stange,
die
;
-Ø/-n
.
›Stange, Rundkörper von vergleichsweise erheblicher Länge und geringer Dicke, in der Regel aus Holz, seltener aus anderen Materialien (z. B. Eisen) bestehend, für höchst unterschiedliche Zwecke im Gebrauch‹.
a) relativ allgemein: ›Stange (z. B. für den Bau von Zäunen, Gestellen, als primitives Werkzeug, Knüttel o. ä.)‹; ›Tragestange‹; ›Eisenstange in handelsüblicher Form‹; ›Schranke des Gerichts‹ und offensichtlich das ›Gericht selbst‹ (s. Schweiz. Id.
6, 370
; a. 1414).
Phraseme:
wasser an einer stange tragen
›mit jm. unter einer Decke stecken‹;
der stange geren
wohl ›der Unterstützung bedürfen‹ (vgl. auch die Phraseme unter e);
etw. an seine stange henken
›sich etw. aneignen‹;
etw. an die lange stange hängen
o. ä. ›etw. auf die lange Bank schieben‹.
Bedeutungsverwandte:
, ,  2, , .
Syntagmen:
stangen aufmachen
(als Sperre)
/ wegtragen, um die felder machen
(als Zaun),
mit der s. etw. binden / fortschörgen / halten / vergittern / wägen, sich auf die s. steuren, an dem gericht an der s. stehen
;
die s. zum zaun, zu dem feuerhaken; des kreuzes, des lebens s
.;
die aufrechte / eichene / eiserne / haselne / hohe / lange s
.
Wortbildungen:
stangeisen
,
stängeln
1. wie
stangen
, 2. ,
stangen
›etw. an einem Pfahl, einer Stange befestigen‹,
stängen
1. wie
stangen
, 2. möglicherweise › (ferner: ) legen‹ oder ›mit Stangen ins Fischwasser schlagen, um die Fische zu orten‹ (dazu bdv.: ; a. 1552),
stangenholz
(Bw auch
stang-
),
stangenknecht
›Träger von Lasten vermittelst einer Stange, Dienstmann‹ (a. 1575),
stangenkunst
„eine Wasserhebemaschine mit unter einander stehenden Pumpen, deren Kolben sämmtlich an einem einfachen oder doppelten von der Umtriebsmaschine ausgehenden Gestänge hängen“ (a. 1571; s. Veith, Bwb.
306
),
stangennagel
(Beleg a. 1550 im Schweiz. Id.
4, 690
; ohne Bedeutungsangabe; ›Bremsstange für Schlitten‹?),
stangenreissen
wohl ›kleine bis mittlere Stämme fällen und aufsammeln‹ (Semantik von
reissen
unklar),
stangenscheie
(Gw zu mhd.
schîe
›Pfahl‹; Lexer
2, 723
),
stangenträger
(wie
stangenknecht
; a. 1322 ff.),
stängern
›jn. an den Pranger stellen‹,
stangkerze
,
stangloch
›durch Stangen versperrbarer Durchgang‹,
stangring
wohl „die an der Decke von Vorratsräumen mittels kurzer Eisenstäbe befestigten Ringe, durch die Holzstangen gesteckt wurden, um daran Fleisch, Speck u. ä. aufzuhängen“ (s. u.
Zingerle
, s. v.).
b) ›Sitzstange des Huhnes, der Beizvögel‹.
Syntagmen:
auf einer s. sein, jm. das federspiel von der s. verstelen, jm. den falken von der s. geben, den falken auf die s. stellen, den gauch auf der s. stehen lassen, den habich auf eine s. setzen
;
die s. mit federspiel
;
der habich auf der s., vogelleim an der s.
c) ›Balanzierstange (des Seiltänzers)‹.
d) ›Stange, an der eine Fahne als Zeichen getragen wird‹.
e) ›Stange als einfache Waffe, als Zeichen bei Kämpfen, Gerät bei Turnieren‹ (dazu unter sachgeschichtlichen Aspekten: Lex. d. Mal.
8, 55
).
Phraseme:
die stälene stange
›Nadel‹;
stangen austeilen
›deutliche Worte sagen (z. B. von der Kanzel)‹;
der stangen und kannen müssig gehen
›sich des Raufens und Saufens enthalten‹;
der stange geren
1. ›sich für überwunden erklären‹ (zum Ritual: BMZ
2, 2, 640a
; deutlichere Version:
der gnaden und stangen geren
; vgl. auch Tpma
11, 157
); 2. ›nach der Waffe greifen‹; 3. vgl. den Beleg in v. Groote, Muskatblut sub a); mit doppeltem Akk.:
j. gert die stat die stange
›erklärt die Stadt für besiegt‹ (Konstruktion unklar);
jn. unter die stange bringen
›jn. überwältigen‹;
zu der stange greifen
›etw. angehen, in die Hand nehmen‹;
mit stangen dazwischen laufen
›Kämpfende isolieren‹;
jm. an die stange kommen
›jm. in die Hände fallen‹;
mit der stälernen stange fechten
›das Schneiderhandwerk betreiben‹, ein Ausdruck der Harmlosigkeit; vgl. dazu den Beleg
Bihlmeyer
unter a); (andere Deutung: ›Pfänder im Rahmen des jus subhastationis ersteigern und den Armen dadurch das Ihrige nehmen‹; so Zarncke, Brant. Narrensch.
420
; vgl. unten auch
stangenrecht
).
Bedeutungsverwandte:
, ,  2, ; mehrfach im Orientierungsfeld mit , , , , .
Syntagmen:
die s. nemen / füren / tragen / zücken
;
die s
. (Subj.)
zum himmel springen
;
mit stangen aufwüschen, mit der s. dreinschlagen, jn. mit der s. schlagen, ein zeichen an einer s. füren
;
die gute / schwere s
.;
der riese mit der s
.
Wortbildungen:
stangenrecht
›Recht, die dem Schuldner abgepfändeten Dinge öffentlich an den Meistbietenden zu versteigern‹ (wahrscheinlich Lehnübersetzung von lat.
jus subhastationis
, so Schweiz. Id.
6, 802
; a. 1533),
stangharnisch
,
stanglach
(zu
-lach
s. Lexer
1, 1807
: Kollektivsuffix),
stangspies
(E. 15. Jh.).
f) ›Stange zum Aufhängen e. S. (z. B. von Kleidern)‹.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
gewand, einen umhang
)
an die s. hangen, garn an der s. aushangen, tuch an der s. besehen, über die s. ziehen, js. tutten wie ein sak an der s. hangen
.
g) ›Stange bzw. stangenförmiges Gerät, das als Richtscheit im Bauhandwerk, als Maßlatte, Waage verwendet wurde‹; als Metonymie auch ›Längen- und Flächenmaß‹ (Größenangabe im Schwäb. Wb.
5, 1636
).
h) ›Penis‹.
i) ›Geweihstange des Hirsches‹.
Bedeutungsverwandte:
, .
j) ›Biß im Zaumzeug von Pferden‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
3
.

Belegblock:

Zu a):

Joachim, Marienb. Tresslerb.
217, 3
(
preuß.
,
1403
):
her hat do von gemacht die langen stangen und twerysen in die fenster und hoken in die muwer.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
368, 23
(
preuß.
,
1421
):
1 lochysen, 2, possulde, 1 yserinne stange.
Luther, WA
40, 3, 550
(
1534
):
Si ruten non helffen
[zum Aufrütteln des Menschen]
, Zuber stangen, schwebel, donner, blitz.
Wunderlich, Fierrabr.
53, 1
(
Simmern
1533
):
Darnach ließ Floripes ein angezuͤnte Stangkertz vor jr in das gefengknuß tragen.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
136, 38
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Wann sie
[Hopfenstöcke]
solchergestalt rings umbher beschnitten und von den ubrigen wurzeln gereiniget, mag man die stöcke alsbalt stengeln.
Ebd.
139, 25
:
Wann sich die dolden erzeigen und etwa ehlen hoch gewaxen, mus man sie stengen.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
187, 21
(
schles.
,
1459
):
do hot seyne konigessie gnoden geboten dem Mareschem heptman, daz ha ze solde stengern.
v. Groote, Muskatblut
75, 6
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
daz gotlich licht | daz gert gentzelich der stangen.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
93, 30
(
nobd.
,
1579
):
so die herrn gericht und atzung halten, soll dem schulthes ein gut fuder stangenholtz, schneidtholtz in die kuchen aus der gemeindt holtz gegeben werden.
Bihlmeyer, Seuse
442, 22
(
alem.
,
14. Jh.
):
wie einer nalden spitz si gegen einer stange, also lihte wer mir daz din [liden] fúr disú.
Merk, Stadtr. Neuenb.
70, 5
(
nalem.
,
1463
):
stangholz und gerte, ire güter ze verzünen und wende ze stiken und ze zünen.
Merz, Urk. Lenzb.
110, 31
(
halem.
,
1594
):
daselbsten soll er die stüd setzen vnd ein esterich machen oder stangenschigen setzen unter Vorbehalt des Weges zu den Weiheren.
Ebd.
142, 41
(
1622
):
jede Gemeinde soll ein wärschaft stangloch machen, damit man sie kumlich zum yn- vnd vffahren bruchen köhne.
Rennefahrt, Gebiet Bern
173, 28
(
halem.
,
1646
):
Dem Amtmann zu Frienisberg wurde gestattet [...] 6 stangenknechten, 1 beck, 8 nachschouwer.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
503
(
Genf
1636
):
Stange / damit man etwas fortschoͤrget. [...] Stange daran man die Pferdt bindet. [...] Staͤngeln / die Leimstange tragen. [...] Stängeln / mit stangen aufrichten.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 91, 18
([
Augsb.
]
1548
):
Wasser an ainer stangen tragen. Das ist in allerley buͤberey / ainander über helffen / und gleich gesinnet sein / zuͦ aller untugent.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 290
, Anm. (
schwäb.
,
1592
):
mit umbreissung oder zerrung der stangen und aufmachung deß von ime selbsten umbgefallnen holz soll hinfüro dise ordnung gehalten werden, das nemlichen das bemelt stangenreissen auch aufsamlung deß umbgefallnen holz von Liechtmeß [...] biß Mitfasten [...] fürgenomen werden mag.
Ebd.
3, 487, 7
(
1570
):
welcher dem andern [...] holz auß seinem zugefallen tail, es seyen gablen, stangen, widen [...], uhne bewilligung hinwegtrüege.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
1, 319, 8
(
schwäb.
,
1643
):
Wann die stangen, welche umb die felder gemacht, von dem vich abgeworfen, soll ers [der flüerer] jederzeit wider auflegen.
Starzer, Qu. Wien
1, 5, 5678, 13
(
moobd.
,
1605
):
In der hauptstadt Wienn sollen die von Steyr stahel vnd eysen geben, wie folgt: gmain waich stangeysen, das man auch klobeysen nendt, flamb- vnd gefiert stangeysen den centen umb 2 gulden.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
2253
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein seltzam geometrisch instrument mit hoher runder uffrechter stangen.
Zingerle, Inventare
6, 2, 7
(
tir.
,
1485
):
funf alt eyssnein stangenring – allerlay verpruͦnen eissnein zeüg.
Luther. Hl. Schrifft.
2. Mose 39, 39
;
Lippert, UB Lübben
2, 53, 47
;
121a
, 12;
v. Groote, a. a. O.
46, 10
;
Chron. Nürnb.
4, 159, 8
;
Krebs, Prot. Konst. Domkap.
1404
;
Gehring, a. a. O.
3, 291,
Anm.;
3, 726, 7
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
57, 40
;
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
120
;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 107
;
Dasypodius
428r
;
Voc. Teut.-Lat.
ee viv
;
Maaler
384v
;
Schweiz. Id.
11
, 1085 ff;
Schwäb. Wb.
5, 1636
 f.
Vgl. ferner s. v.  20,  1,  3,
1
 10, .

Zu b):

Große, Schwabensp.
201a, 3
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
vorstelit ein man deme anderen sin veder spil von der Stangen [...], man sol in gelich zien anderen duͦben.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
143, 3095
(
Magdeb.
1608
):
Auff seiner stangen da er [Haußhan] was / | Bey seinen liebsten Weybern saß.
Gille u. a., M. Beheim
275, 23
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Er pat sy also lange, | das sy im gab dasselbig vederspil, | den valken von der stange, | und tet es doch die frau nit gern.
Lemmer, Brant. Narrensch.
44, 18
;
Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 222
.
Vgl. ferner s. v. (V.) 1.

Zu c):

Chron. Nürnb.
4, 166, 16
(
nobd.
,
15. Jh.
):
er
[ein Seiltänzer]
hat ein lange stangen in paiden henden, daran warn an iedem ort zwai pellein vol sants.

Zu d):

Luther, WA
11, 34, 29
(
1523
):
die stangen, in quo pendet hoc signum.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
738
(
Köln
1476
):
Vyll hayckbussen ind tzween slangen, | Eyn royt wympell vp eym stangen.
Morrall, Mandev. Reiseb.
156, 8
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
Er haisset aber vor im fuͤren zwoͤlff grossú crútz von vinem gold und von edelm gestain uff hochen stangen.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
92, 10
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
wer inn den punt wolt varen, der muest auf ain plas swerdt swern, das puntten sy an zwo stanngen inn die hoch.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
644, 4322
.
Vgl. ferner s. v.  1, .

Zu e):

Peil, Rollenhagen. Froschm.
638, 4134
(
Magdeb.
1608
):
Schossen / stiessen / stachn / schlugen / rungen / | Das stang vnd schwert gegn Himmel sprungen.
Froning, Alsf. Passionssp.
3353
(
ohess.
,
1501 ff.
):
So nemmet kulen und stangen | Und folget mer iczunt nach!
Thiele, Minner. II,
13, 45
(Hs. ˹
nalem.
/
sfrk.
,
1470
/
90
˺):
ich ger der stangen | als eynr der kempffen will durch lobes bris.
Lemmer, Brant. Narrensch.
76, 10
(
Basel
1494
):
Mancher will edel syn / vnd hoch | Des vatter doch macht bumble bum | Vnd mit dem kuͤffer werck ging vmb / | Oder hat sich also begangen | Das er vacht mit eynr staͤheln stangen | Oder rant mit eym juden spyeß.
Rennefahrt, Stadtr. Bern
403, 31
(
halem.
,
1407
):
wz mit steken oder mit stangen beschicht, daz giltet zehen schilling.
UB Zug
2485, 1, 3
(
halem.
,
1491
/
4
):
Wer der ist, der [...] an ein gericht giengi mit einem schwaͤrt oder harnisch oder stangharnisch daran truͤge.
Jörg, Salat. Reformationschr.
29, 4
(
halem.
,
1534
/
5
):
die wyl doch / [...] / sust niemand zuͦ der stangen gryffen wil / damit andere / gelert verstendig [...] zuͦ jncitieren / und reytzen.
Morrall, Mandev. Reiseb.
55, 19
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
wer gnad oder icht begert an den Soldan, [...], dem git er ain zaichen, und daz fuͦrent sie vor in an ainer stang.
Chron. Augsb.
2, 103,
Anm. 1 (
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
1 ℔. dem Pacher kystler um schilt und stenglach
(anläßlich eines Schützenfestes).
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
1, 21, 19
(
schwäb.
,
1471
):
Chomm ich [laus] Im an die stangen, | Den palg hab ich verlorn!
Ebd.
29, 104
:
sol der krieg noch lenger weren, | So werden zwaͮr die stangen geren.
Ebd.
2, 3, 174
:
Nun beger ich recht der stang | Sein früm͂keit hat mir angesigt.
Bremer, Voc. opt.
1024
(
schwäb.
,
1436
):
Hasta schaft [...] stang [...] sper [...] est lignum teres et longum, quod solet cum ferreo aculeo prearmari.
Jellinek, Friedr. v. Schwaben
6648
(
schwäb.
, Hs.
1478
):
Unnd will das triben so lanng | Unntz mein krafft begert der stang; | Das mein lib muͦß kranck werden.
Niewöhner, Teichner
393, 72
(
moobd.
,
1360
/
70
):
Also treibent sis so lang | daz ir ainer gert der stang.
Munz, Füetrer. Persibein
234, 2
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Zwen risen vor der klausen | sach er mit schwären stanngen.
Luther, WA
52, 758, 11
;
Peil, a. a. O.
602, 3045
;
Weise. Jugend-Lust
102, 8
;
v. Keller, Ayrer. Dramen
2515, 10
;
Wyss, Luz. Ostersp. n.
9070
;
Lauater. Gespaͤnste
19v, 18
;
Dasypodius
424v
;
Vilmar
395
;
Schwäb. Wb.
5, 1636
.

Zu f):

Schmitt, Ordo rerum
221, 6
(
omd.
,
1466
):
stangen do man gebant an hecht.
Welti, Stadtr. Bern
464, 10
(
halem.
,
1462
):
ouch sond sy alle tuͦch uͥber die stang ziechen vnd von jeglichem stugk nit me nemen denn 11 dn.
Martin, H. v. Sachsenh. Tempel
719
(
schwäb.
,
1455
):
Ein umhang, der sol hangen | An einer stangen guldin, | Mit faͤrben claur und fin.
Welti, Stadtr. Bern
525, 16
(
halem.
,
1473
):
si
[Gemeindeboten]
sond gantz vngespilt sin [...] der stanngen vnd kannen muͤssig zuͦgan.
Niewöhner, Teichner
359, 29
(Hs. ˹
moobd.
1360
/
70
˺):
so wil / ein weib ein sloyr haben | [...] | und zehen mantel an der stang.
v. Keller, Ayrer. Dramen
3101, 33
;
Schweiz. Id.
11, 1086
 ff.
Vgl. ferner s. v.  2,  1.

Zu g):

Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
85, 3
(
Frankf./M.
1568
):
Mit stangn / Winckelmaͤß vñ Richtscheit / | Jch auffricht Steinheuser wolbsinn.
Winter, Nöst. Weist.
1, 5, 12
(
moobd.
,
E. 16. Jh.
):
Es sullen alle gewicht di die kramer haben [...], do man kram schazt und silber mit wigt, gerecht sein und nicht ganz stangen haben, si sein dan gerecht.
Ebd.
4, 266, 10
(
1549
):
ackert aber ainer dem andern zu nahent, der soll es zu sant Michels tag mit dem pflueg suechen und zu sant Jorgen tag mit der mass oder stangen und zu der fechsung mit dem knopf.

Zu h):

Fastnachtsp.
855, 11
(o. O.,
n. 1450
):
triff ich dich [geselle] mit deinem stenglein, | Ich wil mein swester also rechen, | Das dir dein blase im ars mußen brechen.
Ebd.
707, 6
(
nürnb.
,
15. Jh.
):
Der [frauenschender] het verdient, das man in nem | Und in an seinem leib beschem | Und im abschnid pei seiner stangen | Die glocken, die pei dem zirms hangen.

Zu i):

Bauer u. a., Kunstk. Rud.
1893
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein ander stattlich hirschgestemb mit braitten stangen und mit 26 enden.
Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 222
.

Zu j):

Dict. Germ.-Gall.-Lat.
503
(
Genf
1636
):
Stange am zaum der rosse.