händler,
der
;
–/-Ø
.
1.
›Person, die etw. in Bewegung setzt, vollzieht, Anführer, Treiber‹;
vgl.  23.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1, , .

Belegblock:

Chron. Nürnb.
2, 82, 21
(
nobd.
,
1444
):
des sein derselben sach handler von bephelnus wegen des rats:
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
507, 8
(nobd., n. 1525):
der doch selbs darvor anfenger, uffwidler, handler, redlinfurer [...] diser uffrurigen handlung aller allhie gewest war.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
148, 5
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Die stuck
[Eroberungen]
alle hettem sy | mit allen nutzen innen, [...] herr Liennhart, [...] der was der sachen hanndler.
Baumann, a. a. O.
65, 24
;
Rwb
5, 85
.
2.
›Händler, Kaufmann‹;
zu  8.
Bedeutungsverwandte:
, , ; vgl. .
Syntagmen:
der h.
(Subj.)
kaufen / verkaufen, den markt besuchen, den handel regieren, eine summe erlegen, etw. nach js. willen tun; dem h. etw.
(z. B.
leinwat
)
liefern / verkaufen; der unrechte h.; der fleis der h.; basfeiligkeit beim h.

Belegblock:

Helbig, Qu. Wirtsch.
4, 28, 10
(
md.
,
1567
):
So mussen doch die Meistere denn hendlern [...] die leinwadt etzliche groschenn neher [...] lieffernn.
Köbler, Ref. Franckenfort
43, 15
(
Mainz
1509
):
Dwyl aber kaufflüt / hantirer / kremer / vnd andere der gleichen handeler der mererteil ire naru͂g in farende habe zukauffen vnd zuuerkauffen haben.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
175, 23
(
osächs.
,
1523
/
4
):
sagt, das ine niemands als ein unrechten hendler oder mit unrechten maßen ubersagen mag.
Rupprich, Dürer
1, 153, 165
(
nobd.
,
1520
):
schneider, schuster und allerley handwercker und mancher handarbeiter und händler.
Helbig, a. a. O.
2, 86, 24
;
5, 31, 14
;
95, 21
;
Opel, Spittendorf
265, 19
;
Köbler, Ref. Nürnberg
373, 9
;
Voc. Teut.-Lat. n vijr;
Rwb
5, 87
.
Vgl. ferner s. v. .
3.
s.  11.