geschäftbrief,
der
 ;
-(e)s/
auch
.
– Obd., gehäuft oobd.
1.
›schriftlicher Auftrag, Vollmacht‹;

Belegblock:

Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 4412, 16
(
moobd.
,
1472
):
kaiserlicher mt. kaufbrief und kön. mt. gescheftbrief uber verttigung Leopolten von Wehing heuser in der Weihenpurgk.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
161, 20
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
sunder wart er mit geschefftbryeffen auff ambtlewdt in des kaysers lannden versehen und verfertigt.
Turmair
4, 635, 33
(
moobd.
,
1522
/
33
):
alle geschäft brief schrift abschied täding [...] wurden allain in der römischen sprach gehandelt.
Vock u. a., Urk. Nördl.
2244
;
Müller, Grafsch. Hohenb.
2, 300, 17
;
Uhlirz, a. a. O.
2, 2, 42, 15
;
Zingerle, Inventare
180a, 13
;
Öst. Wb.
3, 947
;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz. 1989, S. 
104
.
2.
›Testamentsurkunde‹;
Syntagmen:
der g. etw. ausweisen / sagen
;
jn
. (z. B.
ein kind
 )
jm
. (z. B.
den geschäftherren
)
mit einem g. empfelen, jm. etw. mit einem g. schaffen
;
nach lautung / sage des geschäftbriefes
.

Belegblock:

Bastian u. a., Regensb. UB
51, 24
(
oobd.
,
1355
):
swelich chint, chnaben oder junchfrawen, geschaͤfftherren enpfohlen werdent, mit soͤlihen geschaͤfftbriefen, alz der stat reht und gewonhait ist, ob dieselben chint an der geschaͤfftherren, nach dem merern tail under in, willen und rat und wider den geschaͤfftbrif iht handlaͤten oder taͤten an den sachen.
Ebd.
84, 27
(
1356
):
durch fraun Elspeten sele willen nach ires geschäfftbriefs sag.
Staub, Qu. Wien
3, 2, 2827, 11
(
moobd.
,
1417
):
das [hauss] ıͤr vorgenant Niclas Oswalt und andrew guͤter mit seinem geschefftbrief geschafft hat.
Chron. Nürnb.
1, 209, 29
;
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
468, 29
;
Staub, Qu. Wien
3, 1, 1698, 10
.