stimieren,
V.;
letztlich aus
lat.
aestimāre
über
ital.
stimare
›schätzen‹
(Dwb
10, 2, 2, 3056
).
›den Wert einer Ware schätzen und amtlich festsetzen; die Höhe von Abgaben festsetzen, bestimmen‹.
Obd.
Wortbildungen:
stimierherre
›Sachverständiger bei Pferderennen‹.

Belegblock:

Müller, Welthandelsbr.
164, 29
(
schwäb.
,
1506
):
daz ain meiler mandl, sei ambroxin oder comun, gestimiert werd in der doana zu Venetia zu 18 ⅓ duc.
Ebd.
177, 34
:
Es seind auch leut daruber gesetzt, die stim(i)ern, was der koufman tara darein sol gebn.
Chron. Augsb.
7, 482, 12
/14 (
schwäb.
, zu
1560
):
darbei
[bei einer Pferdeschau]
seind gewest herr Cunrad Mair, [...], die drei herrn baumaister und die zwen stimierherrn. und von jedem roß zuͤ siglen fl 1, d. 8. Wann man die roß anleßt, seind die zwen stimierherrn darbei.
Bastian, Runtingerb.
2, 46, 9
(
oobd.
,
1383
):
so ist darauf kangen ze reif, ze underchauf, umb pipersechk, den saferan ze stimieren 16 Tukat 5 g.
Ebd.
108, 29
(
1395
):
von den saffram vor der kuͤnsel und stymyren und ze karbilliren und zu wegen 62 s.