stets,
Adv.
1.
›fordauernd, fortwährend, anhaltend, stets‹, wie
stäte
(Adj.) 1 bezogen auf die volle Spanne einer im Text genannten oder verausgesetzten Zeit; vereinzelt mit Tendenz zu iterativem ›wiederholt, immer wieder‹.
Bedeutungsverwandte:
 2,  1, , ,  1.
Syntagmen:
s. regnen, fluchen / schlagen / wirken, sich s. erbarmen / erbrechen, jn. s. martern / quälen, s. fiebrig / süchtig sein, s. im krieg sein, s. bei einander sein, mit einander saufen, jm. s. gehorsam sein, der himmel s. offen stehen, jn. s. beleiten, s. etw. inne haben, s. guttat tun, etw. aufziehen
›verzögern‹;
jn. s
. [wohin]
senden, s. etw. im herzen haben, das feuer s. anblasen, s. etw. für augen haben, s. wieder das gesaz streben, s. wasser vor der tür haben, jm. s. in den oren liegen, sich s. in der liebe ausgiessen, die bäume s. vol frucht sein
.
Wortbildungen:
stetswärend
.

Belegblock:

Schöpper
47a
(
Dortm.
1550
):
Semper. Alweg alle zeit jmer zu stetigklich staͤts fuͤr vnd fuͤr jmer dar je vnd je je zu zeiten.
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
13, 2
(
Frankf./M.
1626
):
hat jhme einen vnsterblichen Nahmen / vnd stetswehrend Lob bey aller Christenheit / [...] / hinderlassen.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
2, 14
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
umme das sante her yn wol xlvj jar stetis in manchirhande provincien.
Ebd.
30, 1
:
mit boumen di do wachsin unde grunen, und stetis vol vrucht ist.
Franck, Decl.
349, 7
(
Nürnb.
1531
):
das sie zwen stets wie alweg / doch fürnemlich ein mal zwo gantz naͤcht miteinander suffen.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
130, 20
(
Nürnb.
1548
):
Wer aber dē weib nichts zu gut haltē / stets fluchē / schlagen / vn̄ der gleichen wil / was thut derselb? Er hilfft dē Teuffel zu seinem werck.
Ebd.
232, 33
:
es kan nit steds regnen / vnd vngewitter sein.
Barack, Zim. Chron.
2, 366, 23
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
war das weib ganz unrüebig und lag dem gueten doctor stetts in oren.
Wackernell, Adt. Passionssp. Br. I,
851
(
tir.
,
1551
):
Her Caipha, er hat sich aufferhept | Und staczt wider unser gsacz gestrebt.
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
56
(
mslow. inseldt.
,
1537
):
Das Iederman vnnter seinem dach Im haus od(er) vor d(er) thur stets wasser halten, auch Lättern haben.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
329, 11
;
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
13127
;
Roloff, Naogeorg/Tyrolff. Pamm.
101, 832
;
Opitz. Poeterey
42, 12
;
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 3, 2
;
287, 7
;
Reichmann, a. a. O.
235, 7
;
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 8, 12
;
Barack, Teufels Netz
13611
;
Wyss, Luz. Ostersp.
47
;
7134
;
Sappler, H. Kaufringer
17, 201
;
Chron. Augsb.
5, 103, 4
;
175, 3
;
Barack, Zim. Chron.
4, 215, 3
;
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
143, 3
;
228, 13
;
Siegel u. a., Salzb. Taid.
286, 2
.
Vgl. ferner s. v.  1,  2,  4,  13, , (Adj.) 1, (V.) 19, .
2.
›ohne Unterbrechung‹.

Belegblock:

Schöpper
47a
(
Dortm.
1550
):
Semper. [...] On feiren on ablassen vnableßlich on vnterlaß on vffhoͤren vnauffhoͤrlich.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
552, 6
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Der krieg weret’ stäts zehen jar, | sechs monatt, zwelff tag, bis er gar verginge.