leichte,
die
.
1.
›geringes Gewicht und geringer Wert; Gewicht‹; ütr.: ›Leichtigkeit, Sanftheit‹;
vgl. (Adj.) 12.
Bedeutungsverwandte
(zur Ütr.):  1,  1, .

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged. (
1638
):
Es ist zwar schlecht genung [...] | für hartes Gold Papier und solche Sachen zollen, | die schwer an Leichte sein.
Voc. inc. teut. o
viv
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Leicht das in der Federn ist.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst (
Straßb.
1522
):
Brot bei der Leichte und Keß bei der Schwere.
Rot
311
(
Augsb.
1571
):
Facilitet, Leichte / guͤttigkeyt / miltigkeyt / zugsamigkeit.
2.
›Verständlichkeit, Einfachheit, Simplizität; Knappheit‹;
vgl. (Adj.) 3.

Belegblock:

M. Cunitia. Ur. Prop. (
Öls
1650
):
so ist auch allhier / zu messung dieses in die enge / leichte / und gewißheit gesetzten Werckes genungsamb / eine schlechte erkaͤndtnuͤß gemeiner RechenKunst.
Turmair (
Ingolst.
,
1519
):
darzu ir erste wonung in Beirnheim [...], von kurz und leichte wegen der sprach des gemeinen manns Beheim genant, gehabt.
Ebd. (
moobd.
,
1522
/
33
):
der gemein man von leichte wegen der zungen spricht Altmül.
3.
›Leichtfertigkeit, Leichtsinn‹;
vgl. (Adj.) 4.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  3, (s. v.  2).

Belegblock:

Niewöhner, Teichner
153, 42
(
moobd.
,
1360
/
70
):
warumb get er hintz der peicht | der sich waiz in solher leicht | daz er nicht gevolgen mag?