herberge,
herwerg,
herbrig,
die
,
vereinzelt
der
.
1.
›Unterkunft eines Heeres; Heerlager, Feldlager‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  6, , (
das
4,  2, (s. v.  13).

Belegblock:

Thiele, Chron. Stolle
208, 8
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
do gebruderte her sich mit margrafen balthasar, lantgrafen frederichs zu doringen bruder; dy czogen vor den herberg uff dy selben geselschafft.
Gille u. a., M. Beheim
453, 2987
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Der Kasiaker gieng wider in | sein herberg zw der suppen hin.
Vgl. ferner s. v.  2
2.
›zeitweilige Unterkunft (von Fremden unterschiedlichster sozialer Herkunft), Beherbergung; Übernachtung(smöglichkeit), Nachtlager, Quartier; Aufenthalt‹; Verallgemeinerung zu 1.
Bedeutungsverwandte:
(
das
1, ; vgl.  3,  2,  3,  1,  3,  2.
Syntagmen:
j.
(Subj.)
h. empfangen, haben, suchen, h. in etw.
(z. B.
einem haus, einer taferne
)
/ auf etw. / bei etw. nemen,
[wo]
h. finden, jm. h. geben / tun / versagen
;
der h. fro werden
;
bei jm. zur h. einkeren / einziehen / sein, in js. haus zur h. liegen,
[zu einem Ort]
zu h. kommen, jn. um h. ansprechen / bitten, j.
(Subj.)
nach h. schreien, jm. mit h. seine notdurft um sein geld mitteilen, mit h. da wonen
.
Wortbildungen:
herbergfänlein
›Quartiermacher (einer Heeresabteilung) bei Kriegszügen‹,
herbergzettel
wohl: ›Dokument über die Beherbergung einer Person‹ (Hs. 18. Jh.).

Belegblock:

Chron. Köln
1, 67, 16
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Jn eins vischers huys dat sy quamen | alda sy herberge in namen | ind aissen den auent burn ind broit.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
171, 7
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Die Franczosen namen ein herberge vff ein myle by Hatwill.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 124, 27
(
hess.
,
1580
):
Zum vierten erfordert auch die notturfft, under unß einen vatter zu erwehlen, bey dem die gesellen zur herberg einziehen und sonst andere meister unbeschwert lassen sollen.
Müller, Faustb.
934, 27
(
Frankf.
1587
):
Der Kauffer wuste noch wol wo sein verkauffer zur Herberg lage.
Skála, Egerer Urgichtenb.
91, 12
(
nwböhm.
,
1572
):
hab ein Zween Pauern In der Scheun Vmb herberg AhngesProchen.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
391, 1
(
nobd.
,
n. 1525
):
als der amptman dazumal in Benedik Malschen, des wirts, haws zu herberg gelegen.
Gille u. a., M. Beheim
111, 375
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
da Joseph mit Maria | spet kam und vand nit herberg da, | penaht er in der hüten.
Engel, Rats-Chron. Würzb.
143, 5
(
nobd.
, Hs.
M. 17. Jh.
):
am freytag post Dionisii im 1490. jahr reyt hie zu Würtzpurg ein der ehrwürdig herr herr Heinrich von Drakaw, [...] und lag zur herberg uf Unser Frawen berg.
Sachs
14, 101, 10
(
Nürnb.
1550
):
Du frembdes weyb, da tridt herbey! | Weil du also nach herbrig schreist, | [...] | So wöl wir dich herbring die nacht.
Thiele, Minner. II,
15, 34
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
ein schúr, was öd und dartzuͦ alt, | und was da weder hoͤw noch strö. | ydoch ward ich der herberg fröw.
Geier, Stadtr. Überl.
227, 16
(
nalem.
,
A. 16. Jh.
):
Du solt auch kainem armen mintschen in gedachtem Seelhaws mer dann ain nacht herberg geben.
Rieder, St. Georg. Pred.
24, 37
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
sant Augustinus sprichet: ,owe sele, wie ist es so rehte schamlich das du dem herberg versagest der nieman sins hertzen herberg verseit; won swer klophet, den lat er in‘.
Ukena, Luz. Sp.
1054
(
halem.
,
1575
):
Min schwöster Martha ist dir ouch angnäm gsin | By der du offt zherbrig kartest yn.
Rennefahrt, Zivilr. Bern
310, 8
(
halem.
,
1612
):
die [husierer], welche [...] ihre wahre feyl piettend und den lüten ynschwätzend, kein blybenden sitz noch burgrecht habend, und ihre herbergen nit in offnen tavernen, sonders sonderbaren hüseren nemmend.
Ders., Staat/Kirche Bern
448, 28
(
halem.
,
1659
):
Wir woͤllend hiemit auch [...] verbotten haben, daß niemand [...] weder heimischen, noch froͤmden taͤuffern, sie seyen ihnen verwandt oder nicht, weder herberg noch underschlauff geben oder gestatten solle.
Müller, Nördl. Stadtr.
29, 31
(
schwäb.
,
1348
/
50
):
Man sol auch den vorgeschriben zwai panieren ain herberg fenlin han.
Morrall, Mandev. Reiseb.
23, 4
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
Man vindet aber dennocht all tag herberg uff dem weg.
Sappler, H. Kaufringer
1, 49
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
wölt ir durch got guot herberg han, | so süllt ir hie bei mir bestan. | ich will ew schaffen sänftlich ruo | die nacht bis an den morgen fruo.
Chron. Augsb.
2, 150, 6
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
auf die zeit im 32. jar kam künig Sigmund her zu dem andern mal und was zu hörberg in Peter Egens haus am weinmarkt.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
39, 11
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
der hertzog [Karl von Burgundi] was vor der statt Trier in ainem kloster ze herberg.
Piirainen, Stadtr. Sillein
44r, 14
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Von den dy do vnrecht leuͤte herberge geben.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
351, 2850
;
Hilliger, Urb. St. Pantaleon
419, 23
;
Kollnig, Weist. Schriesh.
196, 20
;
Karnein, Salm. u. Morolf
383, 2
;
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
3, 207, 35
;
Sermon Thauleri
5ra, 7
;
Chron. Nürnb.
4, 228,
A. 3;
Bell, G. Hager
568, 1, 6
;
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz.
28, 27
;
Bachmann u. a., Volksb.
7, 15
;
Wickram
4, 30, 10
;
Rennefahrt, Recht Laupen
148, 13
;
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
420, 42
;
Rennefahrt, Statut. Saanen
227, 13
;
Wyss, Luz. Ostersp.
9327
;
Chron. Augsb.
5, 65, 23
;
Eschenloher. Medicus
64, 4
;
Grossmann, a. a. O.
119, 20
;
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
91, 2
;
Weber, Füetrer. Poyt.
75, 4
;
Siegel u. a., Salzb. Taid.
185, 5
;
Mollay, Ofner Stadtr.
172, 3
;
Schöpper
38b
.
Vgl. ferner s. v. ,  3.
3.
›gegen Bezahlung Unterkunft gewährendes Wirtshaus, Gasthaus; Herberge‹; seltener mit der Konnotation: ›einfache Unterkunft für mittellose Fremde‹; anschließbar an 2.
Phraseme:
jn. aus der herberge lösen
›für jn. die Rechnung für die Übernachtung im Gasthaus bezahlen‹.
Syntagmen:
die h. aufbuchen
;
die h.
(Subj.)
teuer sein
;
in der h. sein, etw. in der h. lassen / verzeren, feil haben, j. in der h. von jm. verboten / versprochen werden, etw. in die h. geben, j. in eine h. verschaft werden, an die h. kommen, jm. an die h. wein schenken, in die h. gehen / kommen, jn. in die h. weisen, (mit jm.) zu h. liegen
;
die elende / hübsche / offene h.
;
die h. eines wirtes
.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
378, 7
(
preuß.
,
1396
):
12 m. herczog Semaschken us der herberge czu losen.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 294, 25
(
preuß.
,
1416
):
kompt ymant gewopend gerethen in die stete an den grenitzen, der sal seynen harnisch in der herberge losen.
Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 187, 27
(
md.
,
1471
):
den wirtten disze geboth in alle herbrige dor dy kaufflute und furlute in legen verzceichent geben.
Struck, Joh. Pfannstiel
164, 59
(
mosfrk.
,
1545
):
Uff der reys zu Spir unnd wider bis heym verzertt, verfarenn und in dei herbergenn gegeben alles und alles zusamen 8 fl.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 118, 17
(
Mainz
1605
):
Die Herberg waren thewer, | Sie funden kein auffhalt.
Harms u. a., Alberus. Fabeln
33, 13
(
Frankf./M.
1550
):
wie die herberg oder der Wirt ist / also ist auch der gast.
Ermisch, Freib. Stadtr.
50, 25
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Wirdet abir ein gast versprochen oder verboten in siner herberge von eime anderen gaste oder ioch von eime besezzenen wirte, der gast sal gen zu dem richter.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
47, 5
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
alle di geste di muzen schribin iren namen und di mit yn sint in der herberge, und den mon unde den tak an deme si sint geherbigit.
Boos, UB Aarau
285, 9
(
halem.
,
1441
):
syent dasselbs in der vorstat mer herbrigen, denn in der stat.
Welti, Stadtr. Bern
544, 12
(
halem.
,
1471
):
er sol [...] darzuͦ ouch fuͥrwerthin nit me in die ellend herberg zuͦ den bettlern gän.
Müller, Lands. St. Gallen
98, 34
(
halem.
,
1572
):
ob frömbde durchwandlende lüth an ein herberg khömen, möchte inen zu eeren ein schlaaftrunck beschechen, doch nit thürer dan ein person umb ein batzen.
Chron. Augsb.
5, 20, 9
(
schwäb.
,
1523
/
7
):
da schanckt im der Anthoni Welser an die herwerg 2 kannten mit guͦttem wein.
Ebd.
7, 386, 13
(zu
1563
):
Als nun gemelter graf zuͤ München erschinen ist, ist er in ain herberg (darinn er Jrer f. gn. weitern beschaidts erwarten soll), verschafft worden.
Barack, Zim. Chron.
2, 73, 31
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Da ist er durch die person, die ine abends dahin gepracht, widerumb an sein herbrig gefuert und belait worden.
Langmantel, Schiltb. Reiseb.
68, 8
(
oobd.
,
n. 1427
):
wann er [chönig soldan] ein poten außsendet in seim land, so hatt er alweg auff den strassen an ainer ydlichen herberig pferd stan mitt allem irem zugehören.
Klein, Oswald
105, 2
(
oobd.
,
1432
):
die herberg si [pawern] da buchten auff | und lieffen an die trappen | mit keulen, spiessen.
Straus, Juden Regensb.
834, 99
(
oobd.
,
1516
):
es sol auch kainer [Jude] in kain herberg noch andere heuser nit kommen noch geen.
Auer, Stadtr. München
445, 10
(
moobd.
,
1347
):
ez süllen auch die gest sogetan kaufmanschaft nur acht tag vail haben, ein der herweg oder auf dem markt.
Joachim, Marienb. Tresslerb.
40, 3
;
Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
5, 29
;
117, 28
;
Toeppen, a. a. O.
1, 357, 34
;
Herborn u. a., Rechn. Jülich
66, 12
;
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
236, 21
;
Rupprich, Dürer
1, 150, 102
;
Thiele, Minner. II,
14, 170
;
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
812, 13
;
Welti, a. a. O.
188, 10
;
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
244, 35
;
Sexauer, Schrr. in Kart.
243, 24
;
Bastian, Runtingerb.
2, 74, 15
;
2, 213, 24
;
Straus, a. a. O.
979, 67
;
Turmair
4, 299, 17
;
Bretholz, Liechtenst. Herrsch.
336, 17
;
Voc. Teut.-Lat.
o iijv
;
Dasypodius
347v
;
Serranus
96r
;
Pfälz. Wb.
3, 843
;
Crecelius
1, 459
.
Vgl. ferner s. v. .
4.
›Versammlungshaus oder -raum einer Handwerkerzunft (auch zur Unterkunft und Verpflegung zugereister Gesellen)‹.

Belegblock:

Schmidt, Frankf. Zunfturk.
2, 330, 29
(
hess.
,
1565
):
Deßgleichen soll auch kain maister schreinerhandtwercks uf der gesellen herberig geen, daselbst die gesellen anzusprechen und zu verfuren.
Wutzel, Rechtsqu. Eferding
43, 45
(
moobd.
,
1588
):
so sollen die gemelten maister des pinder hanndtwerchs alhie zw Eferding [...] alle jar järlichen zu sanndt Vrbanstag alher auf die herberg zur ladt erscheinen.
Ebd.
77, 4
(
1599
):
so ain armer geseell auf die herberg khompt vnd sich bey den zechmaistern vmb ain mittag- oder nacht suppen wurde anmelten, solle ihme dieselbe auf der herberg bestelt werden.
Ebd.
143, 36
(
1668
):
Zum achten sollen alle zesammenkhonfften, doch in handtwerchs sach, auf der ordentlichen herberg beschehen.
Schmidt, a. a. O.
2, 280, 3
;
Wutzel, a. a. O.
22, 36
;
48, 3
;
66, 17
;
105, 3
.
5.
›(Wohn-)Haus, (Miets-)Wohnung, Wohnsitz, Behausung‹; in einem Beleg: ›Schloß‹.
Bedeutungsverwandte:
 2, ,  23, , ; vgl. , ,  2,  1, , (
das
1.
Syntagmen:
jn. der h. bitten
;
j.
(Subj.)
an / in seine h. gehen, in die h. entkommen, daheim an der h. bleiben, jn. in seiner h. fangen, bei jm. in der h. verstattet werden, jn. aus seiner h. heischen, jn. in die h. nemen, etw. in seine h. tragen, mit jm. in seine h. einreiten, jn. zu h. füren, jn. von seiner h. vertreiben, aus seiner h. ausstossen, hunde bei der h. haben
;
die h. voller kinder, des teufels / vaters h., eine h. des heiligen geistes
;
die eigene / gewönliche h
.

Belegblock:

Behrend, Magd. Fragen
182, 24
(
omd.
,
um 1400
):
Ab man eynen man beschuldigete umb ungerichte totslagis, [...] unde dy sache obirnachtig were, ab man den vorboten sulle unde wohin, wen her undirwilen nicht eygener herberge hat.
Köbler, Ref. Nürnberg
59, 14
(
Nürnb.
1484
):
Wo ein Burger oder Gast gegen einem Burger. der nit anhaims. sunder außerhalb der Stat were. Rechts notturftig wurde. der soll Jm erstlichen zuͦ haws. zuͦ hof oder seiner gewonlichen herberg vnd anwesen. durch einen geschwornen fronbotten fuͤrpieten lassen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
6, 274, 9
(
Straßb.
1466
):
ein buͦch ward funden in ecbathanis das do ist ein herberge
[Var. AK-Oa:
schloß
]
in der gegent madema.
Welti, Stadtr. Bern
77, 33
(
halem.
,
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
weler inderunt einem manode nit vsfuͤre, darnach so er mit gerichte | wirt geuertigot vnd ime gebotten wurde vßzeuarenne, den selben [...] sol man [...] vahen in sinem huse oder in siner herberg.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
669
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
nim in indie herberg din | Der nitt waisszt die herberg sin!
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
2, 146, 26
(
schwäb.
,
15. Jh.
):
das jeman in des spittaͧls dörfern, zwingen und baͤnnen den andern gefärlich uß sinem haus oder herberg fraͤvenlichen gehaischen.
Sappler, H. Kaufringer
5, 350
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
Da si komen zuo der statt, | der alt herr den jungen batt, | das er mit im ritte ein, | in die herberge sein.
Bastian u. a., Regensb. UB
214, 21
(
oobd.
,
1361
):
wenn daz chint getauft wirt, so sol jederman an sein herberg gen und sol dheiner dem andern niht schenchen noch darnach mit im hintz dem wein gen.
Klein, Oswald
30, 3
(
oobd.
,
um 1422
/
23
):
Kain ellend tet mir nie so and | von klainer sach in fremdem land, | neur wenn ich fand die herberg voller kinder.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
32, 3
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
ein pawr [...], der in einer herberg oder hofstat siczt, 8 pfennig.
Winter, Nöst. Weist.
1, 516, 19
(
moobd.
,
1615
):
Es soll auch kein weinzierl hauer man oder weib, er sei hausgesessen oder an der herwerg, [...] ainichen wein- oder iberstecken aus dem weingarten haimb in sein haus oder herwerg tragen.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
13, 28
(
smoobd.
,
1637
, Hs.
E. 17. Jh.
):
es sollen auch solche knecht und diernen, welche nit dienen wollen, bei niemand im haus oder herberg verstattet werden.
Reissenberger, Väterb.
41125
;
Knape, Messerschmidt. Bris.
15, 33
;
König-Beyer, Reichenb. Stadtb.
65, 32
;
Chron. Nürnb.
3, 385, 9
;
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
4
;
v. Birken. Erzh. Österreich
69, 28
;
Geier, Stadtr. Überl.
500, 41
;
Rieder, St. Georg. Pred.
19, 19
;
305, 14
;
323, 14
;
Welti, a. a. O.
219, 18
;
Chron. Augsb.
7, 359, 3
;
376, 8
;
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
35, 38
;
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 4251, 12
;
Qu. Brassó
4, 15, 36
.
6.
›herrschaftliches Herbergs-, Einquartierungsrecht; Wohnrecht‹; mit Verschiebung der Bezugsgröße: ›Herbergspflicht‹; Metonymie zu 2.
Bedeutungsverwandte:
(
das
2,  2; vgl.  3.
Syntagmen:
jm. sein lebtag eine h. geben, jm. die h. uf den gütern teilen
;
j.
(Subj.)
der h. enttragen sein
.
Wortbildungen:
herbergepfennig
›Abgabe zur Ablösung von der Herbergspflicht‹ (a. 1352).

Belegblock:

Cirullies, Rechtsterm. Anh.
1981, 213
(
rhfrk.
,
1376
):
daz her yn gerit hat ein herburge zu geben ir lebetage.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
91, 18
(
nobd.
,
1536
/
49
):
wir sprechen auch zu recht, ob unser gnediger herr hie furzuge mit eynem hehr und benacht hie, so teilen wir yhme hie die herberge uf allen gutern.
Struck, Joh. Pfannstiel
121, 45
(
mosfrk.
,
1359
):
Adolf, graf zu Naßaw, [...] befreyhet dem closter seinen hofmann zu Altenberg, das er aller nothbethe, legergelts, herberg, atzung [...] entragen sein.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
1, 1026
;
Beyer, UB Erfurt
2, 315, 13
;
Dinklage, a. a. O.
58, 2
;
Rwb
5, 738
.