bekeren,
V.;
im Md. häufig, im Obd. vereinzelt unorganischer Rückumlaut:
bekarte, bekart
(selten auch Schreibungen mit
-o-
); vgl.
Dammers u. a., Flexion der st. und schw. Verben.
1988
, v. a. § 163.
1.
›sich wenden, sich bewegen, sich umdrehen; jm. den Magen umkehren‹, jeweils gedacht als körperliche Umkehrbewegung.
Syntagmen:
bekerter magen
›verdorbener Magen‹.

Belegblock:

Ott-Voigtländer, Rezeptar
207r, 13
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
solt du dem helfen, dem der mag bekeret ist vnd das essen behaben nit mag.
Vetter, Pred. Taulers
344, 5
(
els.
,
1359
):
wan unser herre der enkan mit disen nideren dingen nút; es ist im ze enge da; er enkan sich niergent bekeren.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
485, 8
(
els.
,
1362
):
Do schlufent sú in einen so engen kerker das er sich nút mohte in die hohen uf gerichten noch in die witen bekeren.
Preuss. Wb. (Z)
1, 506
.
2.
›sich von jm. / etw. abwenden; jn. von etw. (das als unrecht, falsch beurteilt wird) abbringen; (sein Antlitz) von jm. abwenden‹.
Bedeutungsverwandte:
 4,  1,
2
 11,  13,  8.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred.
2, 419, 1
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
swenne sich der mensche bekêret von im selben und von allen geschaffenen dingen.
Schwartzenbach
D ijv
(
Frankf.
1564
):
Bekeren. [...]. Zu recht bringen. [...]. Von boßheit oder buberey abhalten. [...]. Von vnzucht abfuͤhren / abwenden / abkeren. Einen von seiner gewohnten weiß abziehen.
Mone, Adt. Schausp.
1, 2087
(Hs. ˹
omd.
,
1391
˺):
stant uff kuͤngin czart! | du
e
salt dich von dem schlaffen bekere.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
194, 35
(
els.
,
1362
):
daz er dise cristen frowen also von irme glǒben hette bekeret.
Ebd.
793, 4
:
Er het daz folk alles bekert von vnsern gottern.
Rieder, St. Georg. Pred.
89, 15
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
o herre, du hast din antlútz von mir bekeret, da von bin ich betruͤbet.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
43, 4
(
oobd.
,
1349
/
50
):
vil hârs auf den schultern [...] bedäut [...] widerspenichait, alsô daz den menschen niemd leiht bekêrt von seinem fürsatz.
3.
›jn. schlagen; jn. zur Hölle weisen, führen; (Vieh) auf die Alm treiben‹.

Belegblock:

Eggers, Psalter
13, 20
(
thür.
,
1378
):
So ich bekere minen vient zcu rucke, si siechint vñ vorwerden von dime antlicze.
Ebd.
16, 5
:
Di sundere werden alle bekort in di helle.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
470, 12
(
m/soobd.
,
1612
/
36
):
mag ain jedlicher aber nit mehr alß seine gerechtigkeit bekehrn.
4.
›sich verändern, sich umkehren, wandeln; etw. verwandeln; etw. in etw. umwandeln; etw. verdrehen, verkehren; etw. durch Umkehr in Ordnung bringen, schlichten, etw. zum Guten wenden; etw. in eine andere Sprache umsetzen, übersetzen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
325
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz sie mit guten bilde | Den irretum bekerten.
Fischer, Brun v. Schoneb.
1007
(
md.
, Hs.
um 1400
):
sal ich ditz beworne entwerren, | und daz umberichte bekeren.
Froning, Alsf. Passionssp.
2334
(
ohess.
,
1501ff.
):
all vnßer eren, | unser gesecze wel sich nu bekeren, | synt das der ungestalte man | die toden heyschet uffstan!
Eggers, Psalter
65, 5
(
thür.
,
1378
):
Dv bekortes myn weynen in vroyde mir.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
28, 24
(
Straßb.
1650
):
daß wohl ein steinern Hertz sich darob bewegen, erweichen vnd bekehren solte.
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 104, 4
(o. O.
1517
):
Sich an mein schweiß so warm in blŭtig farb bekert.
Wiessner, Wittenw. Ring
9699
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Das [ewig leben] well uns auch der selbig geben, | Der wasser [...] | Hat [...] ze wein bekert!
Löffler, Columella/Österreicher
1, 20, 22
(
schwäb.
,
1491
):
Wann des sind die achtundzwaintzig mercklichi buͤcher uß geordnottem rǎtt der Roͤmer in lattinschi sprach bekertt.
Ebd.
81, 14
:
ain ietlich waiss wiert in dem fúchten ertrich nach der dritten saut bekertt in den roggen.
Chron. Augsb.
4, 177, 26
(
schwäb.
,
v. 1536
):
da ist ir fraid und pracht zů leid und spott bekert worden.
Niewöhner, Teichner
305, 16
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
ainez schant den andern eret. | also ist dw werlt becheret.
Klein, Oswald
20, 20
(
oobd.
,
1431
/
2
):
der tag die nacht mit schein bekart.
Dubizmay, kurß zu Teutze
61, 5
;
Schwäb. Wb.
1, 824
;
6, 1612
;
Lindmeyr, Wortsch. NT.
1899, 96
.
5.
›genesen, (von einer Krankheit) befreit werden‹.
Bedeutungsverwandte:
, .
Wortbildungen:
bekerde
1,
1
bekerung
1 ›Krisis‹.

Belegblock:

Follan, Ortolf. Arzneib.
30, 2
(
rib.
,
1398
):
Jst auer eyn mensche bekart von der sucht vnde en hat nicht wol geswetet, alzo dat he noch in groter kranheyt ys.
Diefenbach
157b
;
158a
.
6.
›jn. / etw. auf jn. / etw. hinlenken, hinwenden, richten, orientieren‹.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred.
2, 45, 6
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Enwære daz niht ein edel leben, daz ein ieclîcher wære bekêret ûf sînes næhsten vride als ûf sînen eigenen vride.
Rieder, St. Georg. Pred.
54, 39
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
gaischlichú nature ist also: swa si bi dem ersten hin wirt bekeret, da ist sie iemer hin bekeret.
Ebd.
60, 18
:
din antlút sol zů mir sin bekeret.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
442, 20
(
els.
,
1362
):
Do wolte sú ir vatter mit senften worten zů den abgottern bekeren.
Schmidt, Rud. v. Biberach
121, 26
(
whalem.
,
1345
/
60
):
wand si [minne] die nideren ding vnd personen bekert zvͦ ir schoͤpfer.
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
230, 14
.
7.
›sich bekehren, sich von einer als religiös defizient erkannten zu einer religiös fundierten Existenz wenden‹; im einzelnen kann dies z. B. sein: ›(zum christlichen Glauben) übertreten; (ins Kloster) eintreten‹; vereinzelt in rechtlichem Zusammenhang: ›sich eines Besseren besinnen, in sich gehen‹.
Texte religiösen, auch didaktischen Inhalts.
Zur Sache:
LThK
2, 136-8
.
Bedeutungsverwandte:
 17.
Syntagmen:
sünder
(häufig)
/ königin / richter / heiden / juden sich b
.;
sich nach got b., sich zu got / dem herren, zu den tugenden, zu dem christenglauben b., sich von den sünden b
.
Wortbildungen:
bekerte
(
der
) ›Laienbruder in Klöstern‹ (dazu bdv.: ).

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
6653
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
So wolde ich begeben wesen | Und wolde mich gar bekeren | Von vorchten libes und eren.
Große, Schwabensp.
111a, 2
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
op her [achtere] sich bekeren vnde bedenken wille, daz her da von qůeme.
Froning, Alsf. Passionssp.
6640
(
ohess.
,
1501ff.
):
du salt dyn lon entphaen | in dem hymmelrich, | das du hast bekart dich!
Reu, Süddt. Kat.
1, 256, 18
(
Heidelberg
1563
):
Frag. Können denn die nicht selig werden, die sich von jrem vndanckbaren vnbußfertigen wandel zu Gott nicht bekeren?
Schönbach, Adt. Pred.
14, 24
(
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
du solt din bicht tun vor dinem tode, lebendinc und gesunt soltu bichten und solt dich bekern.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mt.
13, 15
(
osächs.
,
1343
):
daz si niht etwanne sehin mit den ougin [...] und mit dem herzcen vorstân und bekêren sich.
Luther. Hl. Schrifft.
5. Mose 4, 30
(
Wittenb.
1545
):
So wirstu dich bekeren zu dem HERRN deinem Gott.
Gille u. a., M. Beheim
132, 349
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
der mag sich gar in kurczer stund | vil leiht morgen pekeren und | ain guter kristen werden.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
97, 17
(
Nürnb.
1548
):
das du zu dem Herrn Christo dich bekeren [...] / vñ seinem wort folge͂ / von suͤnden ablassen [...] solt.
Vetter, Pred. Taulers
141, 26
(
els.
,
1359
):
das merre froͤide si in allen heiligen und engelen do sich ein súnder bekert, denne von hundert anderen.
Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
1, 77
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Der leren wil, der mag sich bekeren.
Ebd.
114
:
das in got gespart hat in sinen súnden vnd beitet noch sime bekerende.
Ebd.
317
:
Hie wellen wir nút sprechen von dem ersten bekeren des menschen, noch von der ersten gnaden, die im gegeben wart, do er sich bekerte von den sv́nden zvͦ den túgenden.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
90, 1
(
els.
,
1362
):
Do von so bekertent sich zů dem kristen glǒben die kúnigin, die rihtere vnd die iuden alle.
Ebd.
383, 14
:
sehent an den grossen gewalt vnserre gotter vnd bekerent uch.
Warnock, Pred. Paulis
3, 67
(
önalem.
,
1490
/
4
):
Under dissem [...] pom des crútzes werdent wir erkikt in dem bekeren von súnden.
Sappler, H. Kaufringer
2, 4
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
da begunden sich bekeren | gar vil ungelaubiger diet.
Fellmann, Denck. Schrr.
2, 56, 31
(
Augsb.
1526
):
wann sich der sünder bekeret, will ich seiner sünde nymmer gedencken.
Henisch
269
(
Augsb.
1616
):
Bekeren / sich bessern / von suͤnden ablassen / buß thun / rew vnd leid tragen. [...]. Die allzeit lehren / Thun sich nimmer bekehren.
Rot
300
(
Augsb.
1571
):
Conuerss, Bekert / gebessert / also nennen die Geistlichen jre paͤrtling in den Kloͤstern / Als die sich von der Welt inn ein geistlich leben bekert haben / [...]. solche seind halbs Münich / halbs Leyen.
Gierach, Märterb.
19285
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
nach Got prachten sy den sin, | daz sy [maid] sich nach Gott bechart | und vonn dem pabst getauft wart.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
107, 26
(
tir.
,
1464
):
die also peleiben in irer czwitracht vnd irrung vnd sich nit wellen pecheren.
Helm, a. a. O.
12934
;
ders., H. v. Hesler. Nicod.
5139
;
Froning, a. a. O.
78
;
Eggers, Psalter
11, 6
;
Bechstein, a. a. O. Lk.
17, 4
;
Gille u. a., a. a. O.
82, 658
;
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
214, 2
;
Bihlmeyer, Seuse
373, 3
;
Lemmer, Brant. Narrensch.
38, 83
;
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
26, 23
;
Morrall, Mandev. Reiseb.
46, 20
;
Fellmann, a. a. O.
2, 85, 23
;
Maaler
56v
;
Dietz, Wb. Luther
1, 247
.
8.
›jn. bekehren, jn. von einer als religiös defizient erkannten zu einer religiös fundierten Existenz bewegen‹; im einzelnen: ›jn. zum Übertritt zum Christentum, zu einer christlichen Konfession o. ä. bewegen, bringen‹.
Bedeutungsverwandte:
, .
Syntagmen:
jn
. (z. B.
den calvinisten
)
b., das herz / die sele b., ein geschlecht, die judenschaft / heiden / phariseer / saduceer / sünder b., jn. nach dem wort b., jn. zu got / Christo, zum glauben, zu einem guten leben b., jn. von sünden / irtum / des teufels orden b., lere jn. b
.;
des volkes b
.;
sele bekert sein, bekert sein von etw
.;
bekerter heide / jude / schächer
.
Wortbildungen:
bekerer
.

Belegblock:

Fischer, Brun v. Schoneb.
10636
(
md.
, Hs.
um 1400
):
[di judenschaft] sal zu jungest bekart werden | mit der vir ewangelia lere.
Chron. Köln
1, 73
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
dat men sente geleirde heren, | dat sy des volkes moichten bekeren.
Franz u. a., Qu. hess. Ref.
4, 159, 11
(
hess.
,
1538
):
der bekeirte scheicher hette im anfang der kruzigung auch gelestert.
Hübner, Buch Daniel
4315
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Bi sime reinen leben | Bekarte er vil snodir | Sunder.
Mone, Adt. Schausp.
1, 2529
(Hs. ˹
omd.
,
1391
˺):
[wir] sint cristen worden, | bekart von dez tufels orden.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 279, 4
(
Bautzen
1567
):
O suͤsser Meister vnd Lehrer, | Vnd der jrrenden bekerer, | Von jrthumb vnd Suͤnd vns bekehr.
Bihlmeyer, Seuse
454, 1
(
alem.
,
14. Jh.
):
moͤhte ein mensche alle selen von dem fegfúr erloͤsen und alle súnder bekeren zů eime gůten leben.
Goldammer, Paracelsus
2, 132, 10
(
1530
/
5
):
also wil gott, daß wir richten auf erden, nicht toten, sondern bekeren.
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
235, 8
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
daz sich der mensche kere zuo gotte, daz enmag niht gesin, nihtwan in kere denne got. Unde daz ist bereiten sich zuo der gnade: alse bekeret ze werden zuo got; alse der, der da einen gegenwurf hat, der da bekeret (ist) von dem lieht der sunnen, übermitz daz so bereitet sich etwer, wider zebringenne daz lieht der sunnen, daz er sinü ougen kere gegen der sunnen.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
1, 39, 13
(
schwäb.
,
1416
):
der ingang zu der mess ist ain lob der christenhait umb di becherten juden.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 237, 16
([
Augsb.
]
1548
):
Es ist not das uns bekere | Pfaffen und Klosterleütte leere.
Roth, E. v. Wildenberg
39, 16
(
moobd.
,
v. 1493
):
ain hertzog von Bairn; der pekert die zwai geschlecht, Henen und Götten.
Hübner, a. a. O.
2260
;
6196
;
Dubizmay, kurß zu Teutze
10, 17
;
84, 1
;
Strauch, Par. anime int.
40, 2
;
Eggers, Psalter
39, 15
;
Thür. Chron.
24v, 2
;
v. Tscharner, Md. Marco Polo
71, 5
;
Luther, WA
41, 39, 7
/8 Var.;
Kehrein, a. a. O.
1, 131, 17
;
279, 4
;
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
47, 47
;
Gille u. a., M. Beheim
346, 34
;
Anderson u. a., Flugschrr.
8, 5, 4
;
Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
2, 1186
;
Lindqvist, K. v. Helmsd.
747
;
Chron. Augsb.
4, 8, 4
;
Eschenloher. Medicus
79, 5
;
Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
117, 19
;
Gierach, Märterb.
10440
;
Schmitt, Ordo rerum
125, 3
;
Diefenbach
467a
;
Henisch
269
;
Dietz, Wb. Luther
1, 247
.
9.
›jm. etw. erstatten, ersetzen, (einen Schaden) vergüten, begleichen‹; mit Verschiebung der Bezugsgröße: ›jn. entschädigen, jm. Schadenersatz leisten‹.
Syntagmen
jm. die stat, das gut / pfand, den schaden b
., verschoben (mit Acc. d. P.):
jn. b
.

Belegblock:

Schöpper
85a
(
Dortm.
1550
):
Refundere. Erlegen erstatten erfuͤllen ergäntzen ersetzen bekeren erschiessen erwidern widerlegen widergelten.
Köbler, Ref. Wormbs
238, 43
(
Worms
1499
):
dem verlyher soͤlichen schaden zuerstatten vnd bekeren.
UB Zug
758, 44
(
halem.
,
1431
):
Wer ǒch dem andren sine pfender entwert [...], der sol sy im wider weren und bekeren.
Tobler, Schilling. Bern. Chron.
1, 108, 19
(
whalem.
,
1484
):
Den Eidgnossen wurdent ouch etlich [...] gevangen und des iren on recht beroubet, das inen nie wider bekert mocht werden.
Edlib. Chron.
8, 13
(
ohalem.
,
um 1500
):
vnd söllend die von switz vnser frowen [...] die stat [...] gentzlich bekeren.
Müller, Nördl. Stadtr.
416, 15
(
schwäb.
,
1441
):
ob sie iemant ichtz verwarloseten und zu schaden teten, den söllen sie bekeren.
Chron. Augsb.
2, 347, 40
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
uns und die unser söllicher vintschaft zu vertragen und den unsern ir genomen gůte wider zu bekeren.
Köbler, Ref. Nürnberg
313, 14
;
Merk, Stadtr. Neuenb.
163, 29
;
UB Zug
241, 18
;
Boos, UB Aarau
138, 7
;
Gagliardi, Dok. Waldmann
1, 258, 8
;
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
196, 5
;
Müller, Stadtr. Ravensb.
242, 21
;
Rwb
1, 1493
;
Schwäb. Wb.
1, 824
;
Vorarlb. Wb.
1, 281
.
10.
›etw. zu etw. verwenden, gebrauchen‹.
Halem.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
, .

Belegblock:

UB Zug
143, 10
(
halem.
,
1374
):
des selben geltes ǒch wir von im gewert sint unn in der burger nutz gemeinlich bekert.
Welti, Stadtr. Bern
309, 3
(
halem.
,
n. 1437
):
suͥllen wir zwen erber man dar zů sezten, die der kilchen wachs uff nemen vnd das bekeren in der kilchen nutz.
Ebd.
363, 19
(
1442
):
das soͤlich holtz aber nit an semlich buͥwe bekert noch verwent wirdt.
Boos, UB Aarau
49, 39
;
Wmu
1, 174
;
Rwb
1, 1493
;
Schwäb. Wb.
1, 824
.