anstreifen,
V.
1.
›jm. etw. aufsetzen, anziehen; sich anziehen‹; ütr.: ›jm. etw. auferlegen, zumuten‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  10 (zur Ütr.),  4 (zur 1. Nuance).
Syntagmen:
die kappe, den mantel, das (-)hemd a.

Belegblock:

Sachs
20, 52, 27
(
Nürnb.
1560
):
ir wolt den zweyen lappen | Durch list anstreiffen die narrnkappen.
Roloff, Brant. Tsp. n.
2517
(
Straßb.
1554
):
So wischen die SIRENEN auff und streiffen yedem ein kapp an / ein mit eim Esels kopff.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
7229
(
rhfrk.
,
um 1405
):
obe ich einen dore fynde, | Das ich yme daz [seil] umb den hals bynde, | Das ich yn fure und sleuffe | Und yme eine bose woche an streuffe.
Schwäb. Wb.
6, 1522
;
Schweiz. Id.
11, 2136
.
2.
›jn. berühren‹ (ütr. vom Wort Gottes gesagt).
Bedeutungsverwandte:
vgl.  5,  2.

Belegblock:

Schwäb. Wb.
6, 1522
.