gold,
das
;
-(e)s/–
.
1.
›Gold, wertvolles Edelmetall, das als natürlicher Rohstoff z. B. in Bergwerken oder aus Flüssen gefördert wird‹; offen zu 2.
Zur Sache: Lex. d. Mal.
4, 1535
f.
Wortbildungen:
˹
goldader
,
goldgang
1 jeweils euphemistisch für: ›Darmvene‹˺,
goldarbeit
1 ›Produkt beim künstlichen, alchemistischen Herstellen von Gold‹,
goldäsche
›Goldstaub‹,
goldberg
,
goldbergwerk
,
golder
›Goldfischer, -sucher, Arbeiter im Goldbergwerk‹,
golderde
,
golderei
›Goldwäscherei‹ (14. Jh.),
goldfeim
(dazu bdv.: vgl.  1),
goldgang
2 ›Schacht im Goldbergwerk‹,
goldgebirge
,
goldgiessen
,
goldgrien
›Bereich, in dem man das Recht zum Goldwaschen hat‹ (a. 1528),
goldgrube
,
goldgrund
(wie
goldgrien
),
goldgründer
1) ›Person, die versucht, Gold zu untersuchen und künstlich herzustellen‹ (16. Jh.), 2) ›Person, die einen Goldgrund zum Goldwaschen gepachtet hat‹,
goldhandel
,
goldkauf
,
goldkaule
›Kuhle, Erdloch, in dem nach Gold gegraben wird‹,
goldkies
›goldhaltiger Kies‹,
goldkloz
,
goldklumpe
(1. H. 16. Jh.),
goldkorn
,
goldmacher
1 ›Alchimist, Person, die versucht, Gold künstlich herzustellen‹,
goldmiene
,
goldmüle
›Mühle, mit der man goldhaltiges Erz zerkleinert und siebt‹,
goldner
a) ›Goldwäscher‹, b) ironisch für: ›Arbeiter, der im Straßen- und Wegebau, im Stadtgraben Bauarbeiten verrichtet‹,
goldprobe
›Überprüfung des Goldgehalts von Metallen‹,
goldreich
›reich an Goldvorkommen‹,
goldreiniger
›Goldarbeiter, Goldwäscher‹,
goldsand
›goldhaltiger Sand (häufig in Flüssen); Streusand als Abgabe von einer Goldwäscherei‹,
goldschiefel
,
goldschiefer
›Goldstückchen (aus Flüssen)‹,
goldschlacke
,
goldseife
›Goldsandablagerung in Gewässern‹,
goldsinter
›Rückstand, Schlacke, die beim Schmelzen von Gold entsteht‹ (Beleg s. v.  2),
goldwaschen
›durch Waschen und Sieben des Gesteins Gold aus fließenden Gewässern gewinnen‹ (a. 1530),
goldwäscher
›Goldsucher an einem Fluß, der durch Waschen des Gesteins die Goldbrocken heraussiebt‹,
goldwerk
1 ›Goldbergwerk‹,
goldzunder
(dazu bdv.:  1).

Belegblock:

v. Ingen, Zesen. Rosenw.
12, 3
(
Hamburg
1642
):
[guͤlden Haar], welches mir vorkam / wie ein klahres uͤberglaͤntzenden Goldsand daher rieselndes Baͤchlein.
Hertel, UB Magdeb.
3, 135, 24
(
1477
):
doch also das nymant ane yren willen keyne gruben [...] machen sal [...], dorinne alle strichende, hangende und stehnde genge [...] uff allerleie ertz ader schever, er sey zu golde, silber ader kuppfer, zceen, bley, iszen [...] zu buwene.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
182, 4236
(
Magdeb.
1608
):
das ich Gold kan machen / | Sein nur heimlich verborgne sachen | [...] | Das ich jhnen mit grossn trawren / | [...] | Solt warten auff die Goldarbeit.
Ebd.
542, 1140
:
Gold / eisn / vnd ertz koͤnnen wir beissen.
Jostes, Eckhart
10, 5
(
14. Jh.
):
di sterne gizzen allen craft in den grunt dez ertrichs [...] und wurchen daz lauterst golt.
Ebd.
52, 26
:
leiden leutert dir dein sele als daz fiwer daz golt.
Helbig, Qu. Wirtsch.
4, 72, 8
(
md.
,
1377
):
Stunde auch ein goltwerc uf uf unsern guten, daz sal unser egnanten hern syn.
Ebd.
4, 85, 37
(
1466
):
das alle bergkwerg [...] zcyhen sich zcu golde, silber ader kupfer, czehen ader anderm.
Ebd.
5, 25, 33
(
md.
,
1549
):
Wurde aber Gold vnd Silber durcheinander vermischt in Zin befunden, daß man durch Mitl vnd Khunst von einannder schaiden muesste.
Chron. Köln
2, 434, 4
(
Köln
1499
):
Dit is der groisse keiser Otto [...] .... he vant ouch eirst silver ind goulterde in dem lande van Sassen.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
84, 18
(
Frankf.
1535
):
Das gold wirt funden inn den bechen vnd brünnen / auch in den bergen.
Schmitt, Ordo rerum
416, 18
(
rhfrk.
,
1414
):
goltczunder [...] goldfaim oder glet.
Ralegh. America iijv,
13
(
Frankf.
1599
):
[daß] etliche Mineralien / oder geelgüntzende Stein zu finden weren / die [...] / Goldt in sich hetten.
Ebd.
11, 22
:
ob schon Guiana durch diesen Weg nicht entdeckt kan werden / doch kompt der Goldthandel durch etliche kleine Wasser herunder.
Ebd.
18, 20
:
daß die Christen sie [die Koͤnige vmb Guiana] vmb das Goldtbergwerck auß dem Land wuͤrden virstossen.
Schmitt, Ordo rerum
417, 21
(
omd.
,
1466
):
Aurifodina golt grube [...] goltkule.
Strauch, Par. anime int.
129, 30
(
thür.
,
14. Jh.
):
alse man fon kuppere nicht gult gemachin inkan, daz man zwirrunt oder dristunt burnit, man intribiz wider uf sin erste nature.
Küther, UB Frauensee
413, 10
(
thür.
,
1540
):
was sich an berurtem und anderm metall zu silber ader golt begibt unnd am sielber ader golt reicher ist dan am andern metall, das soll baiden taillen [...] zustehen.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
3, 21
(
thür.
,
1421
):
[das wasser] flewst yn das landt zu Indien unde das brenget das allerbeste golt unde edel gesteine.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
20, 115, 4
(
schles.
,
1491
):
so got [...] en gehielft, das sie uff die solle komen und das golt treffen, so sie nach golt erbeiten.
Ebd.
20, 182, 14
(
1511
):
alleine sovil sy goldes aus dem ercz, so sy auff Reichenstain erbauen ader daruff kauffen wurden, sollen sy uns das zcehent lott zcalen in der gestalt, man sal zwu holl ercz uff ein lott rechen, geburet uns zu bezcalen von zwenzcig huben ein lott goldes, und dyweil dy golder irn halter ungleich synt, sal man [...].
Ebd.
20, 196, 27
(
1516
):
uff das mit gots hulff allerely goltkiess silber und kopper erczt [...] gewonnen und erbauet mochten werden.
Ebd.
20, 202, 30
(
1517
):
in kiesen und goltgengen mit höten mülen weschen und aller zugehorung.
Ebd.
21, 5, 25
(
1529
):
wann die goldwäscher waschen, dass er [...] das entpfangen gold von stund an in die oberey uberantwurte.
Ebd.
21, 34, 7
(
1533
):
dass gemelter bergmeister das puchwerg, so er [...] aufgericht an der stelle, do zuvor ein goldmuhel gewest, dorzu zwei vliesse von alders her gehorig, nach bergwergs rechte geprauchen [...] moge.
Ebd.
21, 35, 32
(
1534
):
desselben kunigreichs zugethanen landen [...] haben [...] einicherlei berckwerch von gold silber kupfer quegksilber [...], so den berckwerchen und waschwerchen anhengig [ist].
Ebd.
21, 101, 28
(
1545
):
Umb die goldkeufe hat es diese gestalt, dass alles gold, soviel des wochentlich gemacht wirt, durch die huttenherrn [...] in f. g. cammer mus eingeliefert und im brengaden gestrichen und angefrischt werden.
Ebd.
21, 131, 29
(
1563
):
da sich in seinen Landen hin und wieder Goldseifen und Waschwerk ereignen und sich der Herzog in seinen Landen, [...], dergleichen Goldseifen auch habe und arbeiten lasse, ihm die hierfür gültige Ordnung zu übersenden.
Langen, Myst. Leben
223, 6
(
nobd.
,
1463
):
leiden lautert dein sel als das fewr golt leiden macht.
Voc. Teut.-Lat. l vv (
Nürnb.
1482
):
Goltperg od’ goltgrub. aurifodina.
Ebd. l iiijv:
Goltfein goltschaum. spuma auri auricalcus aurigo.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
17, 19
(
Straßb.
1650
):
Ihrer fünf [...] so sich für Narren außgaben, sind bey die Astrologos vnd Alchymisten, Calenderschreiber vnd Goldmacher geführet worden.
Dasypodius A
198r
(
Straßb.
1536
):
Ramenta auri, Gold schifelen / welche man an den gestadenn der flüssen findet.
Sudhoff, Paracelsus
14, 255, 5
(
1529
/
30
):
weiter scheiden von ain ander golt und silber, weiter silber und kupfer und ander metall durch abtreiben, cementiren, solviren, schmelzen.
Adrian, Saelden Hort
6789
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
dez brennet man da sunder twal | golt, silber, isen, kupfel, stal. | man siht da die golt eschen | och us dem wasser weschen.
Merk, Stadtr. Neuenb.
73, 10
(
nalem.
,
1477
):
furter mer in dem Rein [...] keinerlei gold zu suechen.
Bartsch, Reinfrid
16766
(
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
daz goltgebirge Kaukasas | diende sînder milten hant.
Ebd.
25087
:
ir aller sin gemeine | stuont an den goltrîchen berc.
Koppitz, Trojanerkr.
24396
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Paville ain riche veste hiess, | Die an daz gold gebirge stïss.
Maaler
189r
(
Zürich
1561
):
Gold das auß den soden kompt. [...] Gold das noch in einer blanischen ist / vnd noch nit in das werck bracht. [...] Das Gold auß der erden reyssen. [...] Goldaderen (die) Venæ auri. [...] Das goldgiessen oder schmeltzen. Conflatura. [...] Goldklotz (der) Massa auri. Glantzende Goldkoͤrnle / so vnder dem sand scheynend oder glitzerend. nitella aurea. [...] Goldschiferlin (die) Ramenta auri. [...] Goldwaͤscher (die) Chrysoplytes. Die kunst das Gold zewaͤschen.
Adomatis u. a., J. Murer. Ufferst.
393
(
Zürich
1575
):
by uns ist das land goldrych.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
205
(
Genf
1636
):
goldgãg / m. Veine d’or, Venæ auri. [...] goldschlacken / La craffe, ou escume d’or, Scora auri.
Schlosser, H. v. Sachsenh.
451
(
schwäb.
,
1453
):
Das groß gebirg von golde rich.
Brandstetter, Wigoleis
196, 27
(
Augsb.
1493
):
Alle gepürg von golde des ganczen landes Kaucasas naem jch nicht für dise hohe gabe.
Müller, Welthandelsbr.
202, 36
(
schwäb.
,
1506
):
Von cabo de bona esperanc͂a bis Zafala goldmina 400.
Ebd.
322, 14
(
1535-40
):
goldprob macht man in teuschen landen nicht genawer oder höcher dann auf ½gren.
Barack, Zim. Chron.
4, 139, 10
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
dardurch das cupfer in lauter clar gold werd verwandlet.
Henisch
1674
(
Augsb.
1616
):
Das gold wird auff dreyerley weg gefunden / I. wird erstlich auß dem Sand etlicher Wasser / so durchs Gebuͤrg (welliches gold hellt) fliessen / geseuffnet o. gewaͤschen [...]. 2. Wird inn den Bergwercken gehawen [...]. 3. Wird auß dem Rieß der eingefallenen Berg gegraben / gebracht vnd gewaschen. Ein jedes Gold hellt Silber / wenn es auß dem berg kompt / jedoch inn vngleichem gewicht.
Rechn. Hermannst.
264, 34
(
siebenb.
,
um 1500
):
Ystwan Betek Goldner flor. 3.
Rechn. Kronstadt
2, 333, 24
(
siebenb.
,
1534
):
tribus auriquestoribus vulgo goͤldneren qui quinque diebus in curia ipsius, herczogyn vetera cannalia eiecerunt et nova imposuerunt flor. 1 asp. 25.
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
20, 30
;
Ermisch, Sächs. Bergr.
74, 1
;
Wutke, a. a. O.
21, 100, 5
;
199, 31
;
Sudhoff, a. a. O.
2, 256, 14
;
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
29, 6
;
Rechn. Kronstadt
2, 434, 33
;
3, 28, 12
;
Dasypodius
16r
;
191v
: 337 v/r;
Serranus
87v
;
Maaler
189r
;
Golius
63
;
Hulsius G iijr;
Volkmar
52
;
Henisch
291
;
Dietz, Wb. Luther
2, 146
/147;
Rwb
4, 992
;
1000
;
Schwäb. Wb.
3, 737
;
741
;
6, 2054
/5;
Dief./Wü.
630
;
Jones, French Borrowings
437
.
2.
›bereits vorbearbeitetes Metall unterschiedlicher Farbe (z. B. Rotgold, Weißgold) und Konsistenz (Goldlegierung, reines Gold) als Material zur Weiterverarbeitung zu Schmuck, zu anderen Pretiosen oder Münzen, auch zu medizinischen und alchimistischen Zwecken verwendet‹; metonymisch dazu: ›einzelnes Schmuckstück, das aus Gold gearbeitet wurde; aus Gold oder Goldbestandteilen gearbeiteter Gegenstand (z. B. Goldfaden), der zur Verzierung anderer Gegenstände oder als Schmuck dient‹. Gold steht wegen seiner Seltenheit, seines Glanzes und seiner Rostfreiheit als Symbol für besonders Wertvolles und Erlesenes, für Unvergänglichkeit, Beständigkeit und besondere Reinheit. In negativer Betrachtung ist es Symbol für irdisches und damit vergängliches Gut, das den Charakter des Menschen verdirbt und den Menschen verblendet.
Zur Sache: Lurker, Wb. Symb.
1988, 248
.
Phraseme:
silber und gold; gold bei blei kennen
›verbinden‹;
eisen um gold geben; gold heissen und kupfer gelten
.
Syntagmen:
g. abschaben / achten / anfrischen / auflesen / balieren / bewären / erlauben / essen / geben / giessen / kaufen / läutern / mindern / opfern / probieren / schätzen / tragen / trinken / verkaufen / verzeren / wiegen, g. in etw.
(z. B.
in wein
)
leschen; g.
(Subj.)
gleissen / helfen / leuchten, etw. stärken, jn. schänden, reich machen, e. S.
(z. B.
der tugend
)
weichen, g. auf der gasse liegen, g. sich zu etw. schicken; dem g. nachstellen / trauen, etw. dem g. gleichen; mit g. umgehen, etw. mit g. bedecken / durchsetzen / durchwürken / einfassen / füttern / sticken / überziehen / vergolden / (ineinander) wirken / zieren, sich mit g. schmücken, etw. in g. fassen / verwandeln, etw. für g. achten / ansehen, etw. aus g. machen, etw. von g. fertigen / machen, etw. zu g. werden; g. der treue, des lebens; hand vol, skrupel g.; das ausgeschlagene / ausgeschlossene / ausgestochene / bestendige / bleiche / böse / brennende / braunierte / feine / fremde / geläuterte / gemachte / gemalene / geschabte / geschlagene / gesponnene / gezogene / glitzernde / grobe / heisse / klare / klamme / lautere / liebe / liechte / pure / rostige / rote / schwache / ungemünzte / unverworchte / weiche / zarte g.; apfel / brunne / ring, wolle, kreuz, bilder / kleider / kleinoter / töpfe / tücher von g., reichtum an g
.
Wortbildungen:
goldarbeit
2 ›Produkt, das aus Gold gefertigt wird‹,
goldarbeiter
›Goldschmied‹ (dazu bdv.: , ),
goldart
,
goldbrämlein
,
golddieb
,
goldeswert
,
goldfadem
,
goldgeitig
›goldgierig‹ (a. 1534),
goldgeschirre
,
goldgeschmeide
,
goldgeziert
,
goldinstrument
›Goldgeschirr‹,
goldkrätze
›Goldstaub zur Verzierung von Gegenständen‹,
goldlaub
,
goldlauter
›rein wie Gold‹, hierzu ütr.: ›geläutert, sündenfrei‹,
goldleim
›mineralische oder metallische Substanz, die zum Zusammenlöten von Gold dient‹,
goldmacher
2 ›Goldschmied‹,
goldporte
›das goldene Tor in Jerusalem‹, ˹
goldscher
,
goldschneider
›Goldverarbeiter‹˺,
goldschmelz
›Goldlegierung‹,
goldschnur
,
goldspinnerin
›Frau, die Gold zu dünnen Fäden verarbeitet und mit Seidenfäden zusammenwirkt‹ (a. 1444; 1505),
goldspule
›Spule, auf der Goldfaden aufgezogen ist‹,
goldstrieme
›Goldstreifen, Goldspur beim Testen mit dem Probierstein‹ (a. 1608),
goldstük
1 ›Schmuckstück‹,
goldträchtig
›fruchtbar‹,
goldträger
(wie
goldfinger
),
goldwerk
2 ›Goldarbeit, Schmuckstück aus Gold‹ (a. 1524),
goldzierde
›Golddekor, Goldverzierung‹.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
1842
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
des cruces stok, | An dem Crist hir mit gebote | Bracht opfer sime vater Gote, | Wen her priesterlichen vur | Begurt mit einer goltsnur.
Ebd.
5904
:
Der rede biz andechtic; Wen sie sint golt trechtic | Und vorbessern gimmen und golt.
Ebd.
14092
:
Al schinen sie golt enbuzen, | Sie sint ein stinkender mist.
Ebd.
21830
:
Her bedutet Gotes irwelten, | Die nu queln oder ie quelten | durch in den lib mit pinen | Under in der werlde schinen | Dem roten golde glich gevar, | Wen sie sint golt lutter gar.
Lappenberg, Fleming. Ged.
502, 26, 1
(
1631
):
Ring, an dem schlechter Nichts als Gold zu achten ist.
Mieder, Lehmann. Flor.
255, 8
(
Lübeck
1639
):
Silber vnd Gold schicken sich zu allen Dingen.
Luther, WA
41, 462, 18
f. (
1535
):
Jtzt ligt gold auff der gassen und edel stein fur der thur.
Ders. Hl. Schrifft. 2. Mose
28, 36
(
Wittenb.
1545
):
DV solt auch ein Stirnblat machen von feinem golde.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
54, 320
(
Magdeb.
1608
):
[Den Froschkoͤnig] Jn seinem Gruͤnen sommerkleid / | Mit Goldbremlein zu jederseit.
Joachim, Marienb. Tresslerb.
53, 15
(
preuß.
,
1400
):
9 scot ouch vor golt, die kopperynne osechin zu vorgolden.
Ebd.
102, 14
(
1401
):
2 m. vor golt dem meister zu machen, do eyn saffryn inne stunt.
Ebd.
354, 36
(
1405
):
das golt und silbir, [...], in das monzmeisters gemach zu tragen.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 109, 9
(
preuß.
,
1407
):
sullen dy heren von Danczk ire gewichte von golde, [...] mosen losen fertigen.
Ebd.
2, 705, 7
(
1446
):
das der gemeyne man [...] sere betrogen wirt von den goltsmeden im lande alse von uffgestrichenem lansilber, das do wirt gemachet von geslagenem golde.
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Ord.
1, 16
(
preuß.
,
1414
/
22
):
2 stucke ungemoncztes goldes, die wegen 1 m 4 sc.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
273, 11
(
preuß.
,
1416
):
1 goldin crucze mit goldlobern und 2 besaczte rocke.
Ebd.
279, 27
(
1425
):
1 weisse seiden kasel mit eynem golden crucze mit goltlobern ingetragen.
Große, Schwabensp.
60a
, 23 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Jst aber da vnvorwrochtich golt oder silber, daz gehoret den erben an.
Quint, Eckharts Pred.
1, 215, 14
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Vil dinges glîchet sich dem golde; ez liuget und enist niht golt.
Ebd.
2, 228, 4
:
alles schatzes natûre meinet golt, und alliu geberunge meinet menschen.
Ebd.
2, 474, 11
:
das silber hat in seiner natur, das es gold werdenn mag.
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 170, 8
(
Köln
1582
):
Die schoͤne braut gar reine | [..] | Jst ausgezieret feine, | Von lauterm gold ist ihr gewand.
Wyss, Limb. Chron.
54, 27
(
mfrk.
, Hs.
2. H. 16. Jh.
):
der was [...] ein weidelicher man [...], daz har was also gele als goltfaden.
Struck, Joh. Pfannstiel
172, 33
(
mosfrk.
,
1545-46
):
Vor grob golt und sylber 13 ½.
Ebd.
183, 6
:
Vor boß golt und silber 20.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
124, 23
(
rhfrk.
,
um 1435
):
jr hare hing yre zü rucke / das stünt alles als golt fedeme.
Valli, Baldemann
117
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
[drie croͤnen] Die warn gemacht so listig, clůg | Von gesteinen und uz golde.
Karnein, Salm. u. Morolf
133, 3
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
zu der kunigin er da ging, | er goß ir ein heiß golt durch ir sne wiß hant.
Dedekind/Scheidt. Grob.
86, 6
(
Worms
1551
):
scheinbar ist das golt nie so lieb vnd werdt gehalten [...] worden.
Steer, W. v. Herrenb. Büchl.
345
(
pfälz.
,
1436
):
das das mensch [...] mit tüche oder mit golde oder silber, [...] sinen lip ziert v̈sserlich?
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 232, 34
(
hess.
,
1402
):
das ein iglicher, er sij (montzmeister), goltsmidt [...] golt und silber, [perlin, aczstein, pagement, garnalien oder derglichen) keuffen und virkeuffen mogen.
Ebd.
250, 1
(
1591
):
demnach sich zum 6. etliche goltarbeiter alhie des silberwercks mehr alß zuvil antzumaßen understehn, so sy doch uff dem selben kein meisterstückh, [...], sondern allein uff den goltarbeiten gemacht haben.
Dubizmay, kurß zu Teutze
38, 1
(
hess.
,
1463
):
[Maria]
Dv bist | des hohen kunges thure vnd | die lichte pfortte des lichten | goldes.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
86, 15
(
Frankf.
1535
):
wer sich besorget in dem gbresten der aussetzigkeit / der nem in der wochen ij. mal geschaben goldt vff ein halb quintin / vnd trinck das.
Ebd.
88, 3
:
Goldt hilfft dem zittern hertzen / vnnd nimpt die traurigkeyt [...]. Goldt ist allen leiblichen dingenn das edelst auff erden / vnnd ist in allen andern dingen ein koͤnig vnd ein herr / [...] das fewr reynigt das goldt / vnd nimpt ihm den zusatz / vnd leutert es / vnd das geleutert reyn goldt würt nit von dem feuer gemindert.
Ebd.
104, 11
:
So etwan Bolus armenus für die pestilentz nit helffen würde [...] so ist ein gold des lebens / genant Aurum uitæ, mitt seinem zůsatz genützet / on zweifel ein gewiß artznei / [...] / welches golt die Alkumisten wol wissen zemachen.
Ebd.
174, 17
:
Samius ist ein stein von der insel Samo [...] mit dem stein baliert man das gold.
Stoltzius, Chym. Lustg.
1, 3
(
Frankf./M.
1624
):
DIe Cron deß Koͤniges soll sein | Von Golt schoͤn.
Jahr, H. v. Mügeln
105, 273
(
omd.
, Hs.
1463
):
darin gar meisterlich gesat | vil manche blum von golde rich.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
28, 35
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Wisse, was du lobest: du kennest nicht golt bei bleie.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mt.
2, 11
(
osächs.
,
1343
):
si opfirten ime gâbe, golt, wîrouch und mirren.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
4, 20
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
ist do vil sydin, do werdin gewurcht gar schone tucher von golde unde von sydin.
Anderson u. a., Flugschrr.
1, 8, 13
(
Leipzig
1520
):
Das man [...] sich vor der vorborgen gifft des Luthers ewangelij mit goldt bedackt [...] hutten [...] mugt.
Stackmann u. a., Frauenlob
3, 30, 2
(Hs. ˹
schles.
,
14. Jh.
˺):
Wa lit touwic vriuntlich meie, | wa lit reiner minne goltgesmide?
Gajek, Seidelius. Tych.
10, 21
(
Breslau
1613
):
Welchs jhm das gros gewunschte Gluͤck / | Verkehret inn einen Halßstrick / | Lies jhm denselben aus Gold machen.
Gille u. a., M. Beheim
109, 166
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Dar umb würdt in genummen ab | ir silber, golt und all ir hab | und umb golt geben eisen | Und glas fur edel gstaine.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 86, 18
(
nobd.
,
3. V. 15. Jh.
):
für war, ich bin | der ganzen triuwe golt, nicht zin, | der angebornen herschaft min.
Voc. Teut.-Lat. l iiijv (
Nürnb.
1482
):
Golsneider. auricidius.
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
478, 12
(
nobd.
,
1482
):
ein seydein messgewant mit golde röt und grün ineinander gewirkt.
Ebd.
486, 36
(
1527
):
ein facilet, oben mit gold eingefast, fur einen altar.
Fastnachtsp.
402, 5
(
nobd.
,
v. 1494
):
Hab dank, liebes zartes gold, | Ich mueß dir immer werden hold.
Ebd.
743, 6
(
n. 1450
):
Als oft thun die narren und vollen | Und golt geheißen und kupfer gelten | Und voren loben und hinten schelten.
Reichert, Gesamtausl. Messe
29, 36
(
Nürnb.
um 1480
):
[Darius] begert von seinem abgot Appolline, das er im verleyhen wolt, alles das, das er anrueren wer, das es zu golde wuerd.
Voc. Teut.-Lat. l vir (
Nürnb.
1482
):
Goltfinger golttrager. fidius. i. annularis.
Sachs
13, 64, 6
(
Nürnb.
1556
):
Es ist behangen der gantz sal | Mit gulden tüchern uberal, | Die ich auff tausendt crona schetz. | Das pflaster bestrewet mit goldkretz.
Franck, Decl.
345, 25
(
Nürnb.
1531
):
seiteinmal er den wein mehr dann goldt acht.
Vetter, Pred. Taulers
31, 8
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Dise lúte werent des wúrdig daz sú berlin und golt essent.
Ebd.
248, 5
:
Das dritte das ist ein bilde von vinem luterem golde.
Ebd.
248, 11
:
als man das golt ab geschabet, so were es kume zwelf phenning wert.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
6, 302, 10
(
Straßb.
1466
):
vnd zwischen dem tore der herde pauten die werckmeister
[Var. um 1475f.:
goldmacher
)
vnd die kaufleút.
Dasypodius
16r
(
Straßb.
1536
):
golddieb, m. aurilegus.
Roloff, Brant. Tsp.
1282
(
Straßb.
1554
):
ich meint es wer gar vil goldts doran
[an einer Kette].
Wickram
4, 6, 16
(
Straßb.
1556
):
denen so mit silber und gold / edlen gestainen [...] umbgond.
Ebd.
44, 33
:
Er sah den reichen man wol in seim pracht und schmuck bey dem goltgezierten tisch.
Behrend, Spangenb. Anbindbr.
20, 45
(
Straßb.
1611
):
Das Gold besteht in Feuers Glut / | Wird dadurch nicht verzehret: |Der Glaub bleibt in Anfechtung gut.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 31, 2
(
Hagenau
1534
):
Es ist nicht alles goldt das da gleisset.
Ebd.
1, 101, 9
:
Ein guter freunde ist besser / denn sylber und golde.
Bihlmeyer, Seuse
428, 19
(
alem.
,
14. Jh.
):
Sich, also sůchte ich daz klein golt in dem sande.
Rieder, St. Georg. Pred.
93, 14
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
er glichet die vorhte dem golde von Arabia, daz ist edelre dann dekain golt; es ist luter und blaich.
Schmidt, Rud. v. Biberach
117, 24
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Als ein meister in trukt zerlassenen gesmiden, es si golt old silber, form vnd geschoͮpfde nach sinem willen, also vůgt sich och dvͥ sel in dem wesenne.
Bremer, Voc. opt.
276
(
halem.
,
1328-30
):
Electrum goltsmeltz.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
1486
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
Do sÿ das kalb gar ungesund | Hatten gemacht uss goldes letten | Und das begunden an betten.
Schib, H. Stockar
3, 21
(
halem.
,
1519
):
zu der halgen statt, do gott der her wiannatt uber die statt Jerusalhem, und zu der guldborten, do er aim balmdag in ratt.
Rennefahrt, Zivilr. Bern
702, 8
(
halem.
,
1582
):
aber guldine stuck und arbeyt ir wärdt by der gwicht und deßhalb dhein andere schatzung haben, dan wie das gold nach siner gwicht wärdt und geschetzt ist.
Ders., Staat/Kirche Bern
879, 6
(
halem.
,
1628
):
alle guldene oder mit gold und beruͤhrter matery gestickte huͤt- und huͤtlischnuͤr.
Ebd.
951, 23
(
1672
):
[für das Tragen von]
newauffkommenen gold- und silber stuck, wie auch alles stick-, brodrier- und geschmeltz-werck am leib und den kleyderen
[droht eine Buße].
Koller, Ref. Siegmunds
251, 26
(Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
wart do die ritterschaft goltt erloͮbet zů tragen von adelschaft wegen.
Fuchs, Murner. Geuchmat
5, 13
(
Basel
1519
):
laß ouch dyne hembder mit golt oben durch setzen.
Maaler
189r
(
Zürich
1561
):
Fein rein Gold / wol vnd dick im feüwr geleüteret vnd gereiniget. [...] Gestickt Gold. [...] Glitzerend Gold. [...] Weich Gold / das sich gern biegen laßt. [...] Edelgestein in Gold gefasset. [...] Red die Goldswaͤrt ist / Ein kostliche froͤliche vnd holdsaͤlige red. [...] In Gold einfassen [...] Jüngling die von gold glitzerend / oder von gulden stucken / oder die guldine kleider tragend. [...] Kleidung oder zierden / oder geschmück võ Gold / fürnemlich aber der weyberen. [...] Goldinstrument (das) Auramentum. [...] Goldleym (der) Chrysocolla.
Dreckmann, H. Mair. Troja
9, 3
(
oschwäb.
,
1393
):
man schreibt aber von dem selben küng Oetes, daz er het ainen grozzen schatz von silber und von gold verslozzen.
Ebd.
15, 13
:
Do nu kost nach allen lust berait waz, do hiez man rihten die tisch und sätzt daruf von gold und von silber vil topf.
Heydn. maister
39v
, 16 (
Augsb.
1490
):
dann dz gold wirt jm feüer bewaͤrt. Aber die freide in noͤten.
Morrall, Mandev. Reiseb.
5, 14
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
vor der kirchen statt Justinianus des kaysers bilde von leder [...] und hett etwan ainen oͤpffel von gold in siner hand.
Martin, H. v. Sachsenh. Tempel,
35
(
schwäb.
,
1455
):
Hilff das ich vß rein ertz | Das golt gelüter vnd pur.
Sappler, H. Kaufringer
26, 38
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
leiden fürtrifft das rote golt.
Müller, Welthandelsbr.
175, 15
(
schwäb.
,
1506
):
Silber und gold verkouft man gleich by dem ℔ und onz, da man spetzri verkouft.
Henisch
1676
(
Augsb.
1616
):
Alles gold ist gegen der Weißheit wie geringer Sand [...]. Das gold vberwindet alle ding. [...] Ein Quintlein golds wigt mehr / denn ein Centner Gerechtigkeit. [...] Freyheit gehet fuͤr gold [...]. Gold ist gold / wann es gleich ein Hur traͤgt.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
430, 1
(
oobd.
,
1349
/
50
):
[diamargariton], dâ man zerstôzen veinperln ein tuot und gemalen golt.
Ebd.
477, 20
:
Auripigmentum mag aigentleich goltlaim oder goltleim haizen ze däutsch und wirt an des mers grunt in der weis gar klaines ertreichs und lindes, daz an des mers grunt ligt.
Klein, Oswald
123, 63
(
oobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
ja seit ir auch als ander leut. | oder ist euer leib von gold gedreut?
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
39, 30
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
[der sal] was mit gulten tuechern umbhanngen [...]; ein gredenntz mit 9 stellen, die was mit goldgeschier pesetzt pis an das kwelb.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
446
(
oobd.
,
1607
/
11
):
schälein ohne deckhen, inwendig auff goldarth gelact.
Ebd.
1111
:
ein tieffes außgeschwaiffets becherlin, baid ohne goldzierd.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 2, 276, 14
(
moobd.
,
1446
):
Barbara
[gibt ihren Brüdern]
Hannsen, goltscher, und Leonharten, ledrer [ihren Theil] hauss.
Bauer, Imitatio Haller
100, 27
(
tir.
,
1466
):
Da werden die geittigen erfült mit dem prinnenten golt vnd silber, das sy trinkchen muessen.
Stolz, Zollwesen
89, 30
(
Eernperg
,
1516
):
Spezerey, guldin, seydin, wullenwar oder tuecher, goldspuelen, waidgarn.
Rechn. Kronstadt
1, 205, 19
(
siebenb.
,
1514
):
hauptuecher klain 17 flor. 1; [...] item Goltspuel ½asp. 38.
Joachim, a. a. O.
351, 8
;
Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
304, 2
;
Toeppen, a. a. O.
1, 99, 6
;
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
37, 3
;
Quint, Eckharts Pred.
2, 623, 5
;
ders., Eckharts Trakt.
27, 13
;
49, 1
;
Karnein, Salm. u. Morolf
7, 5
;
376, 3
;
Dubizmay, kurß zu Teutze
11, 12
;
Belkin u. a., a. a. O.
88, 12
;
92, 6
;
Ralegh. America ijr,
31
;
Göz. Leichabd.
234, 16
;
Schönbach, Adt. Pred.
7, 2
;
Thür. Chron. 5v, 2;
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
484, 48
;
Reichmann, Dietrich. Schrr.
132, 2
;
3, 238, 13
 ff.;
Roloff, Brant. Tsp.
2151
;
Wickram
4, 45, 18
;
Behrend, a. a. O.
8, 203
;
20, 41
;
Koppitz, Trojanerkr.
8961
;
Müller, Stadtr. Ravensb.
225, 19
;
Morrall, a. a. O.
58, 1
;
156, 7
;
158, 22
;
174, 17
;
Müller, Nördl. Stadtr.
302, 5
;
Gilman, a. a. O.
1, 31, 2
;
2, 194, 13
;
Spechtler, Mönch v. Salzb.
1, 98
;
7, 41
;
11, 48
;
Klein, a. a. O.
9, 24
;
13, 22
;
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
117, 1
;
Weber, Füetrer. Poyt.
150, 5
;
Kummer, Erlauer Sp. 
4, 397
;
A. à S. Clara. Glori
37, 26
;
Zingerle, Inventare
195b
, 1;
Schmitt, Ordo rerum
415, 4
;
Dasypodius
31v
;
Maaler
189r
;
Golius
63
;
Henisch
1676
/7;
Dietz, Wb. Luther
2, 147
;
Schweiz. Id.
11, 256
;
Schwäb. Wb.
3, 741
;
743
;
Barke, Spr. d. Chymie.
1991, 260
/1;
Bücher, Berufe Frankf.
1914, 53
;
Schmidt-Wiegand, Dt. Rechtsregeln.
1996, 149
.
Vgl. ferner s. v.  1, ,  5,
1
 6,  2, (V.) 5,  2, , (V.) 1,  1,  12,  1.
3.
›Geld, Zahlungsmittel (insbesondere in Münzform)‹; Metonymie zu 2 und seinerseits mehrfach metonymisch in Richtung auf: ›Goldkurs, Goldgehalt einer Münze‹; ›Währung in einem Land‹; ütr.: ›Geiz; Geldgier‹.
Wortbildungen:
goldbezalung
›Bezahlung mit einer Goldmünze‹ (a. 1564),
goldbrunne
›unversiegbare Quelle für finanziellen Reichtum‹ (a. 1516),
goldbusse
›Bußzahlung, die in Goldmünzen geleistet werden muß‹ (14. Jh.),
golddienst
›in Gold zu zahlende Abgabe‹ (a. 1549),
göldel
›kleine Goldmünze‹,
goldgeschau
›Prüfung der Münzen auf deren korrekten Goldgehalt‹,
goldinhalt
›Goldgehalt einer Münze‹ (a. 1500),
goldkrone
›Goldmünze‹,
goldmünze
,
goldmünzer
,
goldnen
›für Geld singen‹ (a. 1464),
goldschild
Übersetzung der frz. Goldmünze ›écü‹ (a. 1355),
goldsorte
›Währung‹,
goldstük
2 ›Goldmünze‹ (a. 1634/5),
goldungeld
›Abgabe‹ (a. 1458),
goldverschreibung
›Schuldverschreibung, die in Gold beglichen werden muß‹ (a. 1653),
goldwechsel
›Berechtigung des Geld- bzw. Goldwechselns in andere Währungen‹.

Belegblock:

Luther, WA
6, 289, 7
(
1520
):
man sol den deutschen narren das golt ableckern wie man kann.
Ebd.
10, 1, 2, 200, 19
(
1522
):
Alßo sagen wyr [...] von eynem geytzigen: gollt ist seyn hertz, und gellt ist seyn leben.
Ebd.
41, 558, 16
(
1536
):
ob du gleich viel tunnen golds, ja aller Keiser und Koͤnige schetze kriegtest.
Ebd.
49, 541, 25
(
1544
):
golt ist sein herr, er ist knecht, sein geitz.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
585, 2514
(
Magdeb.
1608
):
Fragt / obs eim esel fehlen solt / | Der schwer beladen wer mit Gold?
Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
137, 6
(
preuß.
,
1400
):
so habe wir entpfangen von Johannes [...] an der schult, [...], in deme yͤare 99 an golde.
Ebd.
308, 26
(
1423
):
Der burgermeister und der gancze roth [...] tenentur mit gesamptir hand 500 Reynische goldyn gut und genug swer von golde.
Ziesemer, Marienb. Konventsb.
261, 24
f. (
preuß.
,
1411
):
70 m. 20 sc. 20 d. dem voythe [...] an prusschem gelde und golde.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 432, 7
(
preuß.
,
1425
):
von dem golde ist unsir herre homeister mit sienen gebietigern czu rate wurden, das das gold also geende bleibe in der weise, alse is bisher gewest is bis czur nehesten tagfardt.
Ebd.
2, 101, 8
(
1439
):
das eyne marg pfeyns goldes und czwelff marg pfeyns silbers gleich gut seyn van wirde, so mus man das fundament suchen us dem golde, das man die wirde des silberynnen pfennigs ordinire us der wirde des goldis.
Ebd.
2, 101, 57
(
1439
):
die gulden halden vierundczwenczigstehalb kart pfeyns goldis, das ist konigisgoldt.
Große, Schwabensp.
232a
, 14 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Swer suͤlber oder golt lobet zů gebene deme anderen, der ist im scuͤldich bi dem besten.
Quint, Eckharts Pred.
1, 90, 11
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
dem menschen sint tûsent mark rôtes geslagenen goldes als ein valscher haller.
Jostes, Eckhart
29, 1
(
14. Jh.
):
het ein mensch hundert mark goldes.
Koller, Reichsreg. Albr. II.
145, 1
(
md.
,
1438
/
9
):
dreytausent [...] Hungrischer gulden gut in golt und rechter wag.
Helbig, Qu. Wirtsch.
5, 86, 14
(
md.
,
1524
):
das bemelte geselschafter [...] jerlich an der ganzen suma 3000 fl gold gezalen sollen, 100 fl in golde zu einkauf jerlich.
Aubin, Weist. Hülchrath
192, 8
(
rib.
,
15. Jh.
):
Alle lehnguter sal man entfangen mit duppelen zins, der minste, den dat gut gilt, und mit silberen und gold.
Apherdianus
163
(
Köln
1575
):
golt waͤchselen vmb silbere muͤntz.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth
3, 199, 11
(
Frankf.
1602
):
es ist ein rosennobel [...], und sol er mir das stück golts wider liefern.
Ermisch, Freib. Stadtr.
290, 17
(
osächs.
,
um 1466
):
(D)ie goltsmede zu Friberg sullen kein golt geringer machen.
Opitz. Poeterey
24, 2
(
Breslau
1624
):
Jener mag der heller schonen / | Der bey seinem Gold vnd Schaͤtzen | Tolle sich zu trencken pflegt.
Ebd.
40, 29
:
Wir haben eine new’ [welt] / in wilcher Gold und Geldt | Nicht minder haͤuffig ist.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 98, 12
(
schles.
,
1543
):
Nachdem wir den ersamen Valten Goltschmidt zu einem goldmünzer und probirer ufgenomen, haben wir uns mit ime dorum, wie volget, voreiniget.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
63, 10
(
nobd.
,
1486
):
sie sollen fursprecher sein [...] und kein golt darumb nehmen.
Ebd.
94, 30
(
1409
):
was er auch busse leßt, die sal er durch gots willen lossen on golt und on silber.
Müller, Handel Paumgartner
307, 8
(
nobd.
,
nach 1544
):
Goldmintzen. Item ain herr wil fl. in gold
(Bed. 2)
(lassen) mintzen.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 334, 5
(
Nürnb.
1631
):
Sie kaufften GOttes Leichnamb thewer balde, | Wol vmb das Silber vnd rothes Golde.
Menge, Laufenb. Reg.
1698
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Nuwe múntze soltu schlachen | Von silber vnd golde ane vahen.
Merk, Stadtr. Neuenb.
102, 33
(
nalem.
,
1414
):
wand hettend si gedacht [...], daz golt in solicher mossen abegesetzt und bekrenket solte sin worden.
Merzdorf, Historienb.
724, 8
(
alem.
, Hs.
2. H. 14.
/
A. 15. Jh.
):
Sú noment ouch mit in goult und silber daz sy dem volcke zů solde gobent.
Welti, Stadtr. Bern
182, 32
(
halem.
,
1402
):
das die vorgenanten von Thun uͥns [...] bezalt hand XII guldin gůter, genger vnd geber an gold vnd an gewicht.
Jörg, Salat. Reformationschr.
831, 24
(
halem.
,
1534
/
5
):
ein fiertel kernen zů Lucern gallt ein goldkronen.
Merz, Urk. Wildegg
151, 12
(
halem.
,
1574
):
sollend desselben halben theyls erben es [leehen] vom Lehenherrn ze empfahen vnd ze rechtem eerschatz ze erleggen schuldig syn vier goldcronen.
Rennefahrt, Zivilr. Bern
290, 5
(
halem.
,
1613
):
wie sich mit alten verschrybungen gold und silbersorten zeverhalten.
Ders., Gebiet Bern
636, 20
(
halem.
,
1634
):
ufsicht uf alle eigennützige vortheilige ufwechsler der groben gold- und silbersorten ze haben.
Maaler
189r
(
Zürich
1561
):
Gold außleyhen. [...] Die verfluͤcht begird Gold zehaben. [...] ein hauffen Gold. [...] Mit Gold gewunnen / oder bestochen / verderbt. [...] Vmb Gold verkaufft werden.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 145, 2
(
schwäb.
,
1470
):
ain pen fůnftzig marck löttigs goldes.
Ebd.
703, 26
(
1585
):
daß er weder sülber, gold oder gelt in seinem hauß und gewalt habe, auch kein gelt weder mit einziechung seiner schulden.
Müller, Welthandelsbr.
128, 29
(
schwäb.
,
1506
):
Ain koufman ist not, mengerlay gold myntz und sonst an stucken zu bekomen.
Ebd.
315, 14
(
1535
):
Wa man fast mintzt, verlirt sich das gold.
Chron. Augsb.
9, 127, 17
(
schwäb.
,
1544
/
45
):
hat ain erber rat [...] die freihait, guldine und silberne ducaten
[zu prägen]
[...] erlangt [...], auch durch ire wardein, die gold⸗ und silbergeschau mit höchstem fleiß bestöllet.
Henisch
1673
(
Augsb.
1616
):
Gold / Silber / Gelt / Barschafft / Pfenning / muͤntz / per synechdochen pecunia, aurum.
Ebd.
1676
:
Gemüntzt gold oder silber [...]. Gelihen gold wirdt zu Bley / wenn man es widerum͂ fordert. [...] Deß Reichen Wort gilt / denn es ist mit Gold gefüettert. Dem gold stellet jederman nach. [...] Ein hand voll gold ist schwerer / denn ein Sack voll recht vnd warheit. [...] Es hülfft für den Tod kein gold noch gut. [...] Wo es Gold vor regnet / da regnet es Laster nach.
Bastian, Runtingerb.
2, 390, 27
(
oobd.
,
1402
):
ain goͤldel, chost 31 R.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
16, 6
(
tir.
,
1464
):
Wie mag der mensch sicher gen vnder den raubern mit geladem golt?
Sattler, a. a. O.
35, 36
;
Helbig, a. a. O.
4, 108, 34
;
5, 108, 17
;
Koller, a. a. O.
230, 31
;
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
1253
;
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
126, 11
;
151, 19
;
Froning, Alsf. Passionssp.
7626
;
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
52, 7
;
Küther, UB Frauensee
192, 18
;
316, 17
;
Schnurrer, Urk. Dinkelsb.
4, 398
;
Anderson u. a., Flugschrr.
24, 5, 9
;
24
;
Schade, Sat. u. Pasqu.
1, 3, 81
;
156, 68
;
2, 209, 462
;
3, 41, 24
;
Fuchs, Murner.
4
Ketzer 3351;
Merk, a. a. O.
163, 22
;
Geier, Stadtr. Überl.
157, 27
;
609, 8
;
Rennefahrt, Stadtr. Bern
213, 23
;
ders., Statut. Saanen
217, 33
;
220, 2
;
Welti, Stadtr. Bern
529, 17
;
Merz, Urk. Wildegg
33, 9
;
Koller, Ref. Siegmunds
222, 21
;
271, 27
;
Koller, Ref. Siegmunds N,
64, 12
;
Müller, Stadtr. Ravensb.
200, 22
;
Haszler, Kiechels Reisen
310, 3
;
Bastian, Runtingerb.
2, 44, 13
;
67, 9
;
Bastian u. a., Regensb. UB
189, 7
;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
184, 13
;
Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 178, 30
;
Kummer, Erlauer Sp. 
5, 248
;
Piirainen, Stadtr. Kremnitz 6;
ders., Stadtr. Sillein
55r
, 9;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
8, 16
;
49, 6
;
Dasypodius
74r
;
337v
;
Hulsius G iijr;
Henisch
1673
;
Rwb
4, 990
-999;
Schweiz. Id.
3, 830
;
9, 1516
;
10, 1820
;
Schwäb. Wb.
3, 737
;
6, 2054
/5;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 112
.
Vgl. ferner s. v.  12,  12, ,  1,  8, (Adj.) 1,  9.
4.
›Farbe, die der Farbe des Goldes gleicht bzw. mit echtem Gold angereichert ist‹; ütr.: ›Glanz der Sonne‹.
Wortbildungen:
goldbuchstabe
,
goldeinschreiber
,
goldfigur
,
goldfink
,
goldfisch
,
goldflammend
,
goldvogel
,
goldgeier
,
goldgemengt
,
goldgilge
›Gold- oder Feuerlilie‹ (a. 1594),
goldgimme
›Edelstein, der wie Gold glänzt‹; hierzu ütr.: ›falscher Prediger, gottloser Schwätzer‹,
goldglänzend
,
goldhan
›Singvogel (Sylvia cristata)‹,
goldknöpflein
›die Pflanze Goldknöpflein, Verbasculum‹ (a. 1607),
goldkraut
›herzblättriges Kreuzkraut‹ (a. 1588),
göldling
›Apfelsorte‹,
goldmerle
›Pirol‹ (a. 1603),
goldsafir
›orangefarbender Königssaphir‹,
goldschreiber
(möglicherweise auch zu 2 stellbar),
goldstik
›Goldstick, in ein Kleidungsstück mit goldfarbenem Faden eingesticktes Muster‹,
goldstriemer
›mit Goldstreifen durchzogener Fisch‹ (a. 1563),
goldtaft
›goldfarbener Taftstoff‹,
goldtinte
,
goldtrunken
›mit Goldfarbe vollgesaugt‹.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
13547
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz her [tuvel] prediger uz sante, | [...] | Daz her iz gesterne | Machte Gote verne. | Daz waren die golt gimmen, | Die mit iren suzen stimmen | [...] | Daz tumme volk bekarten.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
388, 16
(
preuß.
,
1428
):
3 totum duplex ornat eyner rot und grune side goltvogel ingetragen mit allem gerethe.
Joachim, Marienb. Tresslerb.
313, 5
(
preuß.
,
1404
):
2 ½m. Peter moler vor 6 fenchin mit des meisters wopen mit golde zu molen.
Reissenberger, Väterb.
8246
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Diu sunne hete irn glast | Geneiget und dar uf gelan | Daz sie wolte in golt gan.
Karnein, Salm. u. Morolf
18, 1
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
Ein kopff was von golde rott, | wann sie ine gein dem munde bot | ir farwe als ein rose in dem win bran.
Voc. inc. teut. k ir (
Speyer
um 1483
/
4
):
Goltschreyber Aurig͂phus e͂ q sribit cu͂ auro.
Lippert, UB Lübben
2, 287b
, 29 (
osächs.
,
1572
):
6 g. vor goltt und farben zu dem wetterhain und zu den kirchenpendernn zu farbenn.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
44, 16
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Gold- und sielberdinten zu machen. [...] Sol es aber golddinten seyn, so thue guten safran drein, ehe das quecksielber ganz getödtet wird, so schreibt es wie gold. Wiltu, so kanstu auch ein blätlein fein gold oder gut gold
(Bed. 2)
darein werfen, so wird sie desto beßer.
Göz. Leichabd.
191, 15
( 
Jena
1664
):
daß wie der leibliche Untergang dem grossen Auge dieser Welt / der Sonnen / im geringsten nicht nachhaltig oder dessen Gold⸗flam͂enden Straalen verkleinerlich ist.
Ebd.
194, 17
:
Hier stehe ich nicht so wohl mit Gold⸗trunkener feder / als mildstroͤmenden Thraͤnen.
Ebd.
196, 9
:
wenn bei fruͤhem Morgen die verjüngten Sonnen⸗straalen ihr klares Gold in die heitern Luͤffte fecheln.
v. Ingen, Zesen. Ged.
384, 11
(
Breslau
1641
):
Es ist zwar schoͤn des Pfauens Goldgemaͤngter Schwantz / welcher sich wohl mit einer gruͤnenden Auen gleichen moͤchte.
Voc. Teut.-Lat. l vir (
Nürnb.
1482
):
Goltfisch. aurena est qo’dam genus piscipum.
Schorer, Sprachposaun
42, 6
(o. O.
1648
):
Billig sollen diese wenig zielen [...] in jhren Schreibstuben mit Golt geschriebenen Buchstaben fuͤr die Augen gehangen seyn.
Golius
294
(
Straßb.
1597
):
Regulus, Kǔniglin / Zaunschluͤpfferlin / Goldhaͤnlin, Trochilus, idem.
Maaler
181r
(
Zürich
1561
):
Geyr (der) Goldgeyr / Aaßgeyr.
Ebd.
189r
:
Wie die Sonn yetz schier für ¶ Gold was oder nidergangen. [...] Goldfinck (der) Sůch Blůtfinck. Goldgeyr. Vultur alpinus. [...] Goldhendle (das) Sůch Küngele. [...] Goldsapphir (der) Ein edelgestein.
Ebd.
255r
:
Küngele (oder ochsenoͤugle / ein gar klein voͤgelin mit einem goldfarben flaͤcken auff dem kopf / [...] / Ein Goldhendlin.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
205
(
Genf
1636
):
goldhaͤnnlein / Rositalet oiseau, Regulus.
Martin, H. v. Sachsenh. Tempel
722
(
schwäb.
,
1455
):
Ein umhang [...] | Mit farben claur und fin | Gemalet meisterlich, | Von goldbuochstaben rich.
Henisch
1674
(
Augsb.
1616
):
Goͤldling / Sommergoͤldling / Roͤtling / gar rothe aͤpffel.
Bauer, u. a., Kunstk. Rud.
337
(
oobd.
,
1607
/
11
):
vögel und landtschafft mit gold gemalt.
Ebd.
388
:
2 schwartzgelacte [...] mit goldfigurn und zierd gemalte bassete schälein.
Ebd.
455
:
9 einsetzschälein inen mit golglantzendem firneiß.
UB ob der Enns
10, 303, 30
(
moobd.
,
1385
):
vmb die nachgeschriben wappen, das ist ein schilt von zobeln vnd von silber von vier stukhen in barweis, in dem vndern stukch von zobeln zwen stern von gold vnd [...] drey stern von gold in blankweis.
Rechn. Kronstadt
3, 194, 46
(
siebenb.
,
1542
):
6 eln schwarczen szamett [...], Mer vor goltaffet pro fl. 33.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
4, 6
(
mslow. inseldt.
,
1618
):
Acht Meßgewantter. 1. Von goldStickh mit feinem APPendice.
Hertel, UB Magdeb.
3, 933, 7
;
Gesner, Fische
123
;
Volkmar
51
;
Henisch
1675
;
Bad. Wb.
2, 444
;
Schles. Wb.
1, 436
/437;
Schweiz. Id.
3, 892
;
11, 2257
;
Schwäb. Wb.
3, 741
;
Vorarlb. Wb.
1, 1213
;
Barke, Spr. d. Chymie.
1991, 260
/1;
Suolahti, Die dt. Vogelnamen.
1909, 77
;
173
.
Vgl. ferner s. v. .