anstreiten,
V., unr. abl.
1.
›jn. (als Individuum) anfallen, überfallen, angreifen; etw. (z. B. eine Stadt) militärisch angreifen, belagern‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1014,  6,  14.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel
5, 315, 63
(
Straßb.
1466
):
do zambri ge sach das die stat wart angestritten.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
104, 12
(
moobd.
,
1478
/
81
):
mit dem andern swert strait er für sich an und rannt den künig aber fraidigklich an.
Mollay, Ofner Stadtr.
159, 8
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
das ein man wirt an gestriten in seinem haus vnd haimsuechung geschiecht von seinen veindten.
Piirainen, Stadtr. Sillein
141a, 5
.
2.
›jn. versuchen, anfechten (im religiösen Sinne)‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4,  4.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
3233
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
saltû zu allin zîten | kein des tûvils anstrîten | gereit sîn.
3.
›etw. bekämpfen, bestreiten‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 143, 37
(
Straßb.
1466
):
der vns etwen iagt nu bredigt er den gelauben den er etwen anstrait.
Rwb
1, 744
.