diegen,
part. Adj.
zu .
1.
›gediegen, lauter, rein‹.
Bedeutungsverwandte:
(Adj.) 1,  2, (Adj.) 6.

Belegblock:

Turmair
4, 303, 4
(
moobd.
,
1522
/
33
):
vierhundert und acht centen golds ân das digen, geprägt und gearbait golt.
Ebd.
480, 28
:
ein tail lauter tigen golt.
Schwäb. Wb.
2, 205
.
2.
›getrocknet, geräuchert, gedörrt‹ (von Nahrungsmitteln, vor allem von Fleisch und Fisch).
Bedeutungsverwandte:
 1c,  3.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
fleisch
)
d. machen; der diegene fisch, die diegene bratwurst / feige / forhe
›Forelle‹
/ zunge, das diegene fleisch
.

Belegblock:

Schib, H. Stockar
30, 18
(
halem.
,
1519
):
würscht und digen fischen.
V. Anshelm. Berner Chron.
2, 209, 25
(
halem.
,
n. 1529
):
vil tigens fleischs, vil fas mit win.
Maaler
137r
(
Zürich
1561
):
Fleischkammer (die) Ein Ort da man fleisch aufhenckt / derrt oder dige͂ machet.
Barack, Zim. Chron.
4, 99, 15
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
so zeucht er usserm ermel ein par digner pratwürst.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
58, 1
(
Augsb.
1553
):
Schweinin flesch digen machen.
Henisch
708
(
Augsb.
1616
):
Digen / gedigen feigen / fici aridæ.
Zingerle, Inventare
121b, 28
;
Chron. Augsb.
4, 465, 22
;
Stopp, a. a. O.
27, 14
.;
Schöpper
74a
;
Pfälz. Wb.
2, 284
.