mithellig,
Adj.
›mit jm. / etw. in Einklang befindlich, mit jm. einig, jm. zustimmend; übereinstimmend‹ (z. B. von der Stimme).
Obd.; gehäuft Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Bedeutungsverwandte:
 1,  1,  1; vgl.  7, .
Syntagmen:
j. jm. m. sein, einer anmutung / forderung, dem wort m. sein
;
das liecht die wiederwärtigkeit m. machen
;
die mithellige stimmung / wälung / sehung
.
Wortbildungen:
mithelligung
.

Belegblock:

Voc. inc. teut. q
iiijr
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Mit hellig sein Assentire i cõsintire. [...]. Mithelligu͂g Assensus.
Gille u. a., M. Beheim
71, 443
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
under engel vil, | die mit im [Lucifer] traten in das spil | und im mitthelig woren | Und seiner poshait gaben stimm.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
6, 186, 12
Var. (
Straßb.
1466
):
vnd sprechen mit einer entzampt
[Var. 1475
2
–1518:
mithelliger
o. ä.]
doͤnenden stymm.
Bächtold, H. Salat
295, 15
(
halem.
,
1536
):
[Zwinglis handlung] und ouch andrer sins glichen, in irrung im mithälig und anhängig.
Maaler
292r
(
Zürich
1561
):
Mithaͤllig. consonans.
Drescher, Hartlieb. Caes.
71, 10
(
moobd.
,
1456
/
67
):
Ein so gancz aynmútig und mithelig welung mag nicht annders denn von Gott sein.
Ebd.
100, 18
:
Die dritte sehung der vernwͤnfft oder des gemúts haisset die mithellig sehunge, dieselben habent Adam und Eva in dem paradeys gehabt.
Chron. Augsb.
2, 340, 26
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
daz wir im söllicher anmuͦtung und vordrung nit mithällig und günstig sein wölten, da haut er under andern dingen ab uns geclaget.
Karnein, de amore dt.
197, 17
(
moobd.
,
v. 1440
):
die lieb wil haben zway in ganntzen trewen das ains dem andern in allen piten sey mithelig.
Höver, Bonaventura. Itin. A
203
(
moobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wann aus den elementten durch dye tugent des lyechts, das da versüent oder mithellig machht dye wyderwertikayt der elementt, werden in den vermischtten geporn vnd volfüert allew ding.
Schweiz. Id.
2, 1442
.