adelkeit
(vereinzelt
adelheit,
adeligkeit
),
die
.
1.
›hohe, vornehme Herkunft, Zugehörigkeit zum Adel; Vornehmheit‹;
vgl.
1
 12;  13.
Bedeutungsverwandte:
(
die
8,  4, (
das
2, .
Syntagmen:
a. des geschlechtes.

Belegblock:

Dreckmann, H. Mair. Troja
15, 14
(
oschwäb.
,
1393
):
wolt der küng all sein adelkait erzaigen den kriechen.
Goldammer, Paracelsus
4, 191, 17
(
1530
):
dieweil sein gericht einem ieglichen gefunden mag werden, und nit nach der geburt oder adelkeit und dergleichen.
Leidinger, A. v. Regensb.
624, 33
(
oobd.
,
um 1430
):
Der was an dem geslächt ein Sachse, durchweyter adelhayt, das im an weyshait und streypärem hanndel wenig geleich waren.
Guth, Gr. Alexander
2183
;
Dasypodius
288r
;
Serranus
5r
;
Maaler
11v
.
2.
›Vollkommenheit, Erhabenheit, edle Beschaffenheit‹;
vgl.
1
 4;  45.
Besonders dicht in religiösen Texten belegt.
Bedeutungsverwandte:
.
Syntagmen:
die a. [der weisheit] wonniglichen; a. der sele / speise.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel
8, 150, 20
(Z-Oa:
Augsb.
1475
/
1518
):
Der do hat die gesellschafft gotz der wuniglicht ir [weisheit] adelkeit.
Steer, Schol. Gnadenl.
5, 17
(
halem.
,
15. Jh.
):
Genaͮde ist ain so hoͤher vrsprung, der v́bercreatúrlich ist, waͮn der obrest engel vermocht nicht vss aller siner adelkait gnaͮde infliessen in die sele, waͮn er ain creature ist, mer vss got allain flússet si aͮne mittel in die sele.
Warnock, Pred. Paulis
27, 382
(
önalem.
,
1490
/
4
):
so sprich ich, daz drú ding sint, darumb alle menschen gern und williklich söllint lyden: [...] durch adelkait willen des lydens, durch sin nutzberkait und durch adelkait willen des lydens, durch sin nutzberkait und durch willen der cron, so dem menschen darumb gegeben wirt.
Ebd.
8, 86
;
11, 262
;
Steer, W. v. Herrenb. Büchl.
22
;
Koppitz, Trojanerkr.
7561
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
69
.