ausschwingen,
V., unr. abl.
1.
›fliegend dahingleiten, sich hintragen lassen, sich hinausschwingen‹; ütr.: ›sich ausbreiten (z. B. von politischen Bestrebungen)‹ (dazu bdv.: vgl.  2).

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 425, 7
(
Nürnb.
1631
):
Der Engel schwung sich auß in alle Land, | Biß er die lieben Zwoͤlffbotten fand.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
186, 7
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wenne er [greiffalk] den raup siht den er vâhen wil, sô swingt er sich auz und schawet, ob er im eben sei.
Schweiz. Id.
9, 1986
.
2.
›sich aus einer Umklammerung befreien; sich frei machen, entrinnen‹; ütr.: ›sich aus einer unangenehmen Lage befreien, sich aus etw. herauswinden‹.
Syntagmen:
sich leichtlich a.
;
sich aus einem last a.

Belegblock:

Schöpper
39b
(
Dortm.
1550
):
Effugere. Empfliehen entrinnen entlauffen entwuͤschen entschlippfen entspringen enttraben entkommen empfallen sich außdreyen sich außwischen sich außschwingen.
Maaler
46r
(
Zürich
1561
):
Außschwingen. Effligere, Excutere. Sich von einsi armen / der vns vmbfangen hat Außschwingen.
Schweiz. Id.
9, 1986
.
3.
›jn. auspeitschen, ausstäupen‹.
Bedeutungsverwandte:
 11; vgl.  20.
Syntagmen:
das weib, den knaben / gewandkrämer a., jn. mit ruten a.

Belegblock:

Schwäb. Wb.
1, 514
(a.
1586
;
1644
);
Schweiz. Id.
9, 1986
(
seit 1540
).