apostem,
das
;
-s/-e
oder
-a, -ata
, auch
-Ø.
›abgeschlossene Eiteransammlung, Geschwür, Abszeß‹.
Bedeutungsverwandte:
 7,  2, (
der
1, , ,  1,  2, ; vgl. .
Syntagmen:
ein a. haben, das a. aufätzen / entschliessen / weichen / vertreiben / külen
;
etw.
(Subj.)
a. machen
;
a. haben eiter / wachsen / verschwinden
;
hartes / lindes / heisses / kaltes / geschwellendes / giftiges / pestilenzisches a.
;
pflaster für das a.
;
verschwindung des a.
;
a. an der leber.

Belegblock:

Fischer, Folz. Reimp.
45, 91
([
Nürnb.
]
1482
):
dovon dan kumpt schlafferkeit, beswerung aller glid, swacheit der kraft, kalt sweiß, apostem, fieber und pös zufell.
Schmitt, Fachprosa
84, 21
(
moobd.
,
um 1525
):
der slaff bey tage [...] macht zu uil zeyten aposteme vnd fieber.
Löffler, Columella/Österreicher
2, 82, 17
(
schwäb.
,
1491
):
Die hoch geschwellend apposten, tuberculum genant, under der das wúrmly ist, die sol [...] mit aim ysen umb schnitten werden.
J. W. von Cube. Hortus
91, 31
(
Mainz
1485
):
kurbiß wasser vff der kynder heubt geleyt ist die hitzi/ge blatern vnd aposteme do selbst koelen.
Eis, Gesundheitsl.
1485
(
oobd.
,
1520
/
30
):
also gesoten vnd zerbrochen mit weyn vnd gerüret, würt eyn gut pflaster für die apostem vnd geswulst des gemächts.
˹Ütr.: Sachs
16, 513, 25
(
Nürnb.
,
1563
):
Weil er [Christ] doch selb hart ist beladen | Mit dem apostem und geschwer, | Das von fleisch und blut kommet her, | Das ihn zu sünden reytzet an
˺.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
104, 13
;
110, 11
;
116, 10
;
194, 16
;
Stedtfeld, Roger-Glosse S.
42
;
Fischer, a. a. O.
45, 301
;
Rohland, Schäden
167
;
Sudhoff, Paracelsus
1, 53, 23
;
2, 7, 22
;
6, 51, 34
;
Broszinski, Minner. Chir. Parva
235
;
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
96, 8
;
151, 14
;
322, 33
;
388, 14
;
Drescher, Hartlieb. Caes.
297, 28
;
Chron. baier. Städte. Landsh.
346, 14
;
Voc. inc. teut. b
iijr
;
Maaler
28v
;
Henisch
91
.