aufhaufen,
V.
1.
›etw. zu einem Haufen bilden, etw. anhäufen, aufhäufen, aufwerfen‹; mit Verschiebung des Objekts: ›etw. mit etw. anhäufen, beladen‹; ütr. (für
aufhaufung
) von der Sünde: ›Mehrung, Wachsen‹.
Bedeutungsverwandte:
 6, , ; vgl.  1.
Gegensätze:
vgl.  2.
Wortbildungen
aufhaufung
1 (dazu bdv.: , ).

Belegblock:

Warnock, Pred. Paulis
10, 119
(
önalem.
,
1490
/
4
):
Das sechst úbel, in daz wir fallent, wenn wir dem lib folgent, daz ist accumulacio debitorum, ain merung und uffhuffung der súnden.
Voc. inc. teut. b
vv
(
Speyer
um 1483
/
84
):
Aufhauffẽ, Accumulare Aggregare.
Maaler
33v
(
Zürich
1561
):
Aufhauffen / An einen hauffen machen [...]. Aufhauffung oder samlung.
Maaler
14v
;
342v
;
Rot
300
;
309
;
311
;
Schweiz. Id.
2, 1050
.
2.
›etw. (ein Trockenmaß) gehäuft füllen‹ (dies im Gegensatz zu: ›ein Maß gestrichen voll machen‹); ›hoch aufragen (vom Gebirge)‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  2.
Gegensätze
(zum Part. Prät.): (s. v.  6),
1
 1, .
Syntagmen:
das mas a.
;
aufgehauftes mas, aufgehaufte metze, aufgehaufter berg.
Wortbildungen:
aufhaufung
2.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel
1, 226, 3
(
Straßb.
1466
):
Ein guͦt maß vnd ein volles vnd ein auff gehauftes vnd ein vberflússigs gebent sy ewerm buͦsem.
Ebd.
7, 336, 6
:
waz ist das ir schaut die aufgehaufften berg.
Grimm, Weisth.
4, 199, 29
(
A. 15. Jh.
):
der herre sol geben [...] von ieclichem mentage druͤ j
v
me húnde asze, vff gehuͦffet, oder viere gestrichen.
Goldammer, Paracelsus.
4, 98, 2
(
1530
):
dein trinken ist überflüssig maß, dann dein blut lauft mit voller aufgehaufter maß heraus.
Merk, Stadtr. Neuenb.
126, 34
(
nalem.
,
1616
):
die müller sollen von angeregtem sester ein schüßel haben, deren zwölf ufgehufet einen rechten sester tuen.
Rwb
1, 878
;
Schwäb. Wb.
1, 385
;
Schweiz. Id.
2, 1050
.