merer,
der
;–/-Ø
.1.
›Person, die hohe Werte o. ä. (z. B. die tugend
, das lob
Gottes), fördert, hebt bzw. (seltener) Negatives verstärkt‹; Belegblock:
sovil
[an
gütern, gerechtigkeit]
[...] durch die anfengliche stiffter und volgende mehrer [...] gegeben. sit er [Johannes] der tugent merer | waz und der erst lerer | der ie geprediot offenlich.
Ebd.
8960
: swer Gottes erer | ist und sines lobes merer, | der wirt erhort.
Meerer / Der etwas weyteret. Auctor, Propagator. Ein Meerer meiner wirde. Amplificator dignitatis meæ.
2.
›mit herausragender Machtfülle und ideologischen Werten ausgestatteter Herrscher des antiken römischen Reiches (de facto Bezug auf Augustus) sowie des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reiches‹; in letzterer Funktion phrasematisiert als Teil des Titels; die Durchsichtigkeit der Wortbildung suggeriert einen Herrscher, der das Wohl des Reiches fördert, es ausdehnt, mächtiger werden läßt; Phraseme:
merer des reiches
.Wortbildungen:
merersche
mererin
Belegblock:
Augusta mererinne (des riches) – mererse des richs
(dies rib./wfäl., 2. Dr. 15. Jh.). Da ward er genandt Mehrer deß Reichs Augustus / sie wolten jhn fuͤr ein Gott anbete͂.
Wir Fridrich, [...] Roͤmscher kuͥng, alwent ein merer des riches vnd kuͥng ze Sicilie.
Augustus, heylig oder geweicht / geistlich / voller hochait vnd maiestet. Jst aller Keiser zunamen / vnndt haist auch ein mehrer / dann es soll herkom͂en vom verbo augirn, mehren.