stallung,
die
.
1.
›Stall, Stallung, Gebäude, in dem das Vieh (oft: Pferde) untergebracht wird‹; als Metonymie: ›das Einstellen, die Unterbringung (von Pferden)‹; auch: ›Verschlag, Empore o. ä.‹;
zu
1
 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  2; teils im Orientierungsfeld mit anderen Hofbebauungen oder Hofflächen wie  1,  2, ,  5,
1
 1, , teils mit zugehöriger Ausrüstung wie  1, , (
das
1.
Syntagmen:
s. bestellen, eine s. machen / (aus)geben / haben, in gebau halten
;
die herberge mit s. zurichten
,
feuer in der s. auskommen
.
Wortbildungen:
stallungshofstat
(a. 1398).

Belegblock:

Hilliger, Urb. St. Pantaleon
308, 47
(
rib.
,
1443
):
drei morgen weingartz mit dem weinhuise, kelterhuise, stallongen ind vort mit anderen seinen gehuichten, mit hove ind garden.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
501
(
Genf
1636
):
Stallung / das stellen oder einziehen der Pferde in denn stall.
Chron. Augsb.
2, 57, 6
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
es waren all herwerg voll [...] und all korherrnheuser, da man stallung hett, die waren alle voll.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
169, 26
(
schwäb.
,
v. 1542
):
Eß wart auf 1200 pferd hye stallung bestelt.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 2, 2929, 11
(
moobd.
,
1448
):
dass man die herberg mit petten, stallung und andern notdurfften zurichte.
Hilliger, a. a. O.
433, 32
;
Küther, UB Frauensee
271, 18
;
Chron. Nürnb.
5, 576, 6
;
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz.
19, 9
;
Chron. Augsb.
2, 57, 7
;
Dirr, Münchner Stadtr.
478, 12
;
Hauber, UB Heiligkr.
1, 666, 6
;
UB ob der Enns
9, 165, 16
;
529, 28
;
Schwäb. Wb.
5, 1623
;
Golius
327
.
Vgl. ferner s. v. (V.) 8,  14,  5,  7.
2.
›Friedensvertrag, Abkommen, Übereinkunft, Waffenstillstand‹;
vgl.
1
 2.
Berichtende Texte (Chroniken), Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
 4, , ; vgl.  34,  4, ,  3,  10,  7, ,  3, (subst.; s. v.  7), ,  5.
Gegensätze:
1
.
Syntagmen:
eine s. bereden / gewinnen / machen / (auf sich) nemen, auf
[eine Zeit]
haben
;
die s
. (Subj.)
einen manot stäte bleiben
;
in s. kommen
;
die s. zwischen herren und stätten, die s. zwischen
[Datum a]
und
[Datum b];
die getreue s
.
Wortbildungen:
stallungsbruch
(a. 1459 ff.).

Belegblock:

Chron. Mainz
1, 224, 3
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
da nu unsers herren gnade von Mentz mit dem rade in stallunge kommen was.
Chron. Nürnb.
2, 162, 3
(
nobd.
,
1449
/
50
):
darinne er in volle macht geben hett, den krieg ab ze legen oder ein stallung daran zu machen.
Rennefahrt, Stadtr. Bern
450, 4
(
halem.
,
1410
):
als ein fride und stallung beredt und gemacht ist zwuͥschent ... dem grafen von Safoy [...], und ... uͥnsern gnedigen herren.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 2, 2003, 15
(
moobd.
,
1414
):
Stallung gen Merhern zwischen hinnen und sand Jorgen tag schirist und von dannen uber ain ganz jar.
Chron. Nürnb.
1, 287, 26
;
Rennefahrt, a. a. O.
360, 19
;
Gagliardi, Dok. Waldmann
1, 12, 28
;
Chron. Augsb.
2, 347, 20
;
UB Zug
99, 17
;
Turmair
5, 583, 25
;
Schwäb. Wb.
5, 1623
;
Schweiz. Id.
5, 370
.