taler,
der
 ;
–/-Ø
.
›Taler‹; Silbermünze mit unterschiedlichem Wert; seit 1518 in Joachimsthal (Böhmen) geprägt.
Phraseme:
der dicke taler
.
Syntagmen:
t. leihen / vorstrecken
;
etw. um / für t. verkaufen
.
Wortbildungen:
talerfresser
›habgieriger Mensch‹ (dazu bdv.: vgl. ).

Belegblock:

Pfefferl, Weigel. Ges.
19, 26
(
Hamburg
1646
):
Der Köning von Portugallia munzet gulden do einer 10 Thaler gildt.
Luther, WA
49, 65, 30
(
1540
):
Da sind die Talerfresser noch nicht hinkomen.
Helbig, Qu. Wirtsch.
4, 42, 7
(
md.
,
1592
):
Es haben gemelte Gewandtschneider den meistern des handwerkes [...] fürgestreckt einhundertundfunfzig taler gueter ganghafter munz, je einen für vierundzwanzig silbergroschen gerechnet.
Ebd.
49, 19
(
md.
,
1601
):
200 thaler jder thaler zu 72 Kreuzern gerechnet.
Kollnig, Weist. Schriesh.
138, 36
(
rhfrk.
, Abschrift
1732
):
Item soll zu keiner hochzeit mher dann funf tisch mit leuten geladen werden, were daß gebricht, ist die straff (als viele diesch uber die ordnung so viele thaler).
Löscher, Erzgeb. Bergr.
226, 10
(
omd.
,
1. H. 18. Jh.
):
so erhalten sie alsdenn das volle Häuerlohn an 27 gr oder, wie man insgemein saget, den dicken Thaler.
Sachs
14, 122, 6
(
Nürnb.
1550
):
Itzt theilt ir das gelt mit einander, | So werden gleich iedem zwen daler.
Qu. Brassó
4, 271, 21
(
siebenb.
,
1662
):
4tausend Taller, id est achttausend Gulden.
Hilliger, Urb. St. Pantaleon
398, 33
;
Weise. Jugend-Lust
84, 5
;
Barack, Zim. Chron.
4, 60, 25
;
M. Cunitia. Ur. Prop.
157, 22
;
Pfälz. Wb.
2, 55
;
Schwäb. Wb.
2, 38
;
Schmeller/F.
1, 597
;
Öst. Wb.
4, 495
.
Vgl. ferner. s. v.  4,
1
 1, ,  4.