ankommen,
V., unr. abl.
1.
›(an einer bestimmten Stelle) ankommen, wohin kommen, (einen Ort) erreichen, (an einem Ort) eintreffen‹.
Bedeutungsverwandte:
(V., unr. abl.) 2; vgl.  1,  1.

Belegblock:

Ralegh. America
15, 1
(
Frankf.
1599
):
Wie nu Berrheo in die Statt deß Koͤnigs Carapana war ankommen / blieb er mit seinem Volck [...] sechs Wochen still ligen.
Luther. Hl. Schrifft. Apg.
27, 3
(
Wittenb.
1545
):
kamen des andern tages an zu Sidon.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 122, 1
(
Nürnb.
1631
):
BEy Mitternacht kompt her ein Gschrey, | Das allbereit ankommen sey, | JEsus ein schoͤner Braͤutigam.
Eschenloher. Medicus
88, 22
(
Augsb.
1678
):
er wunderbarlicher Weiß / [...] auff das Land vnd gewuͤnschte Port ankommen.
Maaler
22v
;
Ulner
151
;
Bad. Wb.
1, 55
.
2.
›auf jn. treffen, jn. antreffen, auf jn. stoßen, jm. begegnen; etw. finden, auf etw. stoßen‹; offen zu 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
1
 2,  1.

Belegblock:

Große, Schwabensp.
76a
, 24 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Swa eyn man sin duͦplich oder sin gerouͦbet guͦt an Cuͦmt.
Leman, Kulm. Recht
3, 132
(
Thorn
1584
):
Kummet eyn werltlich vurste [...] eyn pfert an adir andir gut. das ym abe gestolen adir abe geroubit ist.
Ebd.
5, 40
:
ist das man yn ankummet der dy notnumft getan hat. man sal yn vahen ane gerichte.
Rueff, Rhein. Ostersp.
1578
(
rhfrk.
,
M. 15. Jh.
):
almechtiger got, wo ist er? | mochten wir ene [Cristus] an kommen, | iß brecht uns allen guden frommen.
Kurz, Waldis. Esopus
2, 31, 170
(
Frankf.
1557
):
Thet sichs on all gefahr zutragen, | Das die Spinn vnd die Podagran | Kamen einander wider an.
Thiele, Chron. Stolle
418, 7
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
wo man die echtere an queme, die solden sie griffe.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
20, 144, 26
(
schles.
,
1504
):
sal Jan Bess das ertzt nehmen und gebrauchen zu dem hammer, wo er das finden ankomen und gehaben mag.
Sachs
16, 386, 18
(
Nürnb.
1563
):
sammlet der weise monn | Bücher auß aller nation | Mit grossem unkost, wo er die | Ankommen mocht, so kaufft er sie.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
1, 165, 16
(
halem.
,
1508
/
16
):
Diser zit viengend etlich edellút an, die statt Zúrich zuͦ bekriegen, und wo sie die Zúricher ankamend, viengend sie die und beschatztend sie umb gross guͦt.
Leidinger, V. Arnpeck
662, 17
(
moobd.
,
v. 1495
):
sy staln auch, was sy ankamen in den herbergen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
233, 25
(
m/soobd.
,
16. Jh.
):
Die gottslästerer und gottswerer, wo man die ankomb und betridt.
Welti, Pilgerf. v. Walth.
21, 27
;
62, 29
;
Pfeiffer, Frk.-bay. Landfr.
320, 22
;
Vetter, Pred. Taulers
167, 31
;
V. Anshelm. Berner Chron.
4, 469, 9
;
Unger, Richtes Stig
63, 18
;
Mell u. a., Steir. Taid.
114, 44
;
Winter, Nöst. Weist.
1, 579, 45
;
4, 191, 33
;
Preuss. Wb. (Z) 1, 161/62;
Vorarlb. Wb.
1, 95
.
3.
›jn. ergreifen, e. P./e. S. habhaft werden, etw. auftreiben, an etw. herankommen, etw. bekommen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4.
Syntagmen:
jn.
(z. B.
den bischof / pfaffen / christen / feind, das weib / kind / volk, die leute
)
a., etw.
(z. B.
das gut / dorf, die stat / monstranz, den ziegel / wein
)
a.

Belegblock:

Chron. Köln
2, 355, 16
(
Köln
1499
):
umb dat die keiser die cristen vervolgeden [...], die si konden ankomen.
Ebd.
375, 18
:
he verwueste ind zerbrach allit wat he anquam.
V. Anshelm. Berner Chron.
4, 385, 24
(
halem.
,
n. 1529
):
mocht man nit so vil [ziegel] ankommen, den dass man muͦst zwifache dach teilen, etliche gar entdecken.
Chron. Augsb.
2, 92, 21
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
was sie monstrantzen ankamen die namen sie und schutten gots leichnam darauß.
Barack, Zim. Chron.
1, 403, 27
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Da brannt [...] und raubt er alles, das er ankommen und mit im davon bringen mögte.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
237, 36
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
wo sy ire veind [...] im velld oder annderswo ankemen, sollt man kain gefangen nemen, sunder alspallt zutod schlaben.
Roth, E. v. Wildenberg
71, 6
(
moobd.
,
v. 1493
):
die wuesten heiden [...] ermorten die bischof und pfaffen, wo sie die ankuͦmen.
Turmair
4, 182, 33
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Jepte sein volk zam und sigt mit der hilf gots den feinden ob, zoch in ir land, zerprach zwainzig stet, verderbt land und leut, erschluegs alles, was er ankam.
Chron. Nürnb.
1, 40, 2
;
Chron. Augsb.
2, 2, 7
;
190, 1
;
226, 19
;
290, 15
;
7, 95, 6
;
Barack, a. a. O.
3, 616, 9
;
Roder, Hugs Vill. Chron.
65, 30
;
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
226, 10
;
Chron. baier. Städte. Regensb.
45, 12
;
Kummer, Erlauer Sp.
2, 266
;
Grossmann, a. a. O.
76, 33
;
Turmair
4, 1078, 20
;
Schwäb. Wb.
1, 227
.
4.
›jn. militärisch angreifen, anfallen, jn. überfallen, jn. tätlich angreifen‹.
Bedeutungsverwandte:
 8; vgl.  7,  1014,
1
 3.

Belegblock:

Fischer, Brun v. Schoneb.
436
(
md.
, Hs.
um 1400
):
schreib ein meister sundir list: | schone ankomen ist halb gevuchten.
Ebd.
8294
:
do quamen mich di hutere an | und wunten mich vil sere | mit irem grozen here.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
676, 17
(
thür.
,
1421
):
do qwam der grave von Swarzburgk des lantgraven man an.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 284, 3
(
Straßb.
1522
):
Es sein mein Diener und Reiter zwen Kauffman ankumen.
Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 12, 28
(
orhein.
1520
):
wann ein wolf ein geiß ankümbt, so brucht er solichen list.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
3963
;
Fischer, a. a. O.
572
;
v. Liliencron, a. a. O.
683, 18
;
Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
104r
;
Bolte, a. a. O.
1, 250, 11
;
Chron. Augsb.
9, 184, 8
;
Turmair
4, 951, 10
;
Schwäb. Wb.
1, 227
.
5.
›jn. anfahren, tadeln, schelten, jm. feindselig begegnen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  6, ,  7, .

Belegblock:

Vetter, Pred. Taulers
405, 15
(
els.
,
14. Jh.
):
Also man dich mit bitterkeit ankummet.
Chron. Augsb.
4, 342, 22
(
schwäb.
,
v. 1536
):
[Der Ehem] hat darauff den mesmer hefftig mit grosen scheltworten ankomen und hat in wellen schlagen.
Turmair
5, 139, 22
(
moobd.
,
1522
/
33
):
kaiser Karl [...] schalts, kams häftiglich mit worten an, schuefs aus dem veld.
Chron. Augsb.
4, 332, 8
Var.;
357, 3
;
Schwäb. Wb.
1, 227
.
6.
›jn. zur Verantwortung ziehen, zur Rechenschaft zwingen‹; auch: ›jn. gerichtlich verwarnen‹ (dazu bdv.:
mit worten strafen
).
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  6.

Belegblock:

Chron. Augsb.
4, 206, 1
Var. (
schwäb.
,
1528
):
so aber kaiser Carels edict [...] dise ketzer nent, well es im in kain weg gezimen, anderst zuͦ reden [...], so doch nit er, sunder der gesatzgeber umb die lugin ankomen sol werden und widersprochen.
Ebd.
399, 19
(
v. 1536
):
da ist er von ainem rat darum ankomen durch den statvogt, und hab ir gepott geprochen, daß nemants sol predigen dan ire predicanten.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
322, 2
(
smoobd.
, o. J.):
wo in dann sein gelter anchumbt vor dem widem, da mag er in wol gepfenten.
Rwb
1, 668
.
7.
mit recht angekommen sein
›mit der Führung einer Rechtssache beauftragt sein‹.

Belegblock:

Behrend, Magd. Fragen
83, 23
(
omd.
,
um 1400
):
do her [vorspreche] mit rechte ankomen was unde do her vor gelt genomen hat.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
325, 35
(
thür.
,
1474
):
hat zcwene noidscheyderere zcu deme richter gesant, die nicht met rechte ankomen sint, sundern in bescheydenheit geredet unde den richter gebethen.
8.
›jn. dringlich bitten, auf jn. eindringen, einwirken‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  5,  2,  4,
1
 8,  3.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
8499
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
[er] quam dî brûdre an | mit dêmûteclîchir vlê, | daz sî gerûchtin.
Bihlmeyer, Seuse
66, 18
(
alem.
,
14. Jh.
):
do man es [kind] vast an kom, daz es verjehi und den boͤswiht zogti, do sprach es.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
169, 12
(
halem.
,
1432
):
unser herren ... red, ankomen und redliche underwisung haben wir ... all eigenlich vermerkget.
Ebd.
185, 31
(
1445
):
so kemen si dann die lút so ernstlich an, dz si das soͤlten tuͦn von frúntschafft.
Bihlmeyer, a. a. O.
514, 12
;
Graf-Fuchs, a. a. O.
177, 8
;
Schmid, R. Cysat
6, 5
;
Preuss. Wb. (Z) 1, 161/62;
Schweiz. Id.
3, 273
.
9.
›anfangen, beginnen‹ (von Vorgängen, die sich in der Zeit vollziehen, in Einzelfällen auch von Handlungen gesagt).
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  3.

Belegblock:

Thiele, Chron. Stolle
488, 9
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
im ankomen unsers regements.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
1, 243, 9
(
halem.
,
1508
/
16
):
zog das rossvolk und die roͤschen knecht vor dannen, viengend an zuͦ stúrmen und schussend fúr darin. Also kam es [Hutwÿl] an zuͦ brennen.
Maaler
22v
(
Zürich
1561
):
Man ist Ankommen zereden vom Philippo.
10.
›Erfolg haben, emporkommen; gut gedeihen; jm. wohl bekommen‹.

Belegblock:

Lohmeyer, K. v. Nostitz
40, 11
(
preuß.
,
1578
):
wen die konfftigen new angelegten dorffer ankommen werden im Ortelspurgischen.
Buch Weinsb.
3, 14, 26
(
rib.
,
1578
):
Ist nit das gesclecht der Geilen durch sclechte kremerei ankomen?
Ebd.
4, 226, 33
(
1595
):
Der keufer aber, Matthis Duisterloe, im bergschen lande geborn, ein ankoment man.
Chron. Augsb.
2, 126, 2
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
daß die [...] schueler nach prot sungen und giengen, da lief ich mit in und kam an.
Maaler
22v
(
Zürich
1561
):
Ankommen / In achtung kommen. Er ist bey den fürsten wol Ankommen.
Schweiz. Id.
3, 274
.
11.
›jn. überkommen, befallen, jm. zustoßen, jn. ergreifen (meist von Negativem wie z. B. Krankheiten gesagt)‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  5,  2,  4,  15,
1
 3,  9,  2,  7,  7,  7.
Syntagmen:
jn.
(Akk.)
der gebrechen / gebreste / graus / schlaf / schlag / tod / schrecke / schweis / lust a., jn. das fieber / leid / stechen a., jm. die beulen / die furcht / krankheit / sucht
(viele Einzelkrankheiten)
a.

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
114, 6
(
Frankf.
1535
):
Cerussa ist die bluͦm des bleis / kalt vnnd trucken im ij. grad / welche den machen / die kompt dick der schlag ane.
Chron. Strassb.
1, 120, 27
(
els.
,
1362
):
wen die bülen ankoment, die do sterben soltent, die sturben an dem vierden tage.
Lauater. Gespaͤnste
14r
, 26 (
Zürich
1578
):
die so Lycanthropia die gattũg der toub sucht ankumpt.
Chron. Augsb.
5, 31, 30
(
schwäb.
,
1523
/
7
):
Was den hertzogen ankam, das waist man nicht, dan er erstach den Hans von Hutten.
Sappler, H. Kaufringer
25, 83
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
das sie kumpt der geprech auch an.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
157, 19
(
schwäb.
,
v. 1542
):
kranckheyt, die hieß man den englischen schways. Wan es ains ankam, so leget maß nider, deckets fast wol zu.
Turmair
4, 49, 28
(
moobd.
,
1522
/
33
):
wie si dan der tobent unsinnig lust und wüetend begir ankam.
McClean, Havich
1535
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
so sy an chom das laid, | so zerrais sy ïre chlaid.
˹In Flüchen: Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 369, 12
(
Hagenau
1534
):
Daß dich eyn boͤse jar ankomme.
Ebd.
373, 2
:
Daß dich die Pestilentz ankom.
Ebd.
374, 2
:
Daß dich die Frantzosen ankommen.
Ebd.
384, 15
:
Daß dich Sant Veits tantz ankomme.
Ebd.
385, 22
:
Daß dich Sant Anthoni ankomme.
Ebd.
386, 2
:
Daß dich Sant Velten ankomme oder schend.
Ebd.
402, 6
:
Daß dich die vier bottschafft ankommen.
˺
J.W. von Cube. Hortus
76, 29
;
101, 21
;
Lehmann, Rezeptb. A
3839
;
Kurz, Waldis. Esopus
2, 45, 4
;
4, 74, 90
;
Mayer, Folz. Meisterl.
6, 63
;
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 201, 21
;
3, 132, 8
;
Thiele, Minner. II,
16, 226
;
Vetter, Pred. Taulers
23, 29
;
Chron. Strassb.
2, 773, 22
;
Päpke, Marienl. Wernher
232
;
Chron. Augsb.
4, 183, 1
;
248, 6
;
466, 18
;
5, 18, 35
;
7, 242, 1
;
Jaksche, Gundacker
84
;
Kummer, Erlauer Sp. V,
307
;
Turmair
4, 1146, 24
;
Dietz, Wb. Luther
88
/89;
Preuss. Wb. (Z) 1, 161/62.
12.
an 11 anzuschließen sind folgende Phraseme:
jn. sauer a.
›jm. Mühe bereiten, schwer treffen‹;
jn. hart a.
›etw. als hart empfinden‹;
jn. teuer a.
›jn. teuer zu stehen kommen‹;
schwerlich mit zalung a.
›teuer zu stehen kommen‹;
rede komt jm. hart an
›j. tut sich schwer im Sprechen‹. Sprichwort:
anfang komt hart an
›aller Anfang ist schwer‹.

Belegblock:

Luther, WA
32, 221, 21
(
1530
):
die Waffen des Liechts komen den Menschen sawer an.
Ebd.
48, 49, 15
(o. J.):
Kurtz ists gesagt, Es kompt aber sawr an.
Bauer, Imitatio Haller
68, 2
(
tir.
,
1466
):
wenn du ain wenig solt leiden durch Kchristum willen, das kchümet dich gar hart an, vnd wie uil du leiden solt durch der vnuczen weltleichen eren willen, das ist dir alles ring.
Banz, Christus u. d. minn. Seele
593
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Du bist mich wol so túr kumen an, | Das ich dich nit gern varen lan.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
151, 11
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
wie swarlich und mit grosser mue und zalung (dieser frid) all, die in dem lanndt Kernndten wonunt sind, ankhomen was.
Chron. Augsb.
9, 323, 23
(
schwäb.
,
1536
):
ain frommer mann, schlecht und grecht, dem sein red gar hart ankam.
Turmair
1, 458, 17
(
Augsb.
1517
):
vulgus dicit: omne principium grave ‚anfang kumpt hart an, pald ainer nur dran kumpt, hat halben weg gewunnen‘.
13.
›jm. zufallen, zuteil werden‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3.

Belegblock:

Behrend, Magd. Fragen
95, 8
(
omd.
,
um 1400
):
ir keyns mag syn teil gutes, das ym von erbe an komen ist, vorgebin ader vorkouffen.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
47, 5
(
thür.
,
1474
):
legende gründe, dy ir von ettisweme ankomen, angestorbin addir geerbit weren.
Ebd.
325, 2
:
huß unde hoff, da daz (des) alden Peter Jungen gewest ist unde sye umbe eynundedrißig schogk ankomen ist.
Mon. Boica, NF.
2, 1, 125, 16
(
nobd.
,
1464
):
das [gutlein] ist die herrschaft onkomen von herren des closters zwͤ Langenzenne.
Rieder, St. Georg. Pred.
33, 39
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
inen beschiht als den armen lúten die ain grosser herre etwenn gruͤtzet und si der gruͦss unverwaͤnt an kumet.
Karnein, de amore dt.
86, 2
(
moobd.
,
v. 1440
):
was leichtigklich an kumbtt, das wirt leichtiklich verzert.
Grosch u. a., a. a. O.
84, 37
;
Turmair
4, 93, 19
;
Preuss. Wb. (Z) 1, 161/62;
Schweiz. Id.
3, 274
;
Rwb
1, 668
.
14.
›jm. zu Ohren kommen, jm. zugetragen, bekannt werden‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3,  10.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
1, 61, 2
(
nobd.
,
v. 1407
):
daz man in nach seim swoger hiezz den Stromeir, alz uns der namen her an kumen ist.
Chron. Augsb.
2, 375, 7
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
darumb uns vil wortt ankomen und uns ouch gar ser beswäret.
Gierach, Märterb.
15821
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
daz cham do den richter ann.
Chron. Augsb.
4, 98,
Anm. 2;
Preuss. Wb. (Z) 1, 161/62.