absitzen,
V., unr. abl.
1.
›absitzen, vom Pferde steigen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  1,  11,  12.

Belegblock:

Buck, U. v. Richent. Chron. Conz.
149, 4
(
alem.
,
um 1430
):
do zoch unßer hailger vatter [...] von Costentz und rait gen Gottlieben und sauß da ab.
Chron. Nürnb.
1, 373, 11
(
nobd.
, zu
1426
/
7
):
da kam der dritt cardinal [...] eingeriten zu spitaler tor unter vesper und saß ab von dem pferd vor sant Sebalts kirchhof.
Ebd.
4, 304, 1
(
nobd.
,
15. Jh.
):
da saßen die münch vor dem closter ab und giengen hin ein.
2.
›(aus einem Wagen) aussteigen, (vom Wagen) heruntersteigen; (vom Schiff aus) an Land gehen‹.

Belegblock:

Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
88, 27
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Fraw, sitzt ab von dem wagen, und habt rew ewr sünden.
Turmair
1, 406, 22
(
Augsb.
1517
):
portus ’lend, urfar, da man zuefert, absizt, uberfert [...]’.
3.
›sich ansetzen, anlagern (z. B. von Körperfett)‹.

Belegblock:

Fastnachtsp.
218, 10
(
nobd.
,
15. Jh.
):
Und hett er neur eins pfunds zu vil, | Das abgesessen wer von dem magen.
4.
›durch eine bestimmte Leistung eine Auflage erfüllen, sich von ihr befreien‹; in folgenden Belegen speziell: ›durch Selbstbewirtschaftung des (freien) Eigens von der Marchfutterabgabe frei sein‹.

Belegblock:

Dopsch, Urbare Steierm.
509, 16
(
m/soobd.
,
15. Jh.
):
abgesessen 1 s.
Ebd.
518, 1
:
facit 14 s, daraus von alter geheng 4 s 5 q, absiczen 2 s.
Bischoff, Steir. Landr.
125, 7
(
m/soobd.
,
v. 1425
):
Ez siczt ain edel man dem herczogen sein marichfûter. ab auf zwain hûben.