gestand,
der
;
-s/–
;
in allen Bedeutungen schwach belegt, nur zum Teil auf das Bedeutungsfeld von beziehbar.
1.
›Rückhalt, Beistand‹; vgl.  1 h.
Bedeutungsverwandte:
,
1
 6, , , .
Syntagmen:
g. finden, keinen g. haben, e. S
. (Gen.)
g. haben, jm. e. S
. (Gen.)
g. geben, jm. g. geben, das [...]
;
der grosse g
.

Belegblock:

Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
1, 152, 15
(
halem.
,
1508
/
16
):
und klagt es weinend sinen dienern, die im gestand gabent [...]; die schwuͦrend im diese schmăch helfen zuͦ rechen.
Bad. Wb.
2, 397
;
Schweiz. Id. (mit reicher Belegung).
2.
gestand tun
›Zeugnis über ein Vergehen ablegen‹; vgl.  1 i.

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
1550
):
als ich etliche gesprochen hatte, die das gehort und gestant doin wollten.
3.
gestand tun
›jm. etw. anerkennen (z. B. eine Dienstzeit)‹;
vgl.  11.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk.
1, 166, 40
(
rib.
,
1480
):
wer des niet en dede, der en sollen meistere ind meistersen ire zijt niet zolaissen noch gestaint doin.
Ebd. (
1494
):
Heft sich na als vur erfonden, der merre deil des amptz unsem vurgeven, [...], gestant gedain han.
4.
gestand tun
›geständig sein‹;
vgl.  12.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
CONFITERI. Veriehen beiachtzen jehen veriahung thun bekennen bekennig sein gestand thun.
5.
›Umstand, für einen Zustand entscheidende Gegebenheit‹.

Belegblock:

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
12770
(
rib.
,
1444
):
Do woulde ich vraegens dar na plien | Gotz Genade umb alle gestant | Der vrauwen die ich also dae vant.
6.
›Nest (z. B. von Falken)‹.
Bedeutungsverwandte:
 1; vgl.  3.

Belegblock:

Henisch (
Augsb.
1616
):
Gestend / gestaͤnd / Nester der Falcken / wie es die Falcker nennen / nidi falconum.