1
leimen,
V.
1.
›etw. leimen, durch Auftragen von Leim mit etw. verkleben, in seinen Teilen zusammen binden‹; auch ütr. auf Haltungen, geistige Beziehungen u. ä., dann: ›sich mit etw. verbinden‹;
zu
1
.
Bedeutungsverwandte:
, , .
Gegensätze:
.
Wortbildungen
leimung
(dazu bdv.: ).

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
durch suchet mine rime, | Swen ich wort zu worte lime.
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
6, 28
(
preuß.
,
1387
):
30 somsethel obirczogen und gelymet.
Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
mit desen karakterbuchstaben was | die arche gelimet.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
’won also gross ist dú minne die dú sele hat zuͦ den liplichen dingen, daz si reht dar zuͦ gelimet wirt‘. alz man mit lim zwai ding ze samen limet, also limet dú minne die sele zuͦ den liplichen dingen.
wan diu gwonhait der lange úbil ist, dc limet zuͦ dem úbilne, und ain súnde zúhit die anderun an sich.
Maaler (
Zürich
1561
):
Entleymen / Die leymung braͤchen / das geleymt ist wider von einander thuͦn.
Loͤten / Zesamen loͤten / Zesamen leymen vnd an einander fuͤgen.
Lymen / Zuͦsamen fuͤgen. Glutinare. [...] Lymung / Zuͦsamenfuͤgung.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
303
(
Genf
1636
):
leimen / an einander mit leim machen / Coller. Glutinare.
Bauer, u. a., Kunstk. Rud.
1502
(
oobd.
,
1607
/
11
):
9 medeyen von mancherley conterfett von dinnen goldt uff schwartz schmeltzglas geleimbt.
Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 137
f.
Vgl. ferner s. v.  3,  3.
2.
›(Tuch) mit einer Leimappretur versehen‹;
zu
1
.

Belegblock:

Vorarlb. Wb.
2, 263
(a. 
1618
).