aufenthaltung,
die
;
-Ø/
–.
– Keine omd. Belege.
1.
›Hindernis; Verzögerung‹;
vgl. am ehesten  3,  6.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Schwartzenbach
Q iiijv
(
Frankf.
1564
):
Er hat zu auffenthaltung vnd gegenwehr seiner vnrechtlichen / freffeln [...] bewegliche vrsachen geben.
2.
›Unterhalt, Ernährung, Versorgung von jm.‹; metonymisch: ›Mittel zum Unterhalt von jm.‹; von Tieren: ›Aufzucht‹;
Bedeutungsverwandte:
, ,  2, ; vgl. .
Syntagmen:
die a. tragen, jm. a. schaffen
;
etw. für die a. geben, jm. etw. zur a. lassen, not sein zur a., etw. zur a. besitzen, bequem zu a.
;
a. der armen, a. der fische.

Belegblock:

Chron. Köln (
Köln
1499
):
wart eme jairlich gegeven van des stiftz goider 400 mark vur sine upenthaldung.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
v. 1536
):
für sich und die seine [Fugger] kostliche behaussung hat bauen, nit allein im zuͦ ainem lust, sunder auch armen leutten zuͦ auffenthaltung und nutz.
Memminger Chron. B (
Ulm
1660
):
Ein Bach die Aach genant [...] ist auch bequem zu Auffenthaltung der Fisch.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
Den rednern [...] hat er in den reichslanden narung und aufenthaltung, aus der camer traid und liferung geschaft.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst ;
Bobertag, Schwänke ;
3.
›Unterschlupf für jn., Beherbergung von jm.‹;
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2.

Belegblock:

Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1653
/
60
):
weniger underschlaif denen zu geben noch aufenthaltungen zu lassen.
Winter, Nöst. Weist. .
4.
›Erhaltung von jm./etw. in seiner spezifischen Existenz‹;

Belegblock:

Turmair (
Nürnb.
1541
):
so zu aufenthaltung und regierung diser ganzen welt gehört.
Menge, Laufenb. Reg.
4947
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
so mögent sú [artzot] doch dike leren | Vffenthaltunge ettliche zite.
Reithmeier, B. v. Chiemsee (
München
1528
):
guottat so got dem menschen than hat mit erschaffung [...] des menschens, vnd noch staets thuot mit parmhertziger auffennthalltung.
zuo aufenthalltung menschlichs lebens gibt got zwayerlay narung, nemlich geystliche vnnd leybliche speis.
Haltaus
57
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .
5.
›Trost, Hilfe, Stütze, Halt‹ (zu den sehr divergenten Bezugsbereichen vgl.  4);
Bedeutungsverwandte:
,  14, .
Syntagmen:
dem leben eine a. sein
;
a. der christen, des fürstentums / gewaltes / lebens, der gerechtigkeit.

Belegblock:

Kopp, Volks- u. Gesellschaftsl. (
pfälz.
,
M. 16. Jh.
):
Gott ist mein trost und zuversicht, | ein ufenthalltung meins lebens.
Sachs (
Nürnb.
1558
):
Die Hoffnung sprach: O ich bin dir | Kein auffenthaltung deinem leben, | Sonder ein pein.
Karnein, de amore dt.
141, 179
(
moobd.
,
v. 1440
):
O fraw, werder hort vnd aufenthalltung meines lebens [...], daz ist ewer lieb vnd mynn.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
50, 21
(
tir.
,
1464
):
in dem da ist alle süessikhait des schmëkhens [...] vnd alle erczenei vnd alle aufenthaltung vnd alle rüe von diser arbait.