allezeit,
alzeit
(letzteres häufiger),
Adv.;
vgl. das weitgehend parallele Bedeutungsfeld von
allerwegen.
1.
dient der Angabe der Zeitdauer; ›fortwährend, immer, stets‹.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.  2.

Belegblock:

Dubizmay, kurß zu Teutze
83, 16
(
hess.
,
1463
):
das wir vns seynes trostes allezeytt freÿen.
Gille u. a., M. Beheim
59, 15
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Mein hercz print mir | allczeit nach ir.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
1, 139
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
du wol geplüte Aarons růt, | halt uns allzeit in deiner hůt.
Froning, Alsf. Passionssp.
7058
;
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
22, 25
;
28, 20
;
Gille u. a., a. a. O.
80, 172
;
Chron. Augsb.
5, 351, 18
;
Sappler, H. Kaufringer
13, 29
;
23, 33
;
Bachmann, Haimonsk.
3, 16
;
Munz, Füetrer. Persibein
86, 5
;
Weber, Füetrer. Poyt.
6, 2
;
Wolf, Norm im sp. Ma.
32, 17
;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
203, 1
;
Schöpper
47a
;
Volkmar
464
;
Henisch
46
.
2.
dient der Angabe der Wiederholung von Zeitpunkten; ›immer wieder, jedesmal, jeweils‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3.

Belegblock:

Pyritz, Minneburg
3898
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
[Der] liez sich allzit schawen | Durch iren willen, wo er mocht.
Rohland, Schäden, S.
350
(
nalem.
/
schwäb.
,
1400
/
33
):
dunck din hend alzyt in bom ole.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
73, 4
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Auss pern- und lewenpainen – | daraus sy assen allzeit nur das marck.
Sermon Thauleri
15rb, 60
;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
75, 16
;
Henisch
47
.
3.
›in jedem Fall‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4.

Belegblock:

Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
114, 10
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
alle zit so ist die sache bezzer, die da übermitz sich selber ist denne die sache, die da ist übermitz ein anders.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
94, 2
(
oobd.
,
1349
/
50
):
daz der plitzen oder der donr niht alle zeit den menschen ertœd.