ängstig,
ängstiglich
(letzteres seltener),
Adj.
1.
›schrecklich, beängstigend‹;
vgl. (
die
1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.
Wortbildungen:
ängstigkeit
1 (dazu bdv.: vgl. ,
die
, 1).

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
71, 457
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Durch ettlich engel solches cham | von wegen irer unghorsam, | das sy ymer sein sorger | In angstigcleicher vorchte.
Ebd.
161, 435
:
von welcher angstigcleicher schrik | du mich erledigt hast so dik.
Wedler, W. Burley. Liber
466
;
Öst. Wb.
1, 244
.
2.
›ängstlich, von Angst erfüllt‹;
vgl. (
die
2.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl.  2.
Wortbildungen:
ängstigkeit
2 (dazu bdv.: vgl. ,
die
, 2).

Belegblock:

Schmitz, Schiltb.
186, 5
(
Frankf.
1597
):
Niemand war je aͤngstiger / als die Schiltbuͤrger / die deß Maußhundts nicht konten abkommen.
Luther. Hl. Schrifft. Jes.
26, 16
(
Wittenb.
1545
):
Wenn du sie züchtigest / So ruffen sie engstiglich.
Ebd. 2. Macc.
3, 21
:
Es war beides erberlich / das das Volck vnter einander so gar erschrocken / vnd der Hohepriester so engstig war.
Gille u. a., M. Beheim
265, 13
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
die zart fraw nachtigal, | die stund in angstiglichem ziter.
Barack, Zim. Chron.
4, 86, 27
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Der guet herr war angstig.
Heydn. maister
19r, 20
(
Augsb.
1490
):
Anatharsis hat gesagt das ein weinreb dreÿ traubẽ trage. Den ersten d’ freüd / den and’n d’trunckenheit / den driten der angstikeit vñ ellend.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 360, 25
;
Sachs
17, 337, 10
;
481, 25
;
Voc. Teut.-Lat. b iijv;
Dasypodius
290r
;
Serranus
5v
;
Henisch
81
;
Schwäb. Wb.
1, 214
.