begabung,
die
.
1.
›Schenkung, Stiftung; Belohnung e. P.‹; metonymisch: ›Geschenk, Vermächtnis, Gabe (Gottes)‹;
vgl.  12.
Zur Sache:
LThK
2, 105
.
Bedeutungsverwandte:
 9,
1
 2; zur Metonymie: .
Gegensätze:
.
Syntagmen:
b. erlangen
;
der b. feind sein
;
bei der b. etw. vorbehalten
;
b. der miltigkeit
;
miltigkeit der b
.;
zeuge der b
.;
endliche / götliche / milte b
.

Belegblock:

Baumann, Bauernkr. Rotenb.
4, 9
(
nobd.
,
n. 1525
):
understunde sich ain […] doctor Eck, […] bey dem stul zu Rom groß gnad und begabung dardurch zu erlangen.
Sachs
3, 385, 32
(
Nürnb.
1544
):
Nach dem reicht Venus her | Samb auß mildter begabung | Mir schwachen zu eynr labung | […] hönig.
Ruh, Bonaventura
356, 34
(
orhein.
,
um 1480
):
die gnod der vnschuld vnd der reinikeit vß götlicher begobung der miltikeit.
Boos, UB Aarau 
311, 24
(
halem.
,
1473
):
damit ich oder min erben wider disz stifftung oder begaubung jemer getůn.
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 3, 2
 (
Basel
1497
):
Aue gotts fronlichnam zart, | entliche begabũg, | da gotz wort warer mensch ward, | der schatz der selẽ labung.
Heydn. maister
34v, 20
(
Augsb.
1490
):
got hat dem menschen nichs übertraͤffenlichers gegeben dañ das gemuͤte vnd vernunft / darumb soͤllicher goͤtlicher begabung nichtz veinder ist dann wollust.
Reithmeier, B. v. Chiemsee 
28, 11
;
Turmair 1, 
57, 26
;
Dietz, Wb. Luther
1, 227
;
Rwb
1, 1405
.
2.
›Ausstattung e. P. oder Instanz mit Privilegien, Freiheiten‹;
zu  4.

Belegblock:

Edlib. Chron.
7, 34
 (
ohalem.
,
um 1500
):
dz vnsser herr von togenburg sellig bin sinnem lebenden lib jnnen vnd denn sinnen die gnad vnd die begaubung gegeben vnd gethan hatt, dz die sinnen nach sinnem tod, jro der von switz ewig lantlüt werden süllent.
Koller, Reichsreg. Albr. II.
204, 21
(
1438
/
9
):
das wir im, seynem convent und closter […] igliche ire gnade, rechte, […] begabung, freiheite […] zu bevestnen, zu vernewen, zu bestetigen und zu confirmiren gnediclich geruchten.
Edlib. Chron.
7, 25
;
8, 34
;
10, 4
;
Rwb
1, 1405
.