aldieweil
(im älteren und mittleren Frnhd. daneben noch
alle dieweil
),
Konj.
1.
›solange, für die Dauer der Zeit‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2.

Belegblock:

Buck, U. v. Richent. Chron. Conz.
47, 13
(
alem.
,
um 1430
):
alldiewil er ze Costentz was, do gab er ain groß almůsen.
Roth, E. v. Wildenberg
24, 7
(
moobd.
,
v. 1493
):
do sprach fraẘ Gothillis zů irm gemahl, dem konig, alle dieweil er nit ein crist würde, so möcht er den Deẘtzsen nit angesigen.
Chron. Augsb.
7, 333, 8
;
9, 85, 15
.
2.
›da, weil‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4.

Belegblock:

Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
24, 13
(
Straßb.
1650
):
alldieweil Justitia nicht liegen noch triegen kan, vnd sie gefragt war, wer sie wäre?
A. à S. Clara. Deo Gratias
6, 3
(
Wien
1680
):
alldieweilen ich den H. Soldaten Georgium seines Namens gemaͤß einer Gnaden-Sonnẽ verglichen.