1
bezeugen,
V.;
zu
Zeuge
; hier aus semantischen Gründen als Homonym zu
2
bezeugen
aufgefaßt (Kluge/S.
1995, 909
).
1.
›etw., dessen Wahrheit, Richtigkeit in Frage steht, bezeugen, durch eine Aussage (meist) bestätigen oder widerlegen, etw. (Erstaunliches, Unglaubwürdiges) aussagen‹; speziell: ›vor Gericht als Zeuge (meist) oder als Angeklagter aussagen‹.
Bedeutungsverwandte:
 3,  3,  12.
Syntagmen:
etw. b., etw. mit gutem gewissen, mit einem zeugnis, mit dem richter, mit geschworenen
(›vor dem Richter, vor den Geschworenen‹)
b., etw. unter einem insiegel b., b
. + Hauptsatz,
b., das [...]
.
Wortbildungen
bezeug
(dazu bdv.:  7 ›Konfession‹; a. 1594),
bezeuger
1.

Belegblock:

Voc. inc. teut. c
vijv
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Bezeuger ptestator Testificator.
Kollnig, Weist. Schriesh.
300, 40
(
rhfrk.
,
1656
):
und darbey gesaget, er es allemahl bey seinem guten gewißen bezeugen wollt.
Schwartzenbach
E ir
(
Frankf.
1564
):
Bezeugen. Mit krefftigem grund vberzeugen. Mit offenbaren bewehrungen darthun. Beybringen / Oder / Beweysen.
Behrend, Magd. Fragen
67, 27
(
omd.
,
um 1400
):
dy sache des bekentnisz der rat undir syme ingesegil beczugit, ab das crafft unde macht habe.
Skála, Egerer Urgichtenb.
249, 6
(
nwböhm.
,
1578
):
das er nichts dan liebs Vnd guts Von Im Wisse, vnd solches ahn Aÿdts statt mundlich beZeugt haben Wolle.
Ermisch, Freib. Stadtr.
182, 27
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Allez, daz vor gerichte geschit oder geschen mac, daz bezuget man wol unde zu rechte mit dem richter.
Goldammer, Paracelsus
5, 180, 24
(
1530
):
daß ir falsch zeugnus geben habt, euer weg sei gerecht und das bezeugt mit euerm zeugnus.
Lauater. Gespaͤnste
40r, 15
(
Zürich
1578
):
daß deren vil [...] bezüget sy habind Thesei / der lang daruor zetod gefallen was / geist gesaͤhen.
Maaler
68r
(
Zürich
1561
):
Bezeügen / Besteten [...]. Mit dem eyd Bezeügen vnnd bestaͤten.
Chron. Augsb.
1, 298, 14
(
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
da bezuigt sis, das er unrecht hett und gieng auff glüenden eysen parfůß, das ir nichtz ward.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
85, 2
(
mslow. inseldt.
,
1608
):
meldet bortośch 9 florin śchulden an, die Er dem Thoman Rißl gelihen, welches auch der Pawterlh bezeugt.
Feudel, Evangelistar
102, 22
;
Ermisch, a. a. O.
107, 5
;
227, 21
;
262, 13
;
Piirainen, Stadtr. Sillein
41b, 14
;
Grothausmann, a. a. O.
17, 22
;
19, 2
;
Schöpper
97a
;
Henisch
365
.
2.
›etw. zugeben, erkennen, sich etw. eingestehen‹.

Belegblock:

Brandstetter, Wigoleis
218, 25
(
Augsb.
1493
):
als dz [geschloß] recht besichtiget. bezeüget er mit jm selbs dz er vor bey seinen tagen so eyn herrlich vnd wolerbauen geschloß nie mer gesehen het.
3.
›etw. (oft: unter Berufung auf Zeugen, auf unbestreitbare Schriftautoritäten, auf die Erfahrung) beweisen, durch persönliches Zeugnis oder Nennung von Gründen als wahr, gültig nachweisen‹.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
den friedebruch
)
b., jm. etw. b., etw. bei dem eide, mit jm
. (z. B.
mit teidingsleuten, mit dem könig David
)
/ etw
. (z. B.
mit der schrift
)
b., etw. aus etw
. (z. B.
aus der bibel
)
, mit jm
. (›vor jm.‹, z. B.
vor dem richter
)
b.; jn. b., das [...], der streit, die erfarung, wunde etw. b., der hunger b., das [...]
;
sich e. S
. (Gen.)
mit jm. b
.

Belegblock:

Luther, WA
15, 119, 15
(
1524
):
Wolan, so wird die kirche durch die bucher und nicht die bucher durch die kirche bezeuget, an genommen und bewerd.
Fischer, Brun v. Schoneb.
1883
(
md.
, Hs.
um 1400
):
der warheit volge ich algater | und bezuge daz mit konige David.
Ebd.
5068
:
daz ich dar an nicht luge, | mit der schrift ichz wol bezuge.
Strauch, Par. anime int.
91, 13
(
thür.
,
14. Jh.
):
wen duchte nu billicher, daz man neme der heligin wort mide zu bezugine Christi rede oder daz man Christi rede neme mide zu bewerne der heiligin rede?
Thür. Chron.
5v, 13
(
Mühlh.
1599
):
Wie dann Bella Punica vnnd viel mehr Streitte bezeugen.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
38, 23
(
thür.
,
1474
):
unde kan Thele, dy wetwe [...] daz bezcugen met den teydingeßluten.
Ebd.
171, 2
:
also danne Hans Hoderdey [...] spricht zcu der lemede unde daz dy wunde beynschrotig sy unde eyne lemede darvon bekomen sy, neyn, darumbe daz sy met richter unde schephin, wy recht, nicht beczuget nach beleget ist.
Ermisch, Freib. Stadtr.
35, 30
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Wil he mir des gelouben, daz ist mir lip. Wil he mirs nicht gelouben, so wil ich iz bezugen, alse recht ist.
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
23
(
schles. inseldt.
,
1452
):
ap sy das kunden beczeugen mit czween manen in dem dorffe ader in der stad.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
150
(
Nürnb.
1517
):
Das (das) fleisch der speis bedarf, bezeugt der hunger.
Päpke, Marienl. Wernher
8946
(
halem.
,
v. 1382
):
war umb schlest du mich? | Hab ich gesprochen úbel ie, | Das bezúge als wie!
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
84, 37
(
els.
,
1362
):
moͤhte Cristus sich got haben genemmet, vnd imme do von keine roche von gotte were kummen alse er bezúget mit den grossen werken die er vs gottes kraft wirkete.
Ebd.
198, 9
:
ich bin ŏch eins loͤbelichen geschlehtes also aller minre forderen gebúrt bezúget.
Welti, Stadtr. Bern
43, 33
(
halem.
,
A. 14. Jh.
):
Ist aber er deheines herren eigen vnd er daz loͮgnot, so sol inn der herre inrent dem jare mit sibenen sinen nehen lidmagen bezuͥgen, daz er sin eigen si.
Reu, Süddt. Kat.
1, 160, 19
(
Zürich
1580
):
es bezügt der geist der kindtschafft zuglych mit vnserm geist, daß wir sün Gottes seyend.
Dirr, Münchner Stadtr.
351, 7
(
moobd.
,
1340
):
ez bezewg dann der chnecht mit zwain, als vor geschriben stet, daz im also waer, als er fuͤrgeben hat.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
47, 2
(
smoobd.
,
17. Jh.
):
des bezeug er sich dann mit den gotzhausleiten.
Luther, WA
16, 214, 24
;
Anderson u. a., Flugschrr.
19, 6, 12
;
23, 10, 29
;
Kollnig, Weist. Schriesh.
131, 26
;
Ermisch, a. a. O.
62, 14
;
84, 10
;
Behrend, Magd. Fragen
41, 4
Var.;
Rwb
2, 300
.
Vgl. ferner s. v.
2
 1.
4.
›etw. als etw. einstufen; als etw. genannt, bezeichnet werden‹.

Belegblock:

Leman, Kulm. Recht
2, 3, 12
(
Thorn
1584
):
wirt eyn man durch dy backen gestochen. daz betzuget eyne kampir wunde.
Ebd.
28
:
das geclagete yn vryscher tat. das ist eyne lempde betzuget.
5.
›jn. (eines Vergehens, oft: durch Zeugen) überführen‹.
Gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
1
 5.
Syntagmen:
jn
. (z. B.
den schuldigen / unschuldigen
)
b., jn. b., das [...], jn. e. S
. (Gen.)
b., jn. in etw
. (z. B.
in unzucht
)
b., jn. mit jm
. (z. B.
mit ingesessenen bürgern, mit frommen leuten
)
b., jn. mit etw
. (z. B.
mit dem kampfe
)
b., jn. um etw
. (z. B.
um eine missetat
)
b., jn. recht / redlich b., jn. selbdritte b
.

Belegblock:

Große, Schwabensp.
103a, 18
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Sprict eyn man den anderen an vmme sine truwe vnde wil ene bereden, daz her ein vntrůwe man si, mach her in bezůgen, daz her vntrůwe si, her sal doch wizzen, mit weme oder wo.
Ebd.
191a, 31
:
ist iz [gůt] nicht da, man můz in bezůgen mit zeben mannen.
Ebd.
223a, 26
:
Swer den echtere herberged oder hůset witzzenlichen, wirt her bezůget selbe dritte, man sleit im abe de hant.
Franz u. a., Qu. hess. Ref.
4, 215, 37
(
hess.
,
1538
):
Man kan niemant bannen, er wolle dan die kirch nit horen oder seie vor der kirchen bezeugt.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
268, 16
(
thür.
,
1474
):
ap Lacher sollichin schaden vorlougken wolde, so buth yn dy frouwe durch yren formunden zcu beczugen met unbeschulden knechten.
Rennefahrt, Stadtr. Bern
4, 6
(
halem.
,
1218
):
das deheiner, der zoll geben sol, den zoll [...] boͤslich enweg treit, wirt er dez bezuͥget, er sol geben druͥ phunt.
Welti, Stadtr. Bern
49, 18
(
halem.
,
A. 14. Jh.
):
wil aber er es loͮgenon, so mag er inn bezuͥgen mit einem kamphe.
Ebd.
294, 23
(
n. 1437
):
werdent si es gichtig, oder bezuͥgett mit zwein ingesessnen burgeren, [...], sollent varen uon vnser stat.
Jörg, Salat. Reformationschr.
675, 3
(
halem.
,
1534
/
5
):
so hands die hellgen geschrifftt me dann an m orten gfelscht / des man sy bezügtt hatt.
Bächtold, N. Manuel. Zugabe H. R. Manuel
358, 2110
(
Zürich
1548
):
Söltend ir üch bezügen lan, | Es wurd ein schwerer kost druf gan.
Winter, Nöst. Weist.
1, 1013, 19
(
moobd.
,
E. 17. Jh.
):
wer seinen nechsten, [...] in hurerei und unzucht bezeuget.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
45, 14
(
smoobd.
,
1432
):
wenn denn der gefangen umb sein untat bezeugt wirdet, da sol denn nach gerichtet werden.
Franz u. a., a. a. O.
4, 220, 35
;
Ermisch, Freib. Stadtr.
45, 15
;
215, 14
;
Kohler u. a., Bamb. Halsger.
79, 5
;
Schlosser, H. v. Sachsenh.
1908
;
Piirainen, Recht Schemnitz.
1986, 283
;
Dietz, Wb. Luther
1, 770
;
Rwb
2, 300
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
38
.
6.
›sich auf etw. beziehen, auf etw. Bezug nehmen; sich auf jn. (auch: eine Instanz) als Zeugen berufen, sich auf etw. berufen‹.

Belegblock:

Köbler, Ref. Wormbs
36, 12
(
Worms
1499
):
ES soll der cleger vff des beclagten antwort [...] berrechtlich vffmerckung han ob durch den antworter etwas angenommen vnnd bekannt sy Vnnd alsdann solich veriehung vnnd bekanntnus anne͂men vnnd sich des bezügen mit lutern verstendigen worten.
Behrend, Magd. Fragen
36, 10
(
omd.
,
um 1400
):
Beczuget ouch eyn man keyner dinge an den rat.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 246, 16
(
Straßb.
1522
):
Jch bezůg mich mit euch allen, das ich den Guldin wol verdient hab.
Chron. Augsb.
7, 289, 20
(
schwäb.
, zu
1555
):
daß dem also, so bezeug ich mich auf Eur rö. kün. mt., meines allergnedigisten herrn, wissenschaft.
Rwb
2, 302
.
7.
›etw. demonstrieren, zeigen, sinnfällig vorführen, offenbaren‹; als part. Adj.
bezeugt
ansatzweise lexikalisiert, dann: ›offensichtlich‹.
Wortbildungen:
bezeugnis
3.

Belegblock:

Froning, Alsf. Passionssp.
3602
(
ohess.
,
1501ff.
):
Bezeuge uns, Jhesus, dyn gebott! | loß uns sehen, bistu ware Gott!
Thür. Chron.
22v, 7
(
Mühlh.
1599
):
Der Duͤringk Antwortet / der kuͤnfftige Morgen wird dirs bezeugen / daß ich dir Wahr sage.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
92, 13
(
Nürnb.
1548
):
Got hab die gantzen welt lieb / vnd bezeugt auch solches in dem / das er seinen Son jr schenckt.
Sachs
17, 67, 14
(
Nürnb.
1553
):
Hab heut auch lang auff euch geharrt, | Bezeuget not bringt mich daher.
Kehrein, Kath. Gesangb. 1, S. 
36, 30
(
Nürnb.
1631
):
so vollkommene freundtschafft [...], welche durch euserliche offerta vnd bezeugnuß der jnnerlichen liebe, nicht groͤsser [...] hette koͤnnen gemacht werden.
Jörg, Salat. Reformationschr.
55, 9
(
halem.
,
1534
/
5
):
bezügett mit dem wunder und mirackel / an jmme volbracht.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
4, 2
(
oobd.
,
1349
/
50
):
dâ mit bezeugt er [mensch] im selber, daz er von der erden komen sei.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. V. J. Bl. 
186
;
Reu, Süddt. Kat.
1, 384, 22
;
Reichmann, a. a. O.
156, 30
.
8.
›etw. erklären, lehren, mit Anspruch auf Autorität sagen, beteuern (von Christus, Lehrern, Schriften ausgesagt)‹; offen zu 9.
Wortbildungen:
bezeugung
2.

Belegblock:

Luther, WA
30, 3,
Rev. Nachtr. (von J.
Brenz 
) 35, 26 (
um 1530
):
Demnach hat Luther sich bezeugt: Die weyl Sie dan / ye nit wollen von den andern artickel reden, So protestir er offenlich.
Ders. Hl. Schrifft.
5. Mose 32, 46
(
Wittenb.
1545
):
Nemet zu hertzen alle wort / die ich euch heute bezeuge.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. 3. V. Bl. 
4b
(
osächs.
,
1343
):
Vile sin gewesin di die êwangêlia habin gescriben alse Lûcas der êwangêliste bezcûgit sprechinde.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
101, 1
(
els.
,
1362
):
Sprichet Remigius: Die kúnige hant bezúget daz Cristus ein gewor mensche ist.
Ruh, Bonaventura
350, 23
(
orhein.
,
um 1480
):
noch der bezúgung des heilgen appostelen Pauli sol sich nieman, der [...] ein ritter gotts wil sin, mit zitlichem, yrdeschem gewerb verwúcklen.
Andreae. Ber. Nachtmal
21r, 13
([
Augsb.
]
1557
):
Dañ Christus (bezeügen die Euangelisten) hat gesagt/ Das ist mein Leib.
Niewöhner, Teichner
585, 57
(Hs. ˹
önalem.
,
um 1433
˺):
mangen dunkt halt nit gnug, | wie sin maister hab bezuͤget, | das ers dennocht uber luͤget.
Morrall, Mandev. Reiseb.
7, 6
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
Das betúttet fryd, als die hystorie von Noe bezúget.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
13, 4
(
noobd.
,
1347
/
50
):
Daz auch der himel sinbel sei, daz bezeugt maister Alfraganus.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
24, 10
;
Hübner, Buch Daniel
2145
;
Chron. Köln
2, 3v, 46
;
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 672, 28
;
Froning, Alsf. Passionssp.
4922
;
Feudel, Evangelistar
6, 32
;
Opitz. Poeterey
8, 12
;
Gerhardt, Meister v. Prag
72, 4
;
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
60
;
Goldammer, Paracelsus
2, 131, 28
;
Brévart, a. a. O.
3, 30
;
Buijssen, Dur. Rat.
7, 25
;
Dietz, Wb. Luther
1, 300
.
Vgl. ferner s. v. .
9.
›etw. feierlich, mit dem Anspruch auf Aufmerksamkeit und Beachtung erklären, verkünden‹.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 6, , .
Syntagmen:
etw
. (z. B.
die keuschheit / verwandtnis, das wort
)
b
.;
(jm.) b., das [...], b
. + AcI / Hauptsatz;
sich e. S
. (z. B.
der wiederrechten
)
b., (sich) mit / bei / vor got b., das [...]
;
sich öffentlich b., etw. hoch / teuer / unwiederruflich b
.
Wortbildungen:
bezeugnis
4.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
23229
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Ich Johannes bezuge gar | Di prophecie wesen war.
Köbler, Ref. Wormbs
33, 15
(
Worms
1499
):
Es wer dann das der antworter sich des widerrechten vor beuestigung des kriegs offenlich bezügt vnd protestirt hette.
Reu, Süddt. Kat.
1, 255, 22
(
Heidelberg
1563
):
das nach dem befelch Christi allen vnd jeden glaubigen verkündigt vnd offentlich bezeuget wird, daß [...].
Feudel, Evangelistar
66, 20
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
do wart her betrubit an dem geiste unde beczugete unde sprach: ,ich sage uch vor war: eyner undir uch vorretet mich.‘
Gille u. a., M. Beheim
21, 77
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wann ich mit rechter warhait das peczeuge, | das der selb unschuldig peleibet gar.
Gerhardt, Meister v. Prag
10, 2
(Hs. ˹
nobd.
,
1477
˺):
Iohannes bewert die betzeugtnus Ihesu Cristo Er schrey und sprach: [...].
Bernoulli, Basler Chron.
6, 72, 9
(
alem.
,
1522
/
45
):
so woͤlten sy sich mit gott bezügt han, das es ir will nit were.
Köbler, Stattr. Fryburg
54, 17
(
Basel
1520
):
ob einer glichwol sich bezüget des er mit siner antwůrt nit woͤlt den krieg beuestnet haben / das sol jn [...] nit nutzen.
Maaler
68r
(
Zürich
1561
):
Das Bezeüg ich bey Gott / das ich an disem zweytracht nit schuld trag.
Turmair
5, 390, 21
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Die wolten von irer herrn wegen von diser wal nichts halten, bezeugten darwider und kamen kaum mit dem leben davon.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
10, 19
(
tir.
,
1464
):
Das peczuig ich mit got, das ich den tag mit samt der nacht han verzert.
A. à S. Clara. Deo Gratias
24, 16
(
Wien
1680
):
wir Wienner [...] bestaͤttigen es schrifftlich und muͤndlich / bezeugen es unwiederrufflich / daß uns aus allen Kraͤutern / Wurzeln / kein bessers Mittel fuͤr die Pest seye gewest.
Köbler, a. a. O.
115, 24
;
Ralegh. America
15, 37
;
Neumann, Rothe. Keuschh.
4606
;
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Lk.
11, 48
;
Reichmann, Dietrich. Schrr.
281, 32
;
Vetter, Pred. Taulers
115, 6
;
Lauater. Gespaͤnste
12v, 30
;
Chron. Augsb.
9, 70, 6
;
154, 18
;
Bauer, a. a. O.
58, 7
;
Moscouia
D 1r, 32
;
Voc. Teut.-Lat.
d vijv
;
Hulsius
V ivr
;
Dietz, Wb. Luther
1, 300
.
Vgl. ferner s. v.  8.
10.
›e. S. nachgehen, sich mit etw. befassen‹.

Belegblock:

Primisser, Suchenwirt
18, 27
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Jch chenn nicht wild noch hıͤrzen vert, | Der chunst ich nie betzewͮget.