allerwegen,
alleweg,
allewege,
allewegen,
allewegent,
alweg,
alwegen,
alwent,
Adv.;
alle Formen reich belegt, am häufigsten
alweg
; teils Getrennt-, teils Zusammenschreibung; weitgehend paralleles Bedeutungsfeld s. v. .
1.
›überall‹; in einer Reihe von Belegen ist die Unterscheidung von räumlicher und zeitlicher Verwendung nicht möglich (vgl. 2).
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Nicod.
2553
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Sie heten kume sin gebiten | und liefen aller wegene | Josephe san zugegene.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 8, 10
(
Bautzen
1567
):
Gib mir O Herr den heilgen Geist, | [...] | Darzu auch den gutten Engel, | Das er alweg sey mein gesel.
Ebd.
2, 389, 6
;
Helm, a. a. O.
466
;
Ders., H. v. Hesler. Apok.
4294
;
15490
;
Dietz, Wb. Luther
59
;
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
34, 24
.
2.
›fortwährend, immer stets‹, die Zeitdauer angebend.
Bedeutungsverwandte:
 1, , ,  1; vgl. , , , .

Belegblock:

Wyss, Limb. Chron. U
120, 36
(
mfrk.
,
1371
):
ewelichen unde alle wege.
Dubizmay, kurß zu Teutze
6, 5
(
hess.
,
1463
):
als er [heylige geyst] was von anbegynnen vnd nü vnd alweg.
Chron. Nürnb.
5, 659, 11
(
nobd.
,
1503
):
die poeten und die schulmaister zu sant Sebolt die sind alwegen widerainander gewest.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
847
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
Wan er
[Gott]
allweg ist berait | Ze nemen uns in sin gelait.
Wyss, a. a. O.
40, 8
;
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
1635
;
1975
;
Dubizmay, a. a. O.
5, 13
;
Sachs
14, 301, 28
;
Chron. Nürnb.
5, 717, 1
;
Chron. Augsb.
1, 168, 19
;
4, 15, 14
;
35, 19
;
172, 33
;
5, 14, 2
;
239, 1
;
Dierauer, Chron. Zürich
20, 4
;
Niewöhner, Teichner
41, 4
;
379, 6
;
Buijssen, Dur. Rat.
13, 16
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
101
;
Schöpper
47a
;
Maaler
13v
.
3.
›immer wieder, jedesmal, jeweils‹, die Wiederholung von Zeitpunkten angebend; vereinzelt Aufgabe des Zeitbezugs: ›je, pro‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2.
Syntagmen:
a. in der fasten, auf sant Martinstag, a. von fünf jaren ze fünf jaren, a. am dritten jar.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
1, 29, 21
(
nobd.
,
v. 1407
):
alle wegen den vorstern von idem hawse [...] sehtzik haller.
Roder, Stadtr. Villingen
69, 20
(
önalem.
,
15. Jh.
):
allwend ze santt Johanns zit.
Niewöhner, Teichner
366, 40
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
do gieng seu [dw vraw] albeg auf den chor | zu der christenleichen ler.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
9, 1
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
hort, das albeg funnfzig Turckhen an ainen Christen warn, doch gab in Got die gnad.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 202, 16
;
Chron. Augsb.
2, 78, 19
;
297, 2
;
3, 226, 15
;
385, 33
;
4, 253, 12
;
Roder, a. a. O.
108, 12
Var.;
Bernoulli, Basler Chron.
6, 454, 13
;
Vetter, Pred. Taulers
61, 21
;
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
169, 29
;
Rennefahrt, Statut. Saanen
33, 31
;
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
21, 21
;
101, 5
;
Roth, E. v. Wildenberg
72, 2
;
Winter, Nöst. Weist.
1, 173, 7
;
Pfälz. Wb.
1, 169
.
4.
›gänzlich, in jeder Hinsicht, vollständig‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
2
(Adj.) 4;  3.
Syntagmen
vereinzelt:
in alweg.

Belegblock:

zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
2, 188
(
Nürnb.
1517
):
Der ersten söllen wir uns in allweg enteusern.
Strauch, Schürebrand
15, 2
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
under den erberesten uwern swestern, den ir allewegent volgen söllent in rehter geloßenheit.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
2882
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
War man den [stain] lait an dem gemaͤcht, | Da was er all weg unrecht | Und fůgt zů kainen dingen nicht.
Koppitz, Trojanerkr.
16528
;
Bernoulli, Basler Chron.
6, 118, 8
;
Henisch
46
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
101
;
Vorarlb. Wb.
1, 62
.