aufen,
aufnen
(letzteres etwas seltener), mit Umlaut:
äufen,
äufnen
,
V.
– Nobd. / rhfrk. / wobd.
›etw. fördern, heben, unterstützen, steigern, mehren, zum Gedeihen von etw. beitragen; gedeihen, wachsen; sich verschlimmern (z. B. von Krankheiten); jn. erhöhen, fördern‹.
Bedeutungsverwandte:
 1,  5, ,
1
 1, , , ˹(von Personen:) ˺; vgl. ,  13, .
Gegensätze:
(V.) 1; , , .
Syntagmen:
die ere
(mehrmals)
/ schande / sünde / einigkeit / gerechtigkeit / gewalt / manufaktur / messe / notdurft / wolfart, den frieden / gottesdienst / markt /
(
gemeinen
)
nuz / reichtum / müssiggänger, das reich
(mehrmals)
/ ampt / gericht / haus / lehen / wort gottes a.
; refl.:
die ere / freundschaft / stat, der friede, das gut
(jeweils Subj.)
sich a.
;
jn. in fromkeit a.
Wortbildungen
aufner
(dazu bdv.: ).

Belegblock:

Sachs
10, 315, 27
(
Nürnb.
1557
):
Wöll Gott reichlich vergelten dir, | Wöll dir dein gwalt, reichtumb und ehrn | Und dein königreich auffen und mehrn.
Koppitz, Trojanerkr.
11655
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Gernne ich ze aller frist | Wil uffen wibes wirdekaitt.
Leisi, Thurg. UB
7, 57, 4
(
halem.
,
1376
):
hab oͮch mit den aht phunt hallern das selb min lehen anderswa gebessert und geuffat.
Bachmann, Haimonsk.
3, 26
(
halem.
,
1530
):
Gott der allmechtig uffne dich inn frummkeytt.
Ebd.
3, 36
:
Gott uffne imm er, manheyt, tugend und priß.
Adomatis u. a., J. Murer. Spieg.
212
(
Zürich
1560
):
sein kranckheit die uffnet fast.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
289, 4
(
halem.
,
1576
):
die alten Berner [...] mit ir hab und guͦt etlich stuben helffen uffnen und meeren mit zins, gült und allmuͦsen.
Koller, Ref. Siegmunds
103, 8
(Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
wol gotzdienst bessern und uffen, das bestad wol, aber den lihtren das stadt nit.
Ebd.
245, 48
Var. (Hs.
16. Jh.
):
der soll geedelt und geuffet werden billich vor gott und vor der welt, den wirt der kayser begaben mit lehnen.
Chron. Augsb.
1, 163, 8
(
schwäb.
,
1398
):
das sich in allen stetten [...] eere und guͦt früntschaft, fride und guͦt gericht uffet, merret und wechßet.
Barack, Zim. Chron.
1, 49, 39
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Ich sag nit darumb, das es unrecht sei, stiftungen thon und den gottsdienst uffnen, aber ein iede sach soll ain mass und ain zil haben.
Sachs
10, 295, 15
;
387, 29
;
Boos, UB Aarau
285, 17
;
Welti, Stadtr. Bern
375, 22
;
Kottinger, Ruffs Etter Heini
2618
;
Rennefahrt, a. a. O.
148, 4
;
477, 4
;
Koller, a. a. O.
223, 28
;
V. Anshelm. Berner Chron.
1, 9, 6
;
Chron. Augsb.
1, 135, 20
;
Maaler
35r
;
Rwb
1, 859
;
921
;
Crecelius
1, 54
;
Bad. Wb.
1, 80
;
84
;
Schwäb. Wb.
1, 370
;
Schweiz. Id.
1, 123
.