stechzeug,
das/der
.
1.
›Rüstung von Mann und Roß für den Turnierkampf, wohl mit stumpfer Waffe (so laut Chron. Augsb., s. u..
Zur Sache generell: Lex. d. Mal.
8, 82
)‹; zu (V.) 4.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
5, 732, 23
(
nobd.
,
1491
):
darunter waren der kunig selbs im rennzeug und ander sechs im stechzeug, die teten vil guter rite.
Kurz, Murner. Luth. Narr
2505
(
Straßb.
1522
):
Buntschuͦh, stiffel hoͤrt nit zuͦsamen, | [...] | Es ist eim stechzüg gar vnglich, | Der sich zuͦsamen rincklet nicht.
Chron. Augsb.
4, 104,
Anm. 7 (
schwäb.
,
v. 1536
):
und hett man ain dantz, und rannten 2 und stachen 2, der ain hett stechzeug, der ander scharpf. also schanckten die vom kapitel 8 schaff haber.
Morrall, Mandev. Reiseb.
140, 27
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
Dar nach machend sie das gewappet ritter kumend in stechzúg; die stechend und brechend ir lantzen da.
Chron. Nürnb.
4, 209, 7
.
2.
im folgenden Beleg mit offensichtlich obszöner Anspielung auf die männlichen Genitalien.

Belegblock:

Sachs
23, 257, 2
(
Nürnb.
1565
):
Ain hochzeit-lied im thon: Ich traw keim alten stechzeug mer.