junggeselle,
der
;
–/-n
.
1.
›junger Handwerksgeselle‹;
zu  1,  9.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2.
Gegensätze:
.

Belegblock:

Schwäb. Wb.
4, 130
(
16. Jh.
).
2.
›unverheirateter Mann, junger Mann‹;
zu  1,  1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3,  1.
Gegensätze:
.

Belegblock:

Schoop, Qu. Düren
268, 19
 (
rib.
,
1633
):
Alle und jede Junggesellen […] werden […] erinnert, negsten Sontag bei nochmaliger vorhabender der Junggesellen Musterung dem Trommelschlag […] zu folgen.
Weise. Jugend-Lust 
156, 6
 (
Leipzig
1684
):
nicht so viel Hertze im Leibe uͤbrig haben als ein kahler unversuchter Junggeselle.
Geier, Stadtr. Überl. 
412, 28
(
nalem.
,
1552
):
das sich nun hinfüro ain ieder, er sei eeman, jungsell oder anderer […] obermelter ungeschicklichaiten […] enthalten.
Sappler, H. Kaufringer
18, 30
 (
schwäb.
, Hs.
1472
):
Ain altes weib hett pfenning vil; | […] | ain junggesell sich zuo ir naig.
Winter, Nöst. Weist.
1, 3, 27
(
moobd.
,
E. 16. Jh.
, Hs.
18. Jh.
):
Wer begriffen wirt, es sei frau oder man oder junggeselln, di valsche munß machten.
Kollnig, Weist. Schriesh.
140, 18
;
Geier, a. a. O.
426, 17
.
3.
›Hilfslehrer‹.

Belegblock:

Rwb
6, 607
(a. 
1541
).