auspochen
(vereinzelt
auspuchen
),
V.;
zu
mhd.
bochen
›pochen, trotzen; plündern‹
(Lexer
1, 320
).
1.
›randalieren, krakelen‹.
Syntagmen:
auspochender landsknecht.

Belegblock:

Preuss. Wb. (Z)
1, 319
(a.
1640
).
2.
›austrotzen, das letzte Mal zürnen‹.

Belegblock:

Dietz, Wb. Luther
1, 177
(a.
1534
).
3.
›etw. ausplündern, ausrauben‹.
Bedeutungsverwandte:
 4,  3, (mehrmals), ; vgl. (V.) 11, .
Syntagmen:
etw.
(z. B.
ein dorf
[häufig] /
haus / schlos, eine stat / burg
)
a.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
4, 504, 17
(
preuß.
,
1456
):
das sie stete, slosser und dorffer, die sie ynne haben, bynnen der czeit der beczalunge nicht uszpochen, noch beschedigen sullen.
Chron. Nürnb.
2, 77,
Anm. 1 (
nobd.
,
1444
):
Fricz von Walldenfelß und sein hellffer haben dem Hanßen Loffelholcz ein dorff [...] gancz außgepucht und genumen alles vihe und waß sein arm lewt gehabt haben.
Ebd.
4, 207, 4
(
15. Jh.
):
die hetten den Ott Awer auß gepucht und heten im genumen, was er het.
Ebd.
5, 612, 3
;
704, 29
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 319
;
Schwäb. Wb.
1, 495
.