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grutze,
grutsch,
der
.
ein kleines, hamster- oder wieselähnliches Nagetier, bei
Buber
und in anderen moderneren Bibelübersetzungen: ›Klippdachs‹, laut
Kurrelmeyer
›Choerogryllus‹, was wiederum laut Georges (1, 1117) ›Schweinigel, Stachelschwein‹ bedeutet.
Wortbildungen:
grutschen
›aus dem Fell des
grutze
‹,
grützenbalg
,
grützenpelz
.

Belegblock:

Voc. Ex quo D
5
(
15. Jh.
):
Damma ein hamster [...] oder bisel [...] biber [...] uel ein dachs [...] grütsch, capra silvestris.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
53, 17, 2
(
schles.
,
1327
):
Des gastis Tusent Smashin, Grutshin, lantwerk, Hasinbalge vnde sin glich ein loth.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
3, 392, 10
(
Straßb.
1466
):
Der grutze
[Froschauer
1530
:
küngelin
; Dietenberger
1534
:
Igel
; Luther
1545
:
caninchen
]
oder cirogul der do eintruckt vnd teilt nit die claw es ist vnreine.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
139, 2
(
oobd.
,
1349
/
50
):
Von dem grütz. Furunculus ist ein tier, daz haizt in gemainer sprâch ein grütz. daz ist gar manhaft und grimmer danne sein nâtürleich kraft vermag und ist enwênig grœzer dann ain wisel.
Bastian u. a., Regensb. UB
430, 23
(
oobd.
,
1375
):
ein gruͤtzeinpeltz.
Starzer, Qu. Wien
1, 5, 5814, 549
(
moobd.
,
1624
):
von hundert grutzenpalg.
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 119
;
Schles. Wb.
1, 462
.
Vgl. ferner s. v. .