bessern,
V.
1.
›etw. (sehr unterschiedliche Bezugsgrößen) / jn. bessern, in einen besseren Zustand bringen, den je spezifischen Qualitätszustand e. S., die Haltung e. P. heben, steigern‹; je nach Bezugsgröße im einzelnen z. B. (von Sachen): ›etw. heilen‹; ›etw. korrigieren‹; ›etw. auffrischen‹; ›(die Klage) ändern, erhöhen‹; ›etw. aufbessern‹; ›etw. ergänzen, auffüllen‹; ›(den Münzgehalt) erhöhen‹; ›(ein Grundstück) düngen‹; (von Personen): ›jn. zu einem gottgefälligen Leben führen‹; ›jn. erbauen; jn. lehren‹; ›jn. / sich läutern‹; auch: ›sich bessern, sich günstig entwickeln (von Sachen)‹.
Phraseme:
es bessert sich wie der pelz vom waschen
›es nutzt nichts‹;
was sind wir gebessert
›was nutzt es uns‹;
seines gutes nicht gebessert sein
›keinen Vorteil haben‹;
damit ist nichts gewonnen noch gebessert
;
ich weis es wol zu bessern
›ich habe Besseres vor‹.
Bedeutungsverwandte:
,  1,
1
 1.
Gegensätze:
 12,  1, (s. v.  2), , ; vgl.  1.
Syntagmen:
vereinzelt absolut, z. B.
liebe bessert
;
jn
. (z. B.
den christen
)
b., etw
. (z. B.
den artikel / lon / verstand, die antwort / besoldung / farbe / gemeine / gewonheit / klage / münze / sprache, das gesez / pulfer / recht
)
b., jn. e. S
. (Gen.)
b., jn. / sich in seinem leben b., sich b
. (von Personen),
die sache / wunde sich b
.
Wortbildungen:
bessernis
(a. 1520).

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
13101
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Ist ouch der priester heilic, | Her enbezzert sie [wort] nicht ein har.
Luther, WA
10, 3, 122, 26
(
1522
):
Es ist kein predigt die do bessert, dann das Euanglium.
Ebd.
41, 330, 27
(
1535
):
Der Gottlos, wenn er schon lang samlet gut mit hauffen, hat ein solchen fluch jnn seim hause, das er nicht allein seins guts nicht gebessert ist, sondern jm auch untern henden verschwindet.
Ebd.
48, 179, 7
(
1547
):
das sie das Wort [...] hoͤren vnd lesen, Doch sich desselben nichts bessern.
Ebd.
49, 151, 13
(
1541
):
Er [Schatz] mus lauter umb sonst gegeben und empfangen werden, Oder du bist sein nicht gebessert.
Ders. Hl. Schrifft.
Hiob 21, 15
(
Wittenb.
1545
):
was sind wirs gebessert
[
Froschauer
1530:
nützt es vns
;
Dietenberger
1534:
nutzt es vns
]
/ so wir jn [den Allmechtigen] anruffen?
Ebd.
1. Kor. 8, 1
:
Das wissen bleset auff / Aber die liebe bessert
[
Mentel
:
pawet
].
Ebd.
14, 12
:
trachtet darnach / das jr die Gemeine bessert.
Große, Schwabensp.
218a, 15
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Wan alle de wile her
[Beklagter]
nicht vorsprechen hat, So mach Der clegere bezzeren sine clage.
Anderson u. a., Flugschrr.
12, 7, 9
(
Wittenb.
1522
):
Die schrifft ßo von got herab gebe͂ / ist / nutz zu einer laher / zu straffen / vñ bessern.
Mieder, Lehmann. Flor.
85, 9
(
Lübeck
1639
):
Etliche Kranckheiten / Gebraͤchen vnd Maͤngel bessern sich / so man sie nicht bessert.
Ebd.
86, 5
:
Bessern ist offt boͤsern. Bessern vnd boͤsern stehen in gleicher Waag.
Leman, Kulm. Recht
2, 67
(
Thorn
1584
):
ydoch mus der man syne clage wol bessyrn vor der were.
Quint, Eckharts Pred.
2, 138, 6
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
swaz der guote mensche sihet, des wirt er gebezzert. Sihet er bœsiu dinc, er danket gote, daz er in dâ vor bewart hât.
Ders., Eckharts Trakt.
47, 10
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Mac er den menschen und ouch den vinger bezzern, das tuot er; enist des niht, er snîdet den vinger abe, daz er den menschen bezzer.
Grimm, Weisth.
2, 430, 26
(
mosfrk.
,
1644
):
wan es nötig zu misten oder zu bessern.
Köbler, Ref. Franckenfort
3, 26
(
Mainz
1509
):
ob jrru͂g oder vngleich verstant mit der zeit jnfallen würde / die selben zu ercleren / zu bessern.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
164, 12
(
Frankf.
1535
):
Es machet gar schön rot / [...] vnd bessert die farb.
Kurz, Waldis. Esopus
2, 77, 14
(
Frankf.
1557
):
Es kompt in mich nicht solche speiß: | Heut ichs gar wol zu bessern weyß.
Strauch, Par. anime int.
111, 18
(
thür.
,
14. Jh.
):
ez ist ein groiz torheit daz ein mensche vile vastit und bedit und groize werc tuit und alliz eine wis, und inbezzerit sine side nicht und ist ungeruwic und zornic.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
345, 17
(
osächs.
,
1523
/
4
):
dan Scolin sein antwort nun zu ir zeit geandern oder mit icht gehochen oder pessern moge.
Gerhardt, Meister v. Prag
193, 15
(Hs. ˹
nobd.
,
1477
˺):
Do fragt er sie zcu welcher stund er sich gepessert het.
Chron. Nürnb.
3, 108, 15
(
nobd.
,
1488
):
daß die teutsch zung genugsamlich auß der latein und römischen zungen wort hett, daß man darin möcht allerlei hendel begreifen; wann wo sie mangel het gehabt an worten, were sie gepeßert und erfült auß andern sprachen.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
250
(
Nürnb.
1517
):
Den got verachtet hat, den wirdet niemant bessern.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
63, 32
(
Nürnb.
1548
):
auff das jr in disen [...] fehrlichen hendeln [...] etwas zu lesen habt / das euch bessern vnnd troͤsten muͤg.
Ebd.
119, 8
:
so hoͤrest vnd sihest du gemeinglich mer das dich ergert vnd bekuͤmmert / denn das dich bessert vnd erfrewet.
Päpke, Marienl. Wernher
12551
(
halem.
,
v. 1382
):
als si die lút | Mit iren worten besserte, | Die si von irm sun tette.
Rieder, Gottesfr.
68, 31
(
els.
,
1390
/
1402
):
darabe wart der bobest groͤsliche gebeßert und gab in gar gůte briefe.
Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 255, 36
(o. O.
um 1524
/
7
):
[es] hat sich gebeßert wie der pelz vom waschen.
Boos, UB Aarau
98, 15
(
halem.
,
1363
):
daz si etzlich ir alte fryheit, gewonheit und recht, [...], bedurffen mit unsern gnaden an disen nachgeschriben stuken ze verendrenne, ze bezzerende, ze luterende und verstandenlicher ze machende.
Ebd.
25
:
daz wir in allen unsern landen [...] alle weltliche recht, fryheit und gewonheit stiften und stoͤren, minren und meren, lúterren und bezzern mugen.
Gagliardi, Dok. Waldmann
2, 67, 21
(
halem.
,
1489
):
das Lienhart Öhen allwegen Hannsen Waldman für ander gefollget, und was derselb Waldman ie an meister gebracht, das Lienhart Öhein im da syn red gebesseret hette.
Reu, Süddt. Kat.
1, 167, 15
(
Zürich
1580
):
Wo ich aber verhoffen mag, ander Christen damit zu besseren, wil ich meinen glouben ouch bezeügen.
Koller, Ref. Siegmunds
344, 19
(Hs.
um 1474
):
Wann man innen wirt, das ein montze an einer stat abgesetzt wirtt, so findet man auch ander, dye auch absetzen und ee swechenn dann bessernn.
Chron. Augsb.
1, 138, 28
(
schwäb.
,
1368
):
wir haben uns ouch vollen gewalt genomen und usgedinget dise vorgeschriben gesatzte und artickel ze bezzern.
Munz, Füetrer. Persibein
420, 5
(
moobd.
,
1478
/
84
):
sein sannck drab pessert er nit werdt ainr vesen.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
238, 7
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
das so vil guetter lewt in dem posen krieg umb sein komen und nichtz gewunnen noch gepessert ist damit.
Zingerle, Inventare
149b, 33
(
tir.
,
1468
):
pülver, daz gepessert vnd gedörtt hat maister Niklaß.
Loersch, Weist. Boppard
26, 8
;
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
21, 17
;
Gille u. a., M. Beheim
13, 121
;
Rieder, St. Georg. Pred.
116, 5
;
Rohland, Schäden
367
;
Rennefahrt, Statut. Saanen
110, 27
;
Hauber, UB Heiligkr.
2, 40, 35
;
Meisen u. a., J. Eck
58, 28
;
Roth, E. v. Wildenberg
91, 8
;
Mollay, H. Kottanerin
14, 11
;
Schwartzenbach
D iiijv
;
J iijr
;
Dietz, Wb. Luther
1, 279
;
Rwb
2, 158
f.;
Schwäb. Wb.
1, 925
;
Schweiz. Id.
4, 1673
.
Vgl. ferner s. v.  9.
2.
phras.
die hand bessert jm., j. bessert seine hand, mit gebesserter hand
›bewaffnet gegen jn. vorgehen‹, ›mit bewaffneter Hand‹; am ehesten an 1 anschließbar.

Belegblock:

Kollnig, Weist. Schriesh.
6, 12
(
rhfrk.
,
1430
):
wann einem seine hand beßert gegen den andern alß mit gewehr, hebel, stecken und doch nichts außrichtet.
Kollnig, Weist. Schriesh.
300, 10
(
rhfrk.
,
1656
):
Wann aber der täter seine hand bößert oder einen verwundt.
Rwb
2, 159
;
Shess. Wb.
1, 723
.
3.
›etw. (z. B. Bauwerke, gewerbliche Produkte aller Art) ausbessern, durch Reparaturen instand halten, reparieren‹.
Gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
,
1
,  2, .
Gegensätze:
 1.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
den brunnen / sattel / wagen / weg, die brücke / decke / feste / hütte / mauer / rinne / stat / strasse, das dach / gemach / gut / lachen / nez / pflaster / schlos / tuch / werkzeug
)
b
.
Wortbildungen
besserheit
1 ›Haus-, Ackergerätschaften‹ (dazu bdv.: ; a. 1396).

Belegblock:

Ziesemer, Marienb. Konventsb.
162, 21
(
preuß.
,
1405
):
3 m. den muwerern die molen czu estrichen und czu bessern die muwern.
Luther. Hl. Schrifft.
Sir. 41, 19
(
Wittenb.
1545
):
KJnder zeugen vnd Stad bessern / machet ein ewig Gedechtnis.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mt.
4, 21
(
osächs.
,
1343
):
her sach zwêne andere brûdere [...] in dem schiffe mit Zebedêô irem vatere und bezzerinde
[
Mentel
:
wider machent
;
Froschauer
1531:
bessertend
;
Luther
1545:
flickten
]
ire netze.
Beyer, UB Erfurt
2, 365, 39
(
thür.
,
1356
):
daz dy egenanten koufere und yre erbin den kram an bodemen, an dachen bezzirn sullin und nicht ergirn.
Hampe, Ged. v. Hausrat
1, 5, 28
(
Nürnb.
n. 1480
):
negber schniczmesser darff mon wol | so mon im haüs was pessern sol.
Merk, Stadtr. Neuenb.
87, 23
(
nalem.
,
1499
):
damit dann dieselb statt Newemburg dester bas in baw und wesen gehalten und bracht, darzu erbawet und gebessert werde.
Welti, Stadtr. Bern
45, 9
(
halem.
,
A. 14. Jh.
):
Swer och zolner ist, der sol alle die bruͥggen, so zů der stat hoͤrent, besron vnd machen.
Dirr, Münchner Stadtr.
509, 17
(
moobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
mit schinteln pezzert iederman, ob er wil, sein dach.
Bastian, Runtingerb.
2, 190, 3
(
oobd.
,
1402
):
1 Unger umb satell, zaͤm zuͤ pesser.
Fuchs, Kart. Aggsbach
296, 14
(
moobd.
,
1431
):
Wann man aber den prunn rawmen wolt oder ettwas daran pessern.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
2, 35
(
m/soobd.
,
15. Jh.
):
das er das guet in einem jar well pesseren und peilich legen.
Ebd.
52, 3
(
16. Jh.
):
von wannen die rauch, hart und bese straß des Zerwalts gebeßert werden soll.
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
77
(
mslow. inseldt.
,
1537
):
sollen sÿ mit vleyss besehen was paÿ gemainer Stat zu pessern seÿ, als an d(er) Wer, Mauer, Dachern, Thoren.
Mollay, Ofner Stadtr.
325, 4
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
Leit aber dÿ rynne auff aines mannes want, der selb sol sÿ alleyn pessern.
Ziesemer, a. a. O.
295, 24
;
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
181, 45
;
Rennefahrt, Statut. Saanen
275, 20
;
Welti, a. a. O.
313, 25
;
Chron. Augsb.
1, 257, 33
;
8, 446,
Anm. 1;
Dirr, a. a. O.
277, 10
;
Bastian, a. a. O.
2, 248, 34
;
Koller, Reichsreg. Albr. II.
104, 26
;
Fuchs, a. a. O.
369, 15
;
Zingerle, Inventare
144b, 37
;
Bischoff, a. a. O.
114, 40
;
Rechn. Kronstadt
2, 98, 8
;
Dietz, Wb. Luther
1, 279
.
Vgl. ferner s. v. ,  2, .
4.
›etw. (ein Grundstück o. ä.) bewirtschaften, durch gute Bewirtschaftung pflegen, in gutem Stand halten, in einen besseren Zustand bringen; etw. anbauen, etw. erwirtschaften‹.
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Wortbildungen
besserte
1 ›aus der Verbesserung eines Gutes resultierender Mehrwert, über die Hypothek hinausgehender Wert‹ (dazu bdv.:  1d; dazu ggs.: ; a. 1553).

Belegblock:

Foltz, UB Friedb.
1, 141, 43
(
hess.
,
1341
):
daz eyn iclich man in des riches steden syn erbe bessern und buwen mag ane des riches schadin.
Küther, UB Frauensee
335, 31
(
thür.
,
1519
):
das ßye sich des mogenn dye zceit lang gebruchenn genisßenn, unnd gebeßernn [...] zcu irem bestenn nucz.
Hauber, UB Heiligkr.
2, 15, 10
(
schwäb.
,
1405
):
sol och ich daz selb gůt fuͥro alweg in eren haben und es bessren und nit boͤsren.
Schwarz, Awürt. Lagerb.
2, 21, 22
(
schwäb.
,
1522
):
gesetzt der ursach, dar er in
[Wein]
uß dem wüsten Wingarten bessern mag.
Dirr, Münchner Stadtr.
113, 27
(
moobd.
,
1328
):
Doh mag er von demselbm guͤt sein rehteu leipnar besern an essen, an trinchen.
Hör, Urk. St. Veit
233, 16
(
moobd.
,
1446
):
das der benant Konrad [...] den sam auf das guet pessern sol nach seinem nucz.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
43, 1
(
mslow. inseldt.
,
1497
):
dz der obgenant Michl Goldtśchmid, den Niderśten taich, so gantze Jahr, mit allem nuetz vnnd genießligkeit gebrauchen śoll, vnnd Peśśern.
Ebd.
130, 6
(
1569
):
mag auch Hans Winter, weil śein toil in der mitten ligt, durch alle graben gehen śein Erbe Zue beśśern.
Küther, a. a. O.
246, 10
.
5.
›etw. (unterschiedliche Bezugsgrößen) durch spezifische Maßnahmen fördern, in einen besseren Zustand bringen; sich bessern (z. B. vom Heer); etw. vergrößern; jn. fördern, jm. etw. zugute kommen lassen‹.
Bedeutungsverwandte:
(V.).
Gegensätze:
 1, (s. v.
1
 1).

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
5, 601, 36
(
preuß.
,
1517
):
wir haben auch keynen geordenten marckt, damit sich dy stat und wir zu pessern hetten.
Wyss, Limb. Chron.
26, 3
(
mfrk.
, zu
1336
):
Der selbe lantgrebe Henrich beßerte gar sere sin lant mit lande unde mit luden, unde he richte uf di herschaft von Drevorde.
Struck, Joh. Pfannstiel
111, 46
(
mosfrk.
,
um 1520
):
haynt dye armen lude myt buwen, baumen gebessert, iren jerlichen zynsse zu geben.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
157, 20
(
rhfrk.
,
um 1435
):
so wil ich üch so rich machen / das des uwer kinde gebessert werden.
Thür. Chron.
8v, 13
(
Mühlh.
1599
):
Zoch darnach in Hispanien / bestreit vnd gewan das gantze Land / vnd sein Heer bessert sich.
Chron. Nürnb.
3, 332, 17
(
nobd.
,
1349
):
die stat da von gepessert muͤge werden in allen iren sachen.
Koller, Ref. Siegmunds
103, 8
(
wobd.
,
1440
):
gotzdienst bessern und uffen, das bestad wol, aber den lihtren, das stadt nit.
Hauber, UB Heiligkr.
1, 318, 17
(
schwäb.
,
1354
):
und ackker dar umb kouft habin in den selben hof ze Herbrechtingen und in da mit gebessret habin.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
117, 24
(
oobd.
,
1349
/
50
):
alliu diu tier, diu idruckent, diu bezzernt sich gar vil und behelfent sich mit dem idrucken, wan si [...] werdent sneller vaizt von aim klainen ezzen wan andreu tier, diu niht idruckent.
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
359
.
Vgl. ferner s. v.  4.
6.
›sich bessern, in sich gehen, durch Einsicht seine täglichen Gewohnheiten zum besseren wenden‹; im Unterschied zu 7 stark auf nicht religiöse Lebensbereiche bezogen.
Phraseme:
Zum Sprichwortschatz mit
bessern
6 s.
Tpma
1
, 440ff.

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
86, 8
(
Lübeck
1639
):
Mancher bessert sich wie ein junger Wolff / wie der Peltz vom waschen.
Luther. Hl. Schrifft. Spr.
Sal. 1, 5
(
Wittenb.
1545
):
WEr Weise ist / der höret zu vnd bessert sich.
Voc. inc. teut. s
viv
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Pessern sich in site͂ des lebe͂s Eme͂dare.
Lemmer, Brant. Narrensch.
34, 4
(
Basel
1494
):
[Eyn narr ist] Der allzyt bgert erfaren vil | Vnd sich dar von nit besseren wil.
Sexauer, Schrr. in Kart.
224, 22
(
nöst.
,
v. 1450
):
di sullen sew vast darum straffen / Wolten si sich aber nicht pezzern / so sagen es dem prior.
Maaler
63r
(
Zürich
1561
):
Dem es sich hat angfangen Besseren / der sol anheben sich zeuͤben.
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
73
(
mslow. inseldt.
,
1537
):
wue si sich nit besserten Inen den diennst abkhundigen.
Dirr, Münchner Stadtr.
116, 19
;
Maaler
351r
;
Dietz, Wb. Luther
1, 279
.
Vgl. ferner s. v. (
der
).
7.
›Buße tun; in religiöser Demut, Reue, in der Hoffnung auf Gottes Gnade die Störung der Beziehung zwischen Gott und Mensch individuell zu beheben versuchen, etw. (oft:) innerlich sühnen, für etw. büßen‹;
bessern
im Sinne dieses Bedeutungsansatzes erscheint in der Mehrzahl der Belege als dem Menschen gegebene Möglichkeit; der Glaubensaspekt und der Gnadenaspekt spielen eine untergeordnete Rolle; offen zu 6 und 8.
Gehäuft Texte religiösen Inhalts.
Bedeutungsverwandte:
 7.
Syntagmen
mehrfach absolut; oft:
sein leben b
.; refl.:
sich b
.;
jm
. (
got
)
b
.;
etw
. (
die schuld / sünde
)
b
.
Wortbildungen:
besserheit
2.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
2825
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Do von sprach her daz wort | Zu den Pergameren dort | Daz sie sich besserten da vone.
Luther, WA
8, 282, 4
(
1521
):
Das wyr nit altzeyt pußen und unß bessern, ist eyn laster.
Quint, Eckharts Trakt.
244, 8
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
diu aller beste pênitencie ist, dâ mite man grœzlîche und ûf daz hœhste bezzert, daz ist: daz der mensche habe ein grôz und volkomen abekêren von allem dem, daz niht zemâle got und götlich ist.
Chron. Köln
2, 12r, 19
(
rib.
,
14. Jh.
):
die selue tzijt gaff got den sunderen dat Sy sych besserden ind penitentie deden.
Reissenberger, Väterb.
6131
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Daz er sin sunde bihte | Und bezzerte Gote | Nach siner gnaden gebote.
Ulner
80
(
Frankf.
1577
):
Bekehren. Bessern / von Suͤnden ablassen / vom boͤsen weichen / das suͤndtlich Leben abstellen / Buß thun.
Strauch, Par. anime int.
10, 25
f. (
thür.
,
14. Jh.
):
Ez fugite ouch siner gerechtikeit, wan gotlich gerechtikeit hait daz gestetigit daz sunde muz gebezzerit werden; und du al menslich kunne Godis vigint waz, so inmochte der mensche nicht gebezzerin. wer bezzerin solde, der muiste ein mitteler sin schussin Gode und dem menschen, [...], daz he mit siner heilegen menscheit wolde bezzerin for di sůnde und frunt Godis were, daz her gebezzerin mochte, wan her Got was.
Schönbach, Adt. Pred.
19, 1
(
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
so ist daz billic daz wir dicke bichtin und uns bezzern.
Asmussen, Buch d. 7 Grade
382
(
nobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
peßern und pußen | gelopet er an der stunde | mit herzen und mit / munde.
Langen, Myst. Leben
168, 16
(
nobd.
,
1463
):
Hastu auch ein ganczen / willen vnd fursacz, fupas dein leben zw pessern vnd nymer got leydigen mit dein sunden?
Reichmann, Dietrich. Schrr.
177, 26
(
Nürnb.
1548
):
was du bißher wider Got gesuͤndiget hast / Bitte vmb gnad / vnd besser dich.
Chron. Strassb.
115, 13
(
els.
,
1362
):
uber die kummet gottes zorn, ob sü nüt beßernt.
Lemmer, Brant. Narrensch.
31, 2
(
Basel
1494
):
Der ist eyn narr dem got jn gyt | Das er sich besseren soll noch hüt | [...] | Vnd er jm selbs sůcht eyn vffschlag.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
900
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
ich han gesúndet vil | Gen Gott, ich gern bessran wil.
Anderson u. a., Flugschrr.
2, 13, 21
([
Augsb.
]
1523
):
da mit du vil voͤlcker zerreiben migest / dz ist zůr besserheyt vñ aigner erkãtn. bringe͂.
Chron. Augsb.
2, 46, 3
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
die nomen pueß auf und wolten peßern und pueßen und von dem unglauben [...] gentzlich lan.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
105, 42
(
tir.
,
1464
):
Wir süllen pëssern vnd püessen v̈nsre sünden.
Ebd.
119, 42
:
das er si lies pëssern vnd püessen in der weiczen die sünden.
Dies., Imitatio Haller
85, 23
(
tir.
,
1466
):
ob er [mensch] sich pessern well vnd die anuechtung geduldikchleichen tragen well.
Hübner, Buch Daniel
3205
;
Reu, Süddt. Kat.
1, 255, 5
;
Dietrich. Summaria
21, 33
;
Gille u. a., M. Beheim
111, 515
;
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
501, 28
;
Rieder, Gottesfr.
90, 24
;
Lemmer, a. a. O.
86, 62
;
Anderson, a. a. O.
2, 14, 7
;
22, 4, 5
;
Bauer, Imitatio Haller O.
103, 10
;
8.
›jn. strafen, jm. eine Entschädigung auferlegen, jn. wegen eines Deliktes einem Übel unterwerfen‹; dabei spielen Wiedergutmachung, Vergeltung und Abschreckung als Prinzipien der Strafethik zusammen.
Bedeutungsverwandte:
 5,  5, , .
Syntagmen:
jn
. (z. B.
den abt / Juden / ketzer / mönch
)
b., jn. leibes und gutes b., jn. an leib und gut b
. (mehrfach),
jn. um etw
. (z. B.
um missetat / versäumnis
)
b., jn. als einen schädlichen man b., jn. nach dem saz b., jn. schwerlich b
.
Wortbildungen:
besserei
4 (a. 1498),
besserhaft
›strafbar‹,
bessermachung
.

Belegblock:

Luther, WA
37, 488, 26
(
1534
):
Ut ergo boni gezuchtiget und gebessert et alii gestrafft.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Lk.
23, 16
(
osächs.
,
1343
):
nichtis niht vordienit des tôdes ist funden in ime. Und darumme lâze ich iz en bezzeren
[
Froschauer
1531:
straffen
;
Luther
1545:
wil ich jn züchtigen
].
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
20, 70, 9
(
schles.
,
1404
):
das her alle seyn amptleute und arbeytern uf allen berckwerken [...] seczen und entseczen [...] mag, wenn her wil, dy stroffen und bessern umb ir missetat und saumnusse, als denn billich ist.
Bernoulli, Basler Chron.
5, 122, 3
(
alem.
,
A. 15. Jh.
):
und schlůgent die von Basel der gemeinde ettlichen die koͤpffe abe, [...], und bessertent ouch die edellúte, die da tot warent.
Grimm, Weisth.
5, 479, 23
(
els.
,
1523
):
wer das nut endete, der wer besserhaft worden.
Dasypodius
226r
(
Straßb.
1536
):
bessermachung [...] castigatio.
Chron. Augsb.
1, 142, 18
(
schwäb.
,
1369
):
daz ain ieglich man und fraw [...] gebezzert und gebuͤzzet sullen werden, ie darnach und si verschuldet haben.
Ebd.
169, 8
(
1374
):
und dieselben juden dorumb buͤzzen, bessern und straffen noch seiner vornufft.
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
22, 1
(
moobd.
,
1305
):
Trait ein schuler swert oder mezzer, den sol der schulmaister dar umb bezzern.
Dirr, Münchner Stadtr.
159, 10
(
moobd.
,
1344
):
den sol der riechter ze Munchen und die purger daselben uns und auch in pezzern an leyp und an guͤt.
Niewöhner, Teichner
325, 121
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
ob ein herren enpeuͤt seinem holden | uͤber dreizzig rast, er wolden | pessern paidw leibs und gůtz.
Chron. baier. Städte.
480, 3
(
moobd.
,
1398
):
Da sprachen jr vil, den es schwer was in turn ze geen: „pesserd uns alz recht sey;“ man sagt in: „wir wöllen euch nach dem saz pessern
.“
Wutzel, Rechtsqu. Eferding
7, 36
(
moobd.
,
1415
):
schol vnser richter chainen purger vmb erber sach nicht stokchen, sunder er schol in in der pürger tueren legen vnd pessern.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
153, 20
(
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
der von Salczburg gedacht het si gar swérleich ze pessern.
Winter, Nöst. Weist.
3, 604, 15
(
moobd.
,
1564-76
):
so soll der bergmaister oder ambtmann solche person also bessern das sich andre darnach von solchen stehlen hüeten.
Chron. Strassb.
961, 22
;
Chron. Augsb.
1, 147, 7
;
249, 15
;
Brunner, a. a. O.
51, 14
;
Dirr, a. a. O.
221, 21
;
Seemüller, a. a. O.
121, 4
;
Siegel u. a., Salzb. Taid.
320, 39
;
322, 9
;
Winter, a. a. O.
2, 78, 22
;
Rwb
2, 158
.
9.
›(jm.) Schadenersatz für ein zugefügtes Übel o. ä. leisten, (jm.) etw. erstatten, ersetzen, jn. entschädigen, etw. wieder gut machen‹; mit Verschiebung der Bezugsgröße: ›etw. als Schadenersatz geben‹ sowie ›für jn. Entschädigung, Genugtuung leisten‹; auch: ›etw. spenden, jm. eine Gabe zukommen lassen‹.
Gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte, auch Chroniken.
Bedeutungsverwandte:
 3,  8,  7, ; vgl.  8.
Syntagmen:
(meist mit Dat. d. P.:)
jm
. (z. B.
dem bischof / kläger / richter / wiedersachen, got
)
b
., einer Instanz (z. B.
der kirche / stat
)
b
.; (mit Akk. d. S.:)
etw
. (z. B.
den totschlag, das auge / glied / übel / wort, die wunde
)
b
., (mit Dat. d. P. und Akk. d. S.:)
jm. etw
. (z. B.
den schaden
)
b
.,
etw. mit etw
. (z. B.
mit 5 pfunden
)
b
.,
etw. nach erkentnis / minnen / recht b
.;
um etw
. (z. B.
um schaden, um eine schmach
)
b
.,
für jn. b
.; verschoben:
jm. einen ochsen b., den toten bessern
.
Wortbildungen:
besserte
2 ›Entschädigung‹ (a. 1537).

Belegblock:

Kochendörffer, Tilo v. Kulm
6217
(
preuß.
,
1331
):
Bezzert er ouch, als er soͤl, | Gote und der kirchen wol | [...] | Er wirt selic immerme.
Große, Schwabensp.
171a, 19
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
liet her iz iman an des heren orloff vnde werd iz geerghert, her můz iz bezeren.
Leman, Kulm. Recht
2, 5, 34
(
Thorn
1584
):
Was man abir eynem manne gelyet adir setzet. das sal man ym vnuorterbit wedir gebyn. Ist is ergir wurden. daz bessyre yener alse recht ist.
Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 66, 13
(
rib.
,
1427
):
Hadewich en have dan die unwissende wort unsen herren z’ierst gebessert.
Ebd.
203, 29
(
1400-45
):
ind sall dairzo dem huise und deme wedersache besseren.
Chron. Köln
1, 1387
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Seis hundert marc bezalen moisten | van Coelne die edelsten ind die hoisten | ind darzo besseren alze maile | baruoyse dem busschoue vp dem sale.
Wyss, Limb. Chron.
30, 17
(
mfrk.
, zu
1349
):
Daz beßerte he ime wol unde machte in zu eime erzebischofe zu Prage.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
7, 16
(
hess.
,
14. Jh.
):
Die heilge leczen gerne horen, [...] alle dage gode in sime herzen und in sime gebede clagen und vorbaz daz ubil bezzeren, Die gerunge des fleisches nit vollenbrengen.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
697, 12
(
thür.
,
1421
):
Ich wil dir deyn ouge das ich dir uss geslagin habe nu bessirn, du salt bischouf zu Prage werdin.
Ermisch, Freib. Stadtr.
109, 37
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Swo wunden oder totslege bezzert werden mit rate, daz heizet mit erhaften luten geebent.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
20, 49, 27
(
schles.
,
1357
):
wer das thete, der sal sin golt vorloren haben und sal es den urberern darczu bessern noch iren genaden.
Merk, Stadtr. Neuenb.
6, 16
(
nalem.
,
1281
):
und sol der das heissen besseren nah minnen alder nah rehte in einem manode.
Chron. Strassb.
289, 28
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
die herren swůrent alle zůsamene wider Troeye, das die künigin muͤste herwider werden gesant und die smocheit gebessert werden.
Ebd.
890, 15
:
Juden zů Strosburg můstent der stette bessern 20 tusent gülden.
Roder, Stadtr. Villingen
106, 16
(
önalem.
,
1500
):
das si umb den zugefügten schaden genůgsamlich gebußt und gebessert hat.
Bobertag, Eulensp.
134, 8
(
Straßb.
1515
):
er müst im dz geloben dz er dz niemans wolt sagen, vnd solt im darzů einen feißten ochsen besseren.
Welti, Stadtr. Bern
88, 15
(
halem.
,
1320
):
ist das, daz dehein burger oder gast, [...], einen andren burger [...] ersluͤgent oder verwundoten, [...], daz sol der besseren.
Maag u. a., Habsb. Urbar
2, 1, 749, 24
(
alem.
,
1394
):
Ditz ist gewonhait umb die buͤssen zu bessren: wenn ainer den andern wundet oder mit gewaffnoter hand sleht, der ist verfallen der herschafft 9 ℔ st.
UB Zug
700, 34
(
halem.
,
1427
):
wela das nit tůt, der sol es bessren mins Herren amman mit 3 s all tag.
Rennefahrt, Statut. Saanen
43, 27
(
halem.
,
1429
):
darumb sölten si weder im, noch nieman anders nuͥtzet zebessrenn, noch zeantwuͥrttenne haben.
Leisi, Thurg. UB
6, 463, 31
(
halem.
,
1368
):
so sol er uns das pezzeren mit fúmf phunden.
Ebd.
8, 606, 30
(
halem.
,
1387
):
Wär ouch, das jeman überfür, nachdem das im gebotten wurd, der sol das dem mayer besseren.
Boos, UB Aarau
265, 30
(
halem.
,
1424
):
sy getruwen, das der von Hallwil inen soͤlichen schaden, smach und frevel bessren und ablegen soͤll.
Köbler, Stattr. Fryburg
50, 27
(
Basel
1520
):
So dick aber einer das überfert / der bessert dem Schultheissen dry schilling pfennig.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 800, 10
(
schwäb.
,
1610
):
Schlecht dann einer den anderen mit feüsten solche beilen, [...], der soll daß gegen der herrschaft mit dem grossen frevel bösseren und biessen.
Chron. baier. Städte. Mühld.
401, 21
(
moobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Ez sol chain purger chainen fremden menschen behalten, wan da er wol von geantwuͤrten muͤg, pehalt er in dar uͤber, so muͤz er der stat von im antwuͤrten und pezzern fuͤr yn, swelhen schaden man von im nimpt.
Piirainen, Stadtr. Sillein
72a, 30
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Von den glyden dy man bezzeren zol mit eim halben wergelde.
Große, a. a. O.
72a, 8
;
157a, 39
;
188a, 6
;
Ermisch, a. a. O.
277, 17
;
Wiese, UB Wetzlar
1, 98, 3
;
Rennefahrt, Stadtr. Bern
268, 16
;
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
119, 31
;
Chron. Augsb.
2, 238, 2
;
Gehring, a. a. O.
356, 13
;
Dirr, Münchner Stadtr.
259, 8
;
336, 11
;
399, 20
;
408, 1
;
Brinckmeier
1, 350
;
Rwb
2, 159
;
Schwäb. Wb.
1, 926
.
10.
›jn. durch jn. ersetzen‹.

Belegblock:

Siegel u. a., Salzb. Taid.
319, 10
(
smoobd.
,
1354
):
so sullen wïr an den pfleger ainen anderen vordern. den sol er uns dann geben und den vordern verchern mit dem oder mit ainem anderen zu pessern.
11.
›etw. abstellen, verhindern‹.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
2, 199, 5
(
nobd.
,
1449
/
50
):
und zelt in alles daz zu in übel, daz vor manigen jaren geschehen was [...]. daz konten die von Nürmberg nit bessern, denn daz sie ir antwort redlich und fölliclich darauf tetten.
Rieder, St. Georg. Pred.
64, 35
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
der [herre] setzet ainen schulthaisen in die statt daz er der statt phlege und [...] bessregi swaz unzuht da geschiht.
Welti, Stadtr. Bern
108, 30
(
halem.
,
1311
):
den gebresten wellen wir versehen vnd besseren an disem briefe.