Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
daz sal der keyser med dem swerde richten vnde mid dem werliken richte vnde mid der achte. § So sal det geystlike gerichte gwingen mid deme banne.
Toeppen, Ständetage Preußen
3, 21, 2
(
preuß.
,
1447
):
das die Hollander begerten der keserlichen ocht hir ins land gefreiet zcu siende.
Foltz, UB Friedb.
(
hess.
,
1386
):
daz die von Wurms uszer banne und ahte koment.
Laufs, Reichskammergo.
269, 8
(
Mainz
1555
):
daß [...] demselben churfürsten, fürsten oder standt gebotten werden soll, die erlangten urtheil, verfallen peen und acht zu volnstrecken.
Leman, Kulm. Recht
(
Thorn
1584
):
Tzuhet sich dy vrouwe nicht vs der ochte myt rechte vnd vnschuldiget sich des mordes.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
185, 30
(
thür.
,
1474
):
unde sint dy teter [...] nach rechten cleyden unde nach rechter furderunge in dy achte genomen.
Kohler u. a., Bamb. Halsger.
(
Bamb.
1507
):
Wurde dann die missetat zu recht gnug bewisen, So sol alssdann die acht erkant werden.
Geier, Stadtr. Überl.
(
alem.
,
1532
):
das er ... weder in aacht noch bann, deßgleichen weder vor hoff-, land- oder andern gerichten rechthengig sei.
Schlosser, H. v. Sachsenh. Mörin
3539
(
schwäb.
,
1453
):
Man möcht in wol geladet hoͮn | Zů Swaͮben dort für mang gericht. | Het er sich da verantwürt nicht, | So wer er kommen in die aͮcht.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
(
schwäb.
,
1556
):
darzue die spännischen und die, so in der acht seind und auch die eerlosen, als mainaidig, offen eebrecher und ander dergleichen offenbarlich verluembdt personen.
Glitsch u. a., Hofger. Rottw.
62, 13
(
schwäb.
,
um 1435
):
Von der auchte, wie ainer geaͤchtet wirt, wen man daruß lassen [...], wie der uß aucht komen ist dem cleger ains rechten sin
[es folgen viele Einzelangaben zur Sache].
Acht geschicht durch den Keyser / Bann durch den Bapst [...]. In die acht thun / mit leib vnd gut in die acht thun / verjagen / einem weg vnd steg / wasser vnnd waid verbieten / Vogelfrey machen.
Einen in der Acht oder bann thůn / Eim wasser vnd weyd verbieten / Einen von gemeinschafft vnd brauch wassers vnd fheürs bannen.
Roder, Stadtr. Villingen
(
önalem.
,
1592
):
Wür haben auch gesetzt: Wann [einer] rechtloß oder in ächt und anleite erclärt wurde.
nam inen was si hetten, tet si in acht und aberacht, verschiket si in das elend.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
(
m/soobd.
,
14. Jh.
):
pring man iemant der in dem vorgenanten uͤrbar gesezzen ist umb ein schuld in di aͤcht an der lantzschrann.