stolzheit,
die
;
-Ø/–
.
›Stolz, Hochmut, Überheblichkeit, Hoffart, Eitelkeit als dem Menschen nicht zustehende geistliche, gegen Gott und den Mitmenschen gerichtete Haltung einschießlich der sich daraus ergebenden Handlungen‹; mit letzterem Tendenz zu ›Mutwille; verwegene Tat‹;
vgl. (Adj.) 12.
Texte der Sinnwelt ,Religion‘.
Gegensätze:
(
der
1, .

Belegblock:

Schöpper
18b
(
Dortm.
1550
):
SVPERBIA: Hoffart hochfart hochmut stoltz stoltzheit hoffardey pracht vbermuͤtigkeit verwegenheit.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
9, 17
(
hess.
,
14. Jh.
):
der sich irhebit, der wirt genidert [...]. So lanc sie diz sprichet, so zeugit sie uns, daz aller hande irhebunge des kunnis si der stultzheide, von der sich der prophete huden wolde.
Ebd.
14, 17
:
und iz daz ir keine [suster] mit stolzheide sich irhebet, die sal man berespen zwirnt und dritwerbe.
Ebd.
36, 5
:
wan iecliche werden so irvullit mit dem ubelen geist der stolzheide, daz sie sich dunkent ander ebdissen wesende und wollent danne irn grimmen mut uben.
Hübner, Buch Daniel
941
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
In sinen ungeberden | Treib er vil manche stoltzheit.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 576, 5
(
Bautzen
1567
):
Eua hat vnterworffen sich, | Vnd alle Menschen ewiglich, | Durch jrn vnghorsam vnd stoltzheit.
Rieder, Gottesfr.
108, 33
(
els.
,
1377
):
und ist oͮch zuͦ gloubende, daz es [werk] in uwere naturen mit ettewaz verborgener stoltzheit vermúschet waz.
Bauer, Geiler. Pred.
102, 16
(
Augsb.
1508
):
Wenn ain maister seim knecht ain arbaitt für gibt zuͦ machen / so nun der knecht das selb macht. daz im bevolhen ist / wer wolt sprechen / das es der knecht taͤt auß stoltzhait / oder vermessenhait / Also wenn ain mensch zuͦ dem fichtet / das got von ym wil / das ist gantze volkommne liebe / daz haisset kain vermessenhait / wann er ist gehorsam.
Ebd.
232, 8
:
sunder auß stoltzhait des hertzenn / bleibet hochffartig. aigenwillig. ungehorsam / das schafft allain der boͤß gaiste.
Luther, WA
7, 625, 22
;
27, 292, 4
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
341
.