aussönen,
V.
›sich mit jm. vergleichen, aussöhnen, vorhergehende Handlungen wechselseitig als aufgerechnet betrachten‹; speziell von Christus: ›(den Menschen) rechtfertigen und dadurch erlösen‹; als Synekdoche an die allgemeine Variante anschließbar: ›jn. wieder in eine Gemeinschaft aufnehmen‹ (Rwb
1, 1109
).
Bedeutungsverwandte:
vgl. (V.) 10,  1,  4,  1.

Belegblock:

Mathesius, Passionale
39r, 22
(
Leipzig
1587
):
Christum [...] / der euch bey Gott verbeten vnd außgesoͤhnet / vnd sich noch ewer annimmet / lernen erkennen.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
151, 14
(
nobd.
,
1367
):
sein sie beim Rat zu Nürnberg wider außgesönet worden.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
311, 26
(
nobd.
,
n. 1525
):
daruff sie uns besichert und in iren schutz und schirm uffgenommen und ausgesont han.
Ebd.
486, 3
:
so [...] sich auch furter der bemelten uffrurigen bawrschaft nit mer beladen, inen [...] beystand tun und damit gegen bemelten pundsstenden sölicher irer verhandlung und verwurkung halb mit irer statt und burgerschaft innerhalb irer ringkmawrn ußgesönt, gesichert und vertragen sein sollen.
Chron. Augsb.
4, 418, 19
(
schwäb.
, zu
1492
):
die lagen bei 10 wuchen gefangen. und hett sich geren ausgesent.
Schwäb. Wb.
1, 521
.