr stellen; (e. S. / jm.) standhalten; auf / in etw. beharren; vor etw. bestehen; jn. bestehen‹.
Phraseme:
jm. mit frage und antwort gestehen
›jm. Rede und Antwort gestehen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1216,
5
 1,  3, (V.) 3,  4.

Belegblock:

Ettmüller, Heinr. v. Meißen
416, 14
(
md.
, Hss.
14.
/
15. Jh.
):
hilf mir der swærung gesten | durch süeze dîner minne, | ê sî mîn lîp versêre.
Palm, Veter Buoch
37, 17
(
schles.
, Hs.
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
We mir ! wie mac ich gestan vor gotes gerichte !
Ebd.
40, 19
:
Ob ich miner mvter itewiz nicht mochte erliden, wie mac ich denne an deme ivngesten tage vor gote vnd vor alle sinen engeln [...] gestan vor schame miner sunde ?
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Kulm.
121, 58
(
Nürnb.
16. Jh.
):
die gfar gsteh ich nimmer mer.
Vetter, Pred. Taulers
86, 29
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
die Gottes gezúge sint in der worheit, die gestont wol in liebe, in leide uf Gotte.
Chron. Strassb.
1, 48, 14
(
els.
,
1362
):
do gestuͦndent die von Basel und des bischofes ritterschaft und strittent mit dem groven.
Schmidt, Rud. v. Biberach
111, 10
(
whalem.
,
1345
/
60
):
dvͥ wist vnd geleitest in mit gestandenheit, daz ist, daz er gestat in dinem willen, vntz vf daz iungst ende.
Adrian, Saelden Hort
6277
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
er tuͦt nach sines vatter art, | den getorst nieman och gestan.
Päpke, Marienl. Wernher
5596
(
halem.
,
v. 1382
):
Im mochte niement wider gan | Mit frage und antwurt gestan.
Adomatis u. a., J. Murer. Abs.
2129
(
Zürich
1565
):
das brecht ein grosse forcht by allen | Also daß keiner wurde gstan.
Stammler, Berner Weltger.
10
;
Adrian, a. a. O.
4452
.
6.
›von einem flüssigeren in einen steiferen bis festen Zustand übergehen, sich eindicken, hart, steif werden; gerinnen‹; hier als Ütr. anschließbar: ›verschlagen, stocken (von der Rede)‹;
vgl.  8.
Fachliche Texte.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. ,  5, , ,
2
.

Belegblock:

Keil, Peter v. Ulm
23
(
nobd.
,
1453
/
4
):
So nym denn roßen-wasßer, so es schir gesten wil, vnd thu daz dorein.
Maaler
176v
(
Zürich
1561
):
Geston als vnschlitt. Concrescere.
Ebd.
196v
:
Die red ist jm Gstanden / Er kan nit mer reden.
Henisch
1574
(
Augsb.
1616
):
Gestehen / gerinnen / schlickeren [...]. Milch vnd Vnschlit gerinnen / anders faißtes vnd Gallert gestehen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
477, 28
(
oobd.
,
1349
/
50
):
sô sament sich diu vaizt erd zuo ainander in der fäuhten in etleicher zeit und diu fäuht gestêt und wirt hert.
Deinhardt, Ross Artzney
303
(
oobd.
,
1598
):
Wann es
[eine Arzneimischung]
gesteet, so thue das innslet daraus.
Keil, Peter v. Ulm
193
;
Rohland, Schäden
413
;
Deinhardt, a. a. O.
131
;
293
.
7.
›jn. etw. kosten, sich auf etw. (einen Wert) belaufen (von Waren, Diensten u. ä. gesagt); jn. etw. kosten, zu stehen kommen‹;
zu  23.
Phraseme:
auf gleiches gestehen
›auf gleiche Kosten‹;
etw. gesteht jn. / jm. sel und leib / das leben
.
Bedeutungsverwandte:
1
; vgl.  17,  6,  1.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
silber, ein gürtel, die bulerei, das haupt vieh
)
etw
. (einen Betrag,
nicht viel
 )
g., etw
. (z. B.
die sache
)
jn. etw
. [einen Betrag]
g., etw
. (z. B.
dienst, ere
)
jn. weder kost noch müe g
.

Belegblock:

Luther, WA
30, 2, 605, 4
(
1530
):
weil du Gotte solchen dienst und solche grosse ehre thun kanst, und dich weder kost noch muhe gestehet.
Ebd.
32, 110, 32
:
was hat es gestanden, weil wir noch Munchen sind gewesen und haben dennoch da mit nichts ausgericht.
Ebd.
37, 517, 22
(
1534
):
so viel gestehets mich [Christum], mus so viel angst und marter tragen
(hier ütr. auf das Leiden Christi).
Lohmeyer, K. v. Nostitz
68, 9
(
preuß.
,
1578
):
gestundt nicht einen pfennig, die leute holffen gerne.
Lappenberg, Fleming. Ged.
125, 46
(
1633
):
Wie seliger sind wir, die wir ein Ding ersinnen, | das uns nicht viel gesteht, damit wir prangen können !
Chron. Nürnb.
2, 5,
Anm. 3 (
nobd.
,
1420
):
der preütt vergülter gürtel unnd gülden hefftlein gestunden 58 gülden.
Sachs
14, 280, 10
(
Nürnb.
1553
):
Was meinst wol, das sein bulerey | Gesthe, wann er helt immerzu | Ein schöne frawen oder zwu?
Maaler
176r
(
Zürich
1561
):
Die sach Gestat jn bey hundert pfunden.
Chron. Augsb.
4, 421, 20
(
schwäb.
, zu
1495
):
und gestatt mit aller zuͦgeher 610 guldin.
Ebd.
5, 301, 19
(Hs.
E. 15. Jh.
/
A. 16. Jh.
):
das silber gestuͦnd 2 hundert gulden.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
132, 14
(
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
solt es mich gesten sel und leib, gut und ere, so muͦzz die potschaft fuͤr sich gen.
Roth, E. v. Wildenberg
137, 22
(
moobd.
,
v. 1493
):
was 10 000 man gereissig zwei oder drei jar gestünden mit sold.
Turmair
5, 154, 19
(
moobd.
,
1522
/
33
):
welchs claid ist nun nützer, das mein, das mich ain schilling gestêt, oder das eur, darumb einer ain ganz väterlích erb verschwent hat?
Winter, Nöst. Weist.
3, 18, 31
(
moobd.
,
1581
):
und auf gleiches gesteen das halterhauß erbaut werden solle.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
422, 42
(
m/soobd.
,
1562
, Hs.
1735
):
soll ihne der richter [...] bestraffen umb so vill gelds alß daß haubt vich gestehet.
Kurz, Murner. Luth. Narr
4520
;
Chron. Augsb.
2, 352, 21
;
Barack, Zim. Chron.
4, 311, 33
;
Chron. baier. Städte. Landsh.
252, 20
;
Turmair
4, 848, 28
;
Winter, a. a. O.
1, 60, 28
;
Dietz, Wb. Luther
2, 106
;
Rwb
4, 578
;
Schwäb. Wb.
3, 553
.
8.
›einem anderen gegenüber etw. (z. B. einen Standpunkt, eine Meinung, ein Anrecht, eine Forderung) anerkennen, jm. etw. zu dessen Gunsten zubilligen, zugestehen, (jm.) hinsichtlich e. S. zustimmen; etw. konzedieren‹; offen zu 11.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 8,  2.
Syntagmen:
e. S
. (Gen.obj., z. B.
der atzung, des handels
)
(nicht) g., jm. e. S
. (Gen.obj., z. B.
der deutung / entschuldigung / meinung / meisterei / notwer
[als Argument]
/ ursache, des fürgebens, der gesetze
)
g., jm. nicht g., das [...]
;
jn. etw
. (z. B.
freiheit
) (doppeltes Akk.obj.)
g
.

Belegblock:

Luther, WA
10, 1, 1, 668, 10
(
1522
):
sie sprechen, es sey nit der echt vorstand, es habe eyne gloße unnd außlegung, der solle man bey niemant gewartten denn bey yhn, und yderman soll yhrer deuttung gestehen.
Kollnig, Weist. Schriesh.
100, 19
(
rhfrk.
,
1496
):
haben sy denselben costen, den sy vor die amptlut bezalen mussen, [...], vor ir atzung gehalten und gestent sunst keiner atzung.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
286, 18
(
thür.
,
1474
):
Also Ulrich Pusolt [...] sprichet, her gestehe ym syner gesetcze nicht, dye er in synen antwerten gesatczt hat, her bewise sy danne.
Küther, UB Frauensee
378, 42
(
thür.
,
1528
):
haben sie auch wollen gerechttikeyt an der Lingesmoll [...] haben wollen, aber ein probst hatt yhn nie nichts daran gestehen woll.
Ebd.
393, 35
(
1530
):
Daruber gestehet man Michel Flachen [...] seins vermogens des ersten artickels nicht.
Kohler u. a., Bamb. Halsger.
20, 7
(
Bamb.
1507
):
So aber der Tetter der tat on laugen were, aber desshalb redlich entschuldigung, [...], anzeiget, vnd im aber der ancleger soͤlicher seiner fuͤrgewanten vrsach vnd entschuldigung nit gestuͤnde: So [...].
Ebd.
169, 5
:
So einer yemant entleybt, das niemant gesehen hat, vnd wil sich einer notwerh geprauchen, der jm die cleger nit gesteen: Jn soͤlchen fellen [...].
Dietrich. Summaria
30r, 31
(
Nürnb.
1578
):
wer es nit mit sich bringt / oder vnrecht mit vmbgehet / dem gestehen sie keiner meisterey / noch herrligkeit / denn jr einiger meister ist Gott im Himel.
Fuchs, Murner. 4 Ketzer
196
(˹wohl
Straßb.
˺
1509
):
das | On erbsünd sye
[Maria]
entpfangen was. | Der meinung gstadt yetzt alle welt.
Mollwo, Rotes Buch Ulm
61, 25
(
schwäb.
,
1376
):
daz wir alle sach gemainlich handeln suͥllen und nieman sunderlichen nichtz zuͦ legen, helfen noch gestan denne daz gemainlichen zitlich und recht ist.
Chron. Augsb.
7, 306, 26
(
schwäb.
, zu
1552
):
und [wir] gesteen ime, Osterreicher, seines vermainten fürgebens und angezogner practicierung mit nichten.
Ebd.
478, 18
(zu
1559
):
dieweil aber inen meine herrn nit gestehen wolten, daß inen solche capellen zúgehörte.
Mell u. a., Steir. Taid.
116, 24
(
m/soobd.
,
1553
):
damit er kainen kain freihait an sein grünten gesten soll.
Anderson u. a., Flugschrr.
12, 5, 32
;
Opel, Spittendorf
466, 13
;
Thiele, Minner. II,
18, 3
;
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 189, 29
;
Jörg, Salat. Reformationschr.
411, 12
;
Mell u. a., Steir. Taid.
4, 31
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
4, 9
.
9.
›etw. als dazu befugte Instanz bekräftigen, bestätigen, für gültig erklären‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  7,  8,  2,  2, ,
1
 3,  4,  2,  2,  2.
Wortbildungen:
geständlich
(im Syntagma
jm. etw. geständlich sein
›jm. etw. bestätigen‹).

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 531, 16
(
rib.
,
1505
):
wanne hei asdanne sin vier jair gedient hait, [...], und sejn meister iem des gestendich is ind dat hei sich binnen der benanter zit uprechtlich ind froemlich bij iem gehalden hette.
Behrend, Magd. Fragen
36, 15
(
omd.
,
um 1400
):
was der alde rat vor deme nuwen bekennet, das sal der nuwe gesten.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
88, 15
(
thür.
,
1474
):
so danne daz letczte sterbit, daz erbeth syne gerechtikeyt uff syne nesten [...], unde gestehet ir, der rath, daz sollich statrecht unde gewonheyt by uch sy, [...so...].
Grosch u. a., a. a. O.
284, 9
.
10.
›etw. verkünden, bekanntgeben; etw. rühmen‹.

Belegblock:

Löscher, Erzgeb. Bergr.
88, 5
(
omd.
,
um 1559
):
Wen die alten gewercken zu gebuhrlicher zeit, weil der zupusbrife aufs erste freymachen gestanden, ire zupus gegeben.
Ermisch, Sächs. Bergr.
4, 24
(
osächs.
, Hs.
15. Jh.
):
Welch man richter ist czu Friberg, was vor deme getedingit wirt, das gestehit her wol unde czu rechte uf allem gebirge ymme lande.
Bartsch, Reinfrid
4352
(
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
man hôrt sîn êre gesten | wît in allen landen.
Wackernell, H. v. Montfort
16, 72
(
soobd.
, Hs. ˹
A. 15. Jh.
˺):
got hab üch in den hulden sin; | üwer lob wil ich ie gesten.
Bartsch, a. a. O.
6889
.
11.
›einem Gegenstandpunkt gegenüber etw. (ein Einzelargument) als richtig zugeben, zugestehen, etw. einräumen, konzedieren; ein Gegenargument gelten lassen‹; offen zu 12.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  3.

Belegblock:

Heidegger. Mythoscopia
54, 10
(
Zürich
1698
):
Also muß Huetius gestehen / daß die Franzosen darum in der Roman-Schreiberey die beste / weil sie mit dem Frauen⸗Volck ohngeschohene Conversation trieben.
Andreae. Ber. Nachtmal
42r, 11
([
Augsb.
]
1557
):
nicht daß die Gelerten / ain yeder sein maynung / nit Teütsch genuͦg dargethon / sonder das allerley ym͂er mitgeloffen / das am thail den andern zuͦgelegt / der ander aber nicht gestehn woͤllen / das sy nicht so leichtlich sehen noch richten künden.
Bauer, Geiler. Pred.
94, 16
(
Augsb.
1508
):
wenn ain mensch soliches überdenkt [...] / so gesteett er etwann / also das er ganntz nichts umb sich selbert waißt / und vergißt sein selbs.
Rosenthal. Bedencken
16, 39
;
22, 4
,
Heidegger. a. a. O.
20, 7
.
Vgl. ferner s. v. .
12.
›geständig sein; etw. (z. B. die Wahrheit) bekennen; (jm.) etw. (eine rechtsrelevante Tat, Handlung) gestehen, zugeben‹.
Gehäuft Rechts-, auch Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 7; vgl.  22,  13,  2,
3
,  24, .
Syntagmen:
vereinzelt absolut;
etw
. (Akk.obj.)
/ e. S
. (Gen.obj., z. B.
der warheit
)
g., (jm.) e. S
. (Gen., z. B.
der schuld / sache, des kleides
[›Diebstahl des Kleides‹],
eines kindes) (nicht) g.
;
(nicht) g., das [...]
.

Belegblock:

Köbler, Ref. Wormbs
244, 21
(
Worms
1499
):
so dan clag geschehe [...] vnd der inhaber oder besitzer des guͦts nit gestünde das soͤlich guͦt mit ewiger bürden beschwert were.
Schwartzenbach
K vv
(
Frankf.
1564
):
Laugnen. [...]. Vernainen. Widersprechen. Abredig sein. Nicht gestehen.
Ulner
70
(
Frankf.
1577
):
Bekennen. Gestehen / nicht in abreden seyn / nicht laͤugnen / nicht verneinen.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
309, 23
(
thür.
,
1474
):
der here von Gera gestehet ym auch nicht in syner antwert, daz er nach synes bruder tode ycheyn erbe enphangen habe.
Skála, Egerer Urgichtenb.
36, 3
(
nwböhm.
,
1562
):
Den Neundten articul des Struntzen geldts halben gestehet Er.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
27, 18
(
osächs.
,
1523
/
4
):
das sie derselbig Heintz Eberlen fleischlich soll erkannt haben: Dannoch gleichwol, so derselbig Heintz Eberlen ir sulchs nicht gesteet, so mag er [...] nicht uberweiset werden.
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
34
(
schles. inseldt.
,
1453
):
do vormant Clos Gedfort Matis Vberman, ap her em bekent, das her ym den fleckin het beczalit gancz vnd gar, vnd do hot Matis Vberman gestandin.
Henisch
1574
(
Augsb.
1616
):
Wenn du das gestehest / so must du es gethon haben / si hoc concedis, necesse est, illud te fecisse. Jch gestehe es / das ich allein dir so vil / als die anderen alle schuldig bin.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
195
(
Genf
1636
):
Gestehen / nicht in abrede seyn / nicht laͤugnen.
McClean, Havich
1134
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
der warhait gestuend er gar: | was ew Stephanus hat gesait, | das ist dy recht warhait.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
33, 3
(
smoobd.
,
1625
):
wann iemand, [...], in inzichten oder verdacht kaum oder wär, so hat ain pfleger [...] mit ihnen güetlich zu reden, gestehet man ihme der sachen, so hat er alsdann weiter darinen ze handlen.
Kollnig, Weist. Schriesh.
281, 33
;
Skála, a. a. O.
52, 13
;
Grosch u. a., a. a. O.
52, 31
;
309, 17
;
321, 23
;
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Ayrer. Sidea
259, 88
;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
85, 12
;
Dietz, Wb. Luther
2, 106
.
Vgl. ferner s. v. ,  1.
13.
›(jm.) etw. gestatten, zulassen; etw. durchgehen lassen‹.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl.  9,  1,  1,  7,  1.
Syntagmen:
etw.
(Akk.obj.) / e. S. (Gen.obj.)
g.
;
(jm.) g., das / zu [...]
.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
186, 4340
(
Magdeb.
1608
):
wil der winter nicht gestehen / | Das man die zweig sol bluͤhen sehen.
Loesch, Kölner Zunfturk.
1, 166, 34
(
rib.
,
1480
):
wer des niet en dede binnen den niesten vierzen dagen, der en sall man vur noch nae geinre zijt langer gestain dan van der zijt an, sij ingeschreven were, dat ampt zo ontfangen.
Leman, Kulm. Recht
2, 3, 17
(
Thorn
1584
):
Welchir denne vndir den tzweyn myt gerufte yrsten kummet vor dy vyr benke. vnd myt syner clage do yrsten begynnet. des sal ym der richter gesten. adir myt den dyngluten getzugen mag. der sal dy erste clage behalden.
Opel, Spittendorf
184, 27
(
osächs.
,
um 1480
):
Der voigt antwortte: „herr rathsmeister, vor den rath zu gehen, ist mir nicht wol zu thun, sondern wolt ir mir des gestehen, so wil ichs gerne an meine obersten bringen“. Do sprach Hans Selle: „herr voigt, ich wils euch gestehen“.
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Rebh.
84, 142
(
Zwickau
1536
):
Was? sol der los bueb uns noch richten? | das wollen wir gestehn mit nichten.
Jörg, Salat. Reformationschr.
927, 15a
(
halem.
,
1534
/
5
):
Da gaͤbends nach zwey stuck / dero sy nit hand gstan wellen. Das jr sect reformierung / [...] / erlyden moͤcht [...] – Desglich / das sy jetz zuͦ lassend / was man uß halltung der allten lieben heiligen besserlichs fürnemen koͤnde / demm wettends gestan / die doch vorhar der handlungen gar keyne hand wellen gellten lan.
Peil, a. a. O.
488, 7011
;
Dietz, Wb. Luther
2, 106
.
14.
›nach etw. trachten, streben, sein Sinnen und Trachten auf etw. richten‹; möglicherweise hier anschließbar: ›sich unterstehen, etw. wagen‹;
vgl.  26.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  8.

Belegblock:

Froning, Alsf. Passionssp.
351
(
ohess.
,
1501 ff.
):
solch groisse gut, | daruff lange gestet myn mut !
Adrian, Saelden Hort
4700
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
die sich ir [armuͦt] nit schamten, | tuͦt er nach hohen ampten | vehten und ringen | und nach der welt dingen, | [...] | suntlich und giteclich gestan.
Winter, Nöst. Weist.
1, 1020, 1
(
moobd.
,
E. 17. Jh.
):
Keiner in der herrschaft gestehe sich den neuen wein einen kauf zu machen vil weniger lesenszeit einen maisch oder most.
15.
›gehalten werden, nach einem bestimmten Recht behandelt, abgehandelt werden (z. B. von familienrechtlichen Angelegenheiten)‹.

Belegblock:

Bastian, Runtingerb.
2, 22, 28
(
oobd.
,
1392
):
wan daz jar ain end hat, so sol ez darnach czwischen ir paider gestên nach der stat reht.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
200, 44
(
smoobd.
,
1342
, Hs.
15. Jh.
):
wie es aber gesten sülle gegen dem grubmaister umb das newntail, das haben wir geschoben an unsern vicztumb.
Bastian, a. a. O.
2, 19
.
16.
›jm. zufallen (von einem Gut); jm. zuteil werden‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  1, ,  3,  1,  13,  1, (V.) 4,  1,  2.

Belegblock:

Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
280, 27
(
thür.
,
1474
):
habin sy auch syn gud also angeslayn unde daruff gesatczt, daz yn des der merer teyl zcufellet unde gestehet.
Pyritz, Minneburg
4066
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
daz die junckfraw wol getan | Im keiner rede nie wolt gestan
[›zu ihm nicht sprechen wollte‹]
| In dryen jaren sicherlich
(hier anschließbar?).
17.
›jm. gefallen, behagen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
1
(V.) 1, (V.) 4, (V.) 6.

Belegblock:

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
9471
(
rib.
,
1444
):
Kromme clauwen sij [Budelsnyde] gelijch der anderre hait, | Want sij haeket na yre, as yre dat gestait.