görpsen,
V.
›rülpsen, aufstoßen‹; möglicherweise auch: ›sich erbrechen‹.
Bedeutungsverwandte:
, , , ; vgl.:  8, , , .
Wortbildungen
görps
›Rülpser‹ (dazu bdv.: , , , ),
görpser
›männliche Person, die rülpst‹,
görpserin
.

Belegblock:

Schöpper
35b
(
Dortm.
1550
):
Ructuare. Goͤrpsen koppen reusen reupsen [...] Ructus. Kopp goͤrps reuse.
Harsdoerffer. Trichter
2, 144, 6
(
Nürnb.
1648
):
Goͤrpsen / kroͤltzen.
Sudhoff, Paracelsus
1, 73, 17
(
um 1520
):
es hebt an ein grimmen und reißen im bauch, zeucht die ingweid zusamen. krümpt die glider in einander, [...], fürdert zum erbrechen, zum gorpsen, endert den harn.
Maaler
188v
(
Zürich
1561
):
Goͤrpsen sind ein anzeigu͂g d’ vertoͤuwu͂g. [...]. Goͤrpsen / Einen goͤrpsen oder koppen lassen / Etwar eyn goͤrpsen. [...]. Goͤrpsen des man schmoͤckt das einer vogel habe gessen. [...] Blůt so einer im Goͤrpsen außwirfft. [...]. Ein kraut das Goͤrpsen machet. [...]. Kraut dz im Goͤrpsen eine͂ boͤsen gschmack gibt / als knoblauch. [...] Goͤrpser (der) Ructata. Goͤrpserin (die) Ructatrix.
Dasypodius A
204v
;
Maaler
85r
;
249r
;
Henisch
1673
;
1749
/50;
Schweiz. Id.
2, 428
.