gestaub,
gestäube,
das
;
vgl. .
1.
›Staub, Staubwolke; Gedränge von Menschen; Staub des Kampfgetümmels‹.
Phraseme:
etw. ist weder gestäube noch geflog
.
Bedeutungsverwandte:
 1; vgl. ,  1, ,  1, , .
Syntagmen:
g. machen
›Staub aufwirbeln‹ (wörtlich und ütr.);
das g. werden, sich von einem haufen reuter erheben
;
sich an ein g. samenen, aus dem g. fleisch an sich nemen
;
das g. der blindheit
;
das grosse / melmige g
.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz tribet von dem sune / Die vinster nebel brune, | Der blintheite gestob
[poetisch für: ›Schleier, Unklarheit der Blindheit‹].
Uz disem melmigen gestobe | Got unsem schepfere zu lobe | nimet ieslichz der geiste, | [...] | Daz selbe vleisch dan an sich | Mit dem her hie wart menschlich.
Lauater. Gespaͤnste
19r, 9
(
Zürich
1578
):
die lüt bildend jne͂ ein ding yn das wed‘ gstob noch gflog / wie wir spraͤchen.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Wann alte Weiber tantzen / machen sie groß gestaͤub / anus saltans magnum pulverem excitat.
2.
›Abfall beim Mahlen, Mehlstaub‹; dient auch der Kennzeichnung der Nichtigkeit.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , ,  5.

Belegblock:

Neumann, Rothe. Keuschh.
982
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
di [blume] sint schone unnd alzu hand | werden si zu gestopp gewand | wan sie der wint ane wehit.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
153, 37
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Das gesteube aber soll der müller samblen und aufschutten.