ausrichtig,
Adj.
1.
im Syntagma etw. ausrichtig machen
in zweierlei Bedeutung: a) ›etw. bezahlen‹;
zu 9;
b) ›etw. beenden, durchführen, erledigen‹;
zu 12.
Syntagmen
(zu b): die ordnung, den krieg / tag a. machen.
Belegblock:
so muß dy mait [...] der frouwen met funffczehen schillingen pheningen [...] zcu bussen gebin unde deme richter syn gewette ußrichtig machen.
2.
›anstellig, gewandt, fähig, kundig, umsichtig im Hinblick auf die Erledigung von Aufgaben; arbeitsam, fleißig‹; von Sachen (vereinzelt): ›ordnungsgemäß‹; erstgenannte Nuance teils mit positiver Konnotation in Richtung auf ›rechtschaffen, redlich‹, teils mit negativer Konnotation in Richtung auf ›hurtig, pfiffig, gerieben‹; Bedeutungsverwandte:
, 2, (Adj.) 2, 4, 2, , , , , (Adj.) 3; 4, (Adj.) 4, 3, , , 7, , 1, , , , ; mit positiver Konnotation: 1; 4, 2, 7; negativ konnotiert: 5, 2, 1; vgl. 2, 1
1, 2, , 3, 1, .Gegensätze:
.Wortbildungen:
Belegblock:
Sedulus. / Fleissig / embsig / frutig / geflissen / luͤstig / vnuerdrossen / wackerig / vnablessig / arbeitig / außrichtig / arbeitsam / vnmuͤssig / vnruͤwig / geschefftig / thǎtig.
da Salomo sahe / das der Knabe ausrichtig war / satzt er jn vber alle Last des Hauses Joseph.
wo ein hauptman wer, der niht redlichen und awzrichtig wer.
Ausrichtigkeyt snelligkeit behẽdigkeit bereitigkeit promptitudo.
daz si aller jaͤrlich [...] der kinde nechsten fruͥnde [...] erber und usrichtig rechnung von (dem) gůt tůn sol.
Hans Aurhan, ain lustige person, vast ausrichtig, in der chorherrn Stainhaus wohnend.
ÿe laͤssiger. wicziger vnd außrichtiger er ist in zeitlichen hendeln ÿe eÿnuaͤltiger. vnlaͤuffiger vnd vnuenstendiger er ist [...] in goͤtlichen dingen.
Klein, Oswald
22, 143
; Voc. inc. teut.
b viijr
; Scherzius
78
; Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 377
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