mutscharen,
V.;
im eigenen Material schwach belegt.
›etw. (ein Gut) einer einvernehmlichen Teilung unterwerfen‹; mit Verschiebung der Bezugsgröße: ›„ein Familienmitglied mit seinem Anteil am Familienvermögen aussteuern“‹ (so das f. mit breiter Belegung und ausgedehntem Wortbildungsfeld);
vgl. (
der
158.
Im älteren Frnhd. auslaufend; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
 13.
Syntagmen:
das gut, den morgen
, (verschoben:)
die kinder m
.;
das gemutscharte lehen
.
Wortbildungen
mutschar
(a. 1318 f.; dazu bdv.: ),
mutscharung
(a. 1398 f.).

Belegblock:

Wiese, UB Wetzlar (
Wetzlar
1350
):
unde mogen das guͦt undir uns deilen und muͦtscharen, also daz [...].
Wyss, UB Deutschord. Hessen (
hess.
,
1364
):
und sullen dy muͦtscharn glich yncczweyͤ.
Eckhardt, Ohess. Klöster
2, 106, 31
;
Schmidt-Wiegand Dt. Rechtsregeln.
1996, 246
.