ausschweifen,
V., unr. abl.;
zu
mhd.
sweifen
›schweifen‹
(Lexer
2, 1351
).
1.
›herumziehen, vagieren‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , .

Belegblock:

Maaler
46r
(
Zürich
1561
):
Außschweyffen / Hin vnnd haͤr schweyffen. Dispalare. Hin vnd wider vagieren oder ziehen. [...]. Naͤbendt Außschweyffen / Seltzam vmbhin ziehen. [...]. Ein paur der Außschweyffend vñ nit gern daheimen bey seiner frauwen ist.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
388
;
Trübner, Dt. Wb.
1, 198
.
2.
›herumschweifen (mit den Gedanken o. ä.), sich ungerichtet auf Nichtigkeiten verlegen; (vom Thema) abweichen‹; Ütr. zu 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , .

Belegblock:

Reichmann, Dietrich. Schrr.
98, 7
(
Nürnb.
1548
):
Sie kommet nit mit einem ledigen außschweyffendem hertzen / sie nimbt sich jrer Tochter not [...] ernstlich an.
Bihlmeyer, Seuse
169, 32
(
alem.
,
14. Jh.
):
Ein wites ussweifen der sinnen entsezet den menschen siner inrkait.
Maaler
46r
(
Zürich
1561
):
Außschweyffen vnd von der ban seiner red kommen [...]. Vom raͤchten hauptartickel Außschweyffen oder abfallen.
Rot
305
(
Augsb.
1571
):
Digredirn, Abweichen / darneben gehn / neben außschweyffen / es sey mit reden oder andern dingen.
Turmair
4, 724, 26
(
moobd.
,
1522
/
33
):
ich bin von kaiser Augusto weit ausgeschwaifen, nun kum ich wider an in.