beeiden,
V.
1.
›einen Eid leisten, etw. beschwören‹.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 11,
2
 7, ; vgl.  1,  3.

Belegblock:

Schöpper
97a
(
Dortm.
1550
):
Iuraere. Schwǎren behalten beeiden.
Rot
287
(
Augsb.
1571
):
Adiurirn, hoch beschwern / vast anstrengen / beaiden.
2.
›jn./(auch: eine Behörde) vereidigen, durch Abnahme eines Eides auf Gehorsam und/oder gesetzliches Handeln verpflichten; jm. einen Eid abnehmen und ihn dadurch zu wahrheitsgemäßer Aussage verpflichten‹.
Bedeutungsverwandte:
, .
Syntagmen:
jn. b., das ampt / gericht, die obrigkeit b., zu einem ampt b
.;
beeideter kriegsman / vormund
.

Belegblock:

Qu. Schweiz. Gesch. 1, 
154, 31
(
halem.
,
1470
):
und aber den amptman beducht, er moͤchte es wol wüssen, habe er in beeidet, die warheit zů sagen.
Rennefahrt, Recht Laupen 
223, 21
(
halem.
,
1617
):
demnach daß gricht, wie von alterhar gebrucht, besezt und sy beeydet.
Henisch
237
(
Augsb.
1616
):
Beeiden / beeidigen / einen eid aufferlegen / ad iusiurandum adigere. […] Beeidte / coniurati, conspirati. Beeidte Kriegsleut.
Rwb
1, 1361
.