dergleichen,
Adv.
(1),
Pron.
(2, 3),
Konj.
(4).
1.
Modaladv. zum Ausdruck einer Ähnlichkeitsbeziehung zwischen Sachverhalten: ›genauso, ebenfalls‹.

Belegblock:

Gropper. Gegenw.
12r, 4
(
Köln
1556
):
So müesten dergleichenn auch / seine [des Herren] obbemelte wort Johann. vj. [...] keinen andern dan einen Metaphorischenn verstandt haben.
Bachmann, Morgant
235, 5
(
halem.
,
1530
):
Gannellon thet der glichen, als ob er leydig were.
Turmair
4, 306, 3
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Pherecides [...] und Cadmus [...] haben historien diser zeit geschriben, dergleichen Hecataeus und Hellanicus.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
39, 39
(
smoobd.
,
1625
):
Dergleichen, wer in seinen gründen ain wasser hate, daß mag er nach seiner notturft nuczen.
Bachmann, a. a. O.
64, 12
;
Chron. Augsb.
7, 176, 17
;
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
75, 21
;
Zingerle, Inventare 3, b,
1
.
2.
Demonstrativpron.: ›etwas Ähnliches, Gleiches; so etwas‹.

Belegblock:

Ralegh. America
6, 43
(
Frankf.
1599
):
man sagt auch / daß der Ingas einen Lustgarten hett / [...] / der allerley Gartenkraͤuter / Blumen / vnd Baͤum von Silber vnd Goldt hatte / solcher stattlichen Jnuention vnd Koͤstligkeit / daß dergleichen zuvorn nicht gesehen worden.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
143, 37
(
thür.
,
1474
):
wanne sich solliche sachen addir derglichen zcu Pessenig in der stat begebin habin.
M. Cunitia. Ur. Prop.
224, 28
(
Öls
1650
):
dergleichen hab’ ich auch in der Planeten 3ten Tabelln / auß gleicher ursach gethan.
Sexauer, Schrr. in Kart.
223, 3
(
Basel
,
um 1510
):
söllen si still vnd einig arbeiten. Ob si aber der glichen nit hettind zuͦ tuͦnd / sollent si alsvil in müglich ist. in gebett sich v̈ben.
Memminger Chron. Beschr.
18, 20
(
Ulm
1660
):
VOn Vnterschied der Burger jhres Stands / Abtheilung in Zuͤnfften vnd dergleichen.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
235, 31
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Vast dergleichen ist geschehen in dem 99. jar.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
560, 1681
;
Hoffmeister, Kuffstein. Gef.
Avr, 26
;
Opitz. Poeterey
16, 27
;
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
167
;
Anderson u. a., Flugschrr.
30, 3, 26
;
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
77
.
Vgl. ferner s. v.  2, ,
1
 1, .
3.
Demonstrativpron.: ›solcher; von ähnlicher Art und Beschaffenheit‹.

Belegblock:

zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
38
(
Nürnb.
1517
):
Aus dem und dergeleichen vil andern sentenzen schlissen die weisen, das got allein SEINE werk belone.
Roloff, Brant. Tsp.
12
(
Straßb.
1554
):
Nun seind wir des willens aber nun | Dergleichen anzeig euch hie zuͦ thuͦn.
Wickram
4, 6, 30
(
Straßb.
1556
):
Diser und derengleichen warnungen [...] werden in disem kleinen buͤchlin begriffen.
Chron. Augsb.
7, 498, 20
(
schwäb.
, zu
1563
):
nach verscheinung solicher acht tag wird man dergleichen verbotne müntzen nit anderst abwechslen.
Eschenloher. Medicus
10, 11
(
Augsb.
1678
):
Dergleichen Ablaß hat auch Henricus Bischoff zu Regenspurg im erstgemelten Jahr. 1286. verliehen.
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
82
(
mslow. inseldt.
,
1537
):
Was aber den Herrn pergkmaister, hauptman kirchenvatter, Spitelmaister, Viertelmaister, vnnd derglaichen Officirn belangt.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
9, 10
(
mslow. inseldt.
,
1612
):
weil er [ein Erwürdiger Rath] [...] fürgewendt der Stadtśchreiber wer vnbeheuret, er bedürffe dergleichen wirdtśchofft nicht.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
394, 24
;
Anderson u. a., Flugschrr.
1, 5, 6
;
v. Birken. Erzh. Österreich
66, 30
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
3, 24
;
Siegel u. a., Salzb. Taid.
194, 41
.
Vgl. ferner s. v.
2
 2.
4.
subordinierende Konj.: ›wie‹.

Belegblock:

Chron. Augsb.
7, 421, 19
(
schwäb.
, zu
1564
):
so hat er auch ainen schenen garten bei dem Vogelthor [...] erbauen [...] lassen, dergleichen kain solcher garten in der stat Augspurg nit gewesen.