landtafel,
die
;
-Ø/–
.
1.
›Grundbuch (oft für landständische Liegenschaften, im Gegensatz zu den städtischen Grundbüchern), das auch den rechtsrelevanten Inhalt von Urkunden jeglicher Art enthalten kann, Sammlung von Rechtssprüchen, Landtagsliste‹;
vgl.  8.
Zur Sache:
Hrg
2, 1590
;
Rwb
8, 648
.

Belegblock:

Kollnig, Weist. Schriesh.
258, 24
(
rhfrk.
,
1623
):
inmassen dann pfalzgraf Friederich [...] uns under die städt gerechnet, der landtafel einverleiben und darin abconterfeyen lassen.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
147, 4
(
nobd.
,
1384
):
daz hat er getan uff den kuͤnig von der lantafel wegen zu Prag und hat die beschatzt ir ieden umb 200 gulden.
Öst. Wb.
4, 85
.
2.
›Grundbuchamt‹; metonymisch dazu: ›Amts- und Rechtsbezirk, für den das Amt zuständig ist‹; Metonymie zu 1.

Belegblock:

Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 60, 28
(
schles.
,
1538
):
sy wurdens umb XII tausent gld. ungrisch geben, so die sach zu entlicher handlung gedeien wurde und die herschafft wider aus der landtaffl zu Troppa gepracht werden möchte.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 3778, 25
(
moobd.
,
1458
):
Wannko von Bozkowicz, obrister kamrer der landtaffl zu Bruͤn. Procko von Cunstat, obrister camrer der landtaffl zu Olmuncz.
3.
›Landkarte‹.

Belegblock:

Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 134, 1
(
hess.
,
1589
):
ein cosmographia oder landtafel in gantz schön weiß schweinen leder.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
2215
(
oobd.
,
1607
/
11
):
eine regel, ist zum vergrössen oder verkleinen der mappen, landttafeln und ander geometrischen figurn, ohne futral.
Ebd.
1221
;
Vorarlb. Wb.
2, 218
.