augendienen,
V.
›sich liebedienerisch, unterwürfig schmeichelnd verhalten‹.

Belegblock:

Schöpper
61a
(
Dortm.
1550
):
Adulari. Schmeicheln liebkosen ohrenkützeln zu duͤtteln schmieren augendienen liebtraben kuͤntzlen ohrenkrawen federklauben streicheln zärtlen lieblen heyen täntzlen auffheben heucheln gleißnen.
Fischer, Folz. Reimp.
18, 183
(
Nürnb.
um 1520
):
sagst darpey | Der frawen fur, ir sey der man | Zu hert und wirffst dein kletten an: | Kanst augendien zuͦ payder seyt.
Barack, Zim. Chron.
3, 158, 6
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
waverr sich herr Johanns Christof [...] mit der klaidung und anderm nur hette dem alten augendienet und temporisirt.
Henisch
141
(
Augsb.
1616
):
Augen dienen thet nie kein gut.
Barack, a. a. O.
4, 96, 30
;
Maaler
38v
;
120v
;
Schwäb. Wb.
1, 442
.